Grandioses Saisonfinale bei den Pirates

In erster Linie ging es an diesem Sonntag nur noch um die Ehre. Eigentlich, denn nach dem verlorenen Halbfinalspiel vor zwei Jahren und der unglücklichen Niederlage in Würzburg wollten die Passau Pirates gegen die Mannschaft von Landestrainer Martin Hanselmann unbedingt noch einen Sieg zum Abschluss der Regionalligasaison einfahren. Und tatsächlich, mit einem 35:21-Sieg über die Würzburg Panthers feierten die DJK Eintrachtfootballer den dritten Sieg in Folge. Gerade die scheidenden Defensegrößen Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann trugen dazu bei, dass Passau mit diesem Erfolg am Ende sogar noch auf Platz fünf der Tabelle klettern könnte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen stieg am vergangenen Sonntag das letzte Heimspiel der Passau Pirates in ihrem ersten Jahr in der Regionalliga. Was in den ersten zwei Saisondritteln noch sehr durchwachsen aussah, wurde letzten Endes doch noch zu einer durchaus erfolgreichen Saison. Bereits mit der ersten Angriffsserie des Nachmittags stellte die Offense unter der Führung von Quarterback Andrew Griffin ihre Durchschlagskraft unter Beweis. Mit einer guten Mischung aus Pass- und Laufspiel dirigierte der Spielmacher seine Angriffsformation über 75 Yards über das Feld. Wie wichtig die Rückkehr von Running Back Thomas Beismann zum Saisonende war bewies dessen 7-Yard-Touchdown-Lauf gleich zum Auftakt. Mit dem Extrapunkt durch Luca Barthmann gingen die Pirates mit 7:0 in Führung.

Auf der Gegenseite schickte Martin Hanselmann den jungen Trenton Jones als Spielmacher auf das Gridiron und der hatte von Beginn an mächtig mit dem Druck der Passauer D-Line zu kämpfen. Mit einem "3&out" schickte Passaus Verteidigung den Würzburger Angriff wieder vom Feld. Aber auch die nächste Angriffsserie der Dreiflüssestädter kam schnell ins Stocken. Auch sie mussten sich nach nur wenigen Spielzügen wieder vom Ball trennen. Ein unglückliches Foul beim Punt schenkte den Gästen dann das Angriffsrecht tief in der Passauer Hälfte. Diese Chance nutzte Trenton Jones, um mit einem 20-Yard-Touchdown-Pass auf Alexander Bloos auszugleichen. Die Pirates schlugen aber postwendend zurück. Von der eigenen 32-Yard-Linie passte Andrew Griffin rund 25 Yards auf Luca Barthmann in der Mitte des Feldes, Würzburgs Safety verpasste den Tackle und Barthmann hatte nur noch grünes Feld vor sich. Auch den Extrapunkt verwandelte der Kicker der Pirates souverän und holte die 14:7-Führung zum Ende des ersten Viertels.

Zu Beginn von Abschnitt zwei dominierten vorerst die Verteidigungsreihen ehe die Panthers sich, begünstigt durch Passauer Strafen, plötzlich in der Nähe von Passaus Red Zone befanden. Dort stand die Defense um Thomas Ochmann dann aber sicher. Beim Field-Goal-Try aus 26 Yards kam dann der Snap schlecht und Passau übernahm wieder den Ball. Mit einem langen Pass auf Sebastian Krauss standen die Pirates dann vor den nächsten Punkten. Der Field-Goal-Versuch von Luca Barthmann ging aber knapp an der linken Stange vorbei. Damit war Würzburg wieder am Zug. Den Gegenangriff stoppte aber Passaus Verteidigung knapp hinter der Mittellinie. D-liner Tobi Gaderbauer schlug den Ball frei und Sebastian Krems sicherte ihn für seine Farben. Mit einem 7-Yard Touchdown-Pass auf Sebastian Krauss baute dann Andrew Griffin die Passauer Führung auf 21:7 aus. Mit der nächsten Angriffsserie schlugen aber die Panthers zurück. Ein 40-Yard-Touchdown-Pass von Jones stellte den alten Punkteabstand wieder her. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Spieluhr versuchte Passaus Urgestein Florian Schneider in seinem Abschiedsspiel beim Return noch alles, aber der Weg in die Endzone blieb ihm verwehrt.

Nach der Halbzeitshow der Cheerleader Pirates Brides und einer kurzen Erholungspause hatten die Panthers das erste Angriffsrecht. Die Pirates-Defense, angetrieben von den Passauer Fans, knüpfte aber nahtlos an den Leistungen der Vorwochen an und zwang die Panthers wieder zum Punt. Nur 60 Yards musste die Offense der Freibeuter diesmal zurücklegen, ehe Andrew Griffin selbst mit einem 5-Yard-Lauf in die Endzone den Pirates erneut eine 14-Punkte-Führung bescherte. Den weiteren Verlauf des dritten Viertels waren es aber wieder die Verteidigungsreihen, die auf sich aufmerksam machten und keine weiteren Punkte zuließen.

Erst zu Beginn des letzten Viertels schlugen die Pirates wieder zu. Die Panthers ließen Luca Barthmann in der linken Ecke der Endzone sträflich allein und Griffins Pass kam präzise zur zwischenzeitlichen 35:14-Führung. Als Safety Florian Schneider wenig später dann seine Leistung mit einer Interception gegen Jones krönte war die Messe endgültig gelesen. Der junge US-Spielmacher der Panthers konnte den Abstand mit einem 12-Yard-TD-Lauf zwar noch verkürzen, da stand aber schon längst fest, dass die Pirates den direkten Vergleich mit den Unterfranken für sich entschieden haben.

Damit klettern die Pirates, eine Würzburger Niederlage am nächsten Sonntag beim neuen Südmeister Fürstenfeldbruck vorausgesetzt (und einem ebenfalls wahrscheinlichen Sieg der Burghausen Crusaders in mindestens einem der letzten beiden Saisonspiele), sogar noch auf Rang fünf der Regionalliga Süd und haben sich damit unter den besten 50 Teams der Republik etabliert. Aktuell rangiert man auf Platz 41 des football-aktuell.de Ratings für Deutschland.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der Passauer Coach beim anschließenden Interview: "Ich bin sehr stolz, wie stark wir die Saison beendet haben. Wir haben am Anfang tolle Spiele geliefert, aber immer knapp verloren. Die Mannschaft hat sich aber nicht hängen lassen, weiter gearbeitet und ist stark zurückgekommen. Darauf können wir für nächste Saison aufbauen", so Andrew Griffin.

Eine große Baustelle für die kommende Saison wird aber die Defense werden. Mit Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann treten gleich drei Spieler zurück, die die Verteidigung der Eintrachtler in den letzten Jahren massiv geprägt haben und damit für ihre Nachfolger große Fußstapfen hinterlassen. Erstmal machen die Seniors der Pirates aber eine wohlverdiente Pause bis zur Saisonabschlussfeier im September. Dann stehen im Herbst noch die Spiele der eigenen Jugend an, ehe sich die Vorstandschaft dann mit den konkreten Planungen für 2019 beschäftigen kann.

Wittig - 30.07.2018

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