Steelers wahren den Anschluss

Ben Roethlisberger und die Steelers stoppten die Bengals.Mit 28:21 siegten die Pittsburgh Steelers bei den Cincinnati Bengals und wahrten damit in der AFC North den Anschluss nicht nur an die Bengals, sondern auch die Ravens, die sich in Tennessee unangefochten mit 21:0 durchsetzten. Für Pittsburgh wäre ein Misserfolg in Cincinnati fatal gewesen - eine Niederlage hätte die Playoff-Chancen schon jetzt deutlich minimiert. Zweimal hatten die Bengals mit schnellen und erfolgreichen Angriffsserien Steelers-Führungen direkt vor der Pause egalisiert beziehungsweise kurz vor Schluss auch in einen eigenen Vorsprung umgewandelt: einmal per Pass auf Tyler Boyd und einmal per Lauf von Joe Mixon zum Touchdown.

Da Boyd zuvor zu Beginn die Bengals bereits einen weiteren Touchdown-Fang verbucht hatte, lag Cincinnati so 78 Sekunden vor Schluss mit 21:20 vorn. Doch Ben Roethlisberger wusste, was auf dem Spiel stand. Auf dem Weg zum dringend nötigen entscheidenden Punkterfolg überbrückten die Steelers 77 Yards mit sieben Spielzügen in 68 Sekunden. Antonio Brown fing schließlich einen kurzen Pass über die Mitte und verwertete ihn zum 31-Yard-Touchdown zum 28:21-Endstand. Zu Beginn des Drives hatten die Steelers den Ball an der eigenen 23-Yard-Linie übernommen - dies war dabei noch eine der besten Ausgangslagen für Roethlisberger an diesem Tag gewesen.

Der fünfte Drive mit mehr als 70 Yards Raumgewinn der Steelers (der längste der Bengals hatte zuvor über 61 Yards zum Mixon-Touchdown geführt) brachte nun den fünften Punkterfolg. Nach den zwei Touchdown-Läufen der ersten Hälfte durch James Conner und zwei Field Goals von Chris Boswell war nun doch noch auch ein Passspielzug mal für die Steelers der gelungene Abschluss. Beide Mannschaften waren ohne Ballverluste durch die Partie gekommen, dass Pittsburghs Angriffspotenzial am Ende sich durchsetzte, war dann auch verdient.

Die gute Nachricht für die Steelers angesichts des Theaters um Le’Veon Bell: James Conner (5,8 Yards pro Lauf im Schnitt) kann den Angriff vielleicht nicht ganz allein tragen wie Bell, aber ist allemal dazu fähig, "Big Ben" die Entlastung zu verschaffen, die er benötigt, um sein Arsenal um Brown und JuJu Smith-Schuster in Szene zu setzen. Roethlisberger warf bei 46 Versuchen 32 gültige Pässe (69,6 Prozent) für 369 Yards und einen Touchdown ohne Fehlwurf. Mit insgesamt 481 Yards Gesamtraumgewinn dominierte die Offense der Pittsburgh Steelers damit das Spiel, basierend auf einer starken Offensive Line, die keinen Quarterback Sack gegen Roethlisberger zuließ. So sind die Steelers dann selbst für ein starkes Heimteam und einen der Mitfavoriten nicht zu schlagen.

Der Pass Rush Pittsburghs zeigte dagegen seine Stärke mit drei Quarterback Sacks, was die Cincinnati Bengals immer wieder zurückwarf. Im zweiten Viertel vereitelte man so mögliche Chancen der Gastgeber bereits im Ansatz, im vierten Viertel warf eine solche Aktion von Stephon Tuitt Andy Dalton und Co. noch einmal entscheidend zurück, nachdem sie bereits in Pittsburghs Hälfte vorgedrungen waren. So konnten die Bengals das 17:14 der Steelers nicht ausgleichen, stattdessen durfte die Steelers-Offense wenig später einen weiteren zeitraubenden und langen Drive zum 20:14 hinlegen.

Auerbach - 15.10.2018

Ben Roethlisberger und die Steelers stoppten die Bengals.

Ben Roethlisberger und die Steelers stoppten die Bengals. (© Getty Images)

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