Steelers Backups besiegen die Eagles

JuJu Smith-Schuster konnte einen 71-Yard Touchdown feiernIm "Preseason Battle of Pennsylvania" haben sich die Pittsburgh Steelers auch ohne ihre Stars gegen Titelträger Philadelphia Eagles deutlich mit 31:14 durchgesetzt. Auf beiden Seiten bekamen vor allem die Backups viel Spielzeit.

Die Steelers schonten ihre vielgerühmte "Killer-Bs" Offense: Bei Running Back Le’veon Bell konnte man dies angesichts seiner Unzufriedenheit mit dem Franchise Tag erwarten, bei Quarterback Ben Roethlisberger und Wide Receiver Antonio Brown kam es etwas überraschender.

Die Eagles verzichteten dagegen wie erwartet auf Quarterback Carson Wentz, den man idealerweise nach seiner schweren Knieverletzung aus der letzten Spielzeit zum Saisonstart am Platz haben möchte, und auch auf seinen Vertreter, Super Bowl MVP Nick Foles.

Stattdessen durften bei den Eagles Nate Sudfeld (10 von 14 für 140 Yards, 2 Touchdowns / 2 Interceptions) und Joe Callahan (8 von 18 für 91 Yards) die Bälle verteilen, bei den Steelers kamen mit Landry Jones, Rookie Mason Rudolph und Joshua Dobbs gleich drei Quarterbacks zum Einsatz.

Trotzdem entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel, in dem die Steelers bei einem Free Play, als QB Landry Jones die Eagles Defense zu einem Frühstart lockte, durch einen weiten Pass auf WR JuJu Smith-Schuster über 71 Yards in Führung gingen. Jones brachte alle seine vier Passversuche an, bei denen er auf dem Feld stand.

Bei den Eagles fehlte es noch an allen Ecken und Enden, so dass die Steelers alleine vier First Downs durch Strafen zugesprochen bekamen. Rookie Tight End Dallas Goedert fing seinen ersten Karrieretouchdown und kam auf insgesamt 66 Yards bei vier Fängen.

Für nahezu mehr Aufregung als das Spiel selbst sorgte der Protest der Eagles Spieler Malcolm Jenkins, Chris Long und Michael Bennett, während die amerikanische Nationalhymne gespielt wurde: Jenkins stand mit erhobener rechter Faust an der Seitenlinie, Chris Long hatte wie im Vorjahr seinen Arm um ihn gelegt und Neuzugang Michael Bennett kam zu den Tönen der Hymne aus der Umkleidekabine an die Seitenlinie gelaufen. Die NFL hat sich bekanntermaßen noch nicht geäußert, wie sie in dieser Angelegenheit künftig verfahren will und so hatte man gespannt erwartet, wie das wohl am stärksten in dieser Diskussion positionierte Team reagieren würde. Offensichtlich versucht man die NFL-Leitung zu einem Statement zu provozieren, um sich gegen die unsäglichen Äußerungen des US-Präsidenten zu positionieren.

Die Steelers treten bereits Donnerstagnacht bei den Green Bay Packers an, die Philadelphia Eagles spielen ebenfalls Donnerstagnacht in der - zumindest vom Papier her - Neuauflage des Super Bowls in New England.




Carsten Keller - 11.08.2018

JuJu Smith-Schuster konnte einen 71-Yard Touchdown feiern

JuJu Smith-Schuster konnte einen 71-Yard Touchdown feiern (© Getty Images)

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