Patrick Mahomes zerlegt die Steelers

Kareem Hunt erzielt das 21:0.32 Jahre hatten die Kansas City Chiefs nicht mehr in Pittsburgh gewonnen, bis jetzt. Dann kam der junge QB Patrick Mahomes nach Pittsburgh und zerlegte die Defense der Steelers mit sechs Touchdown-Pässen auf dem Weg zu einem 42:37-Erfolg. Viel erinnerte an die heftige 42:45-Niederlage in den letzten Playoffs gegen die Jacksonville Jaguars. Immer wieder rannten die Steelers einem Rückstand hinterher und am Ende reichte die Spielzeit nicht mehr aus, um das Spiel noch zu drehen.

Diesmal wurden das fehlen von Le'Veon Bell deutlich sichtbar. Während QB Ben Roethlisberger 60 Pässe für 452 Yards Raumgewinn warf, standen am Spielende nur 13 Läufe, zwei davon von Roethlisberger selbst, mit insgesamt 31 Yards zu Buche. Viel größere Sorgen muss man sich als Fan der Steelers aber um deren Abwehr machen.

Patrick Mahomes spielt erst seine zweite Saison bei den Chiefs und startete erst sein drittes Spiel als Profi. Er zeigte aber eindrucksvoll, weshalb ihn die Chiefs zu ihrem Top-Pick in der Saison 2017 gemacht hatten. Dass die Chiefs eine gefährlich Offense haben, wusste man, dass sie so explosiv sein kann, noch nicht. Das Unheil für die Steelers nahm dabei schon früh seinen Lauf.

Nachdem die Steelers früh gestoppt wurden, trug De'Anthony Thomas den Punt der Steelers über 45 Yards bis an die 10-Yard-Linie der Steelers zurück. Von dort dauerte es nur drei Spielzüge bis Mahomes WR Chris Conlay zum 7:0 anspielte. Nach dem zweiten Punt war es TE Travis Kelce, der auf Vorlage von Mahomes auf 14:0 erhöhte. Und da waren noch nicht einmal sechs Minuten gespielt.

Nach dem ersten Lebenszeichen der Offense der Steelers, was aber lediglich ein verschossenes Field Goal zum Ergebnis hatte, erhöhte RB Kareem Hunt nach Pass von Mahomes auf 21:0. Und das alles noch im ersten Viertel. Zuletzt hatten die Philadelphia Eagels drei Touchdown im ersten Viertel gegen die Steelers in Pittsburgh erzielt. Das war 1965.

Im Stadion war es zu dem Zeitpunkt totenstill und als DT Chris Jones ein Fumble von Roethlisberger zum vermeintlichen 28:0 in der Endzone sicherte, war das Entsetzen grenzenlos. Doch Glück für die Steelers. Ein Holding Penalty gegen die Chiefs verhinderte das Desaster.

Danach folgte die erste erfolgreiche Aufholjagd der Steelers, welche mir einem 21:21 zur Halbzeit endete. TE Jessie James, WR JuJu Smith-Schuster und Rookie-WR James Washington waren jeweils auf Pass von Roethlisberger erfolgreich. Wer jetzt glaubte, die Steelers würden die Partie und den Gegner nach der Pause in den Griff bekommen, sah sich getäuscht.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Fast ohne Mühe spielten sich die Chiefs durch die Reihen der Steelers. Die ersten drei erfolgreichen Angriffsserien hatte jede für sich nicht mehr als drei Minuten gedauert. Jetzt benötigten sie gerade einmal 1:31 Minuten, um durch TE Kelce erneut in Führung zu gehen. Zum keinem Zeitpunkt waren die Steelers irgendwie in der Lage, das Angriffsspiel der Chiefs zu stoppen.

Das lag vor allem an Mahomes, der eine sensationelle Partie ablieferte. Seine sechs Touchdowns zusammen mit den vier aus der ersten Partie dieser Saison sind ein neuer Rekord. Noch nie in der Geschichte der NFL hat ein Quarterback 10 Touchdown-Pässe an den ersten beiden Spielen geworfen. Der bisherige Rekord liegt bei neun, gehalten von so illustren Quarterbacks wie Peyton Manning oder Drew Brees. "Das sagt eine Menge über die vielen Optionen in unserer Offense aus", verwies Mahomes nach der Partie auf seine Mitspieler.

Nun war bei diesem Punktereigen klar, dass die Offense, welche zuerst punten muss, das Spiel verlieren würde; und das waren die Steelers. So zogen die Chiefs durch Touchdown von WR Demarcus Robinson und WR Tyreek Hill auf 42:28 davon.

Hoffnung keimte noch einmal für die Steelers auf, als die Defense endlich ein Lebenszeichen von sich gab. CB Artie Burns stoppte RB Kareem Hunt in der Endzone der Chiefs zum Safety (30:42). Und nach einem erneuten Punt der Steelers verursachte DT Cameron Heyward einen Fumble und LB Anthony Chickillo sicherte für die Steelers an der eigenen 34-Yard-Linie. Aber zu diesem Zeitpunkt waren nur noch gut fünf Minuten zu spielen und die Steelers benötigten noch zwei Touchdowns zu einem möglichen Sieg.

Den ersten erzielte Ben Roethlisberger mit einem Lauf über drei Yards. Allerdings hatten die Steelers mehr als drei Minuten verbraucht und so standen nur noch weniger als zwei Minuten Spielzeit zur Verfügung. Wie sollte man nun vorgehen? Den Ball tief zu den Chiefs kicken und hoffen, dass die Defense diese endlich einmal früh stoppt oder einen riskanten Onside Kick versuchen.

Mike Tomlin entschied sich für die ersten Variante und die Chiefs gaben den Ball nicht mehr her. So konnte Mahomes und seine Chiefs mit 42:37 einen grandiosen Sieg feiern. Die Entscheidung von Tomlin wird jedoch noch diskutiert werden. Warum Tomlin seiner Defense vertraute, obwohl diese sich im gesamten Spielverlauf als nicht fähig erwies, die Chiefs zu stoppen, bleibt zumindest diskussionswürdig.

"Ich wollte unserer Defense eine Chance geben, die Chiefs zu stoppen. Und wir hatten noch alle drei Time Outs. Wir haben dies aber leider nicht geschafft", erklärte Tomlin seine Entscheidung später. "Das war fast wie ein Basketballspiel. Es ging immer hin und her mit den Touchdowns. Das ist aber nicht unsere Spielweise", versuchte sich Cameron Heyward in einer Erklärung für das Unerklärliche.

Und es wird nicht besser für die Steelers. Jetzt muss man nach Tampa Bay, wo Quarterback Ryan Fitzpatrick bisher 8 Touchdown-Pässe und 819 Yards erworfen hat. Das wird eine weiterer harter Test für die Defense der Steelers. Sollte auch dieser daneben gehen, könnte dies eine Abwärtsspirale zur Folge haben.

In Kansas City fragt man sich derweil, wie gut diese Chiefs noch werden können. "Ich bin wirklich stolz auf dieses Team. Wenn zwei wirklich gute Teams aufeinandertreffen, entwickelt sich oft so ein Spiel in dem es hin und her geht. Es war vor allem gut, wie wir nach der Aufholjagd der Steelers aus der Pause gekommen sind. Wir haben unsere Defense verändert und konnten die Steelers so einige Mal stoppen. Das war entscheidend. Aber unsere Offense war heute phänomenal", zog Head Coach Andy Reid das Fazit.

Korber - 17.09.2018

Kareem Hunt erzielt das 21:0.

Kareem Hunt erzielt das 21:0. (© Getty Images)

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