Die besondere Rolle der Zahl 6

Die Zahl "6" hat in der Oberliga Nord Partie zwischen den Göttingen Generals und den Osnabrück Tigers eine besondere Rolle gespielt. Die Gastgeber gewannen im Maschpark gegen die Osnabrücker mit 66:6 und haben mit ihrem sechsten Sieg im sechsten Punktspiel ihre Rolle als Oberliga Nord Favorit untermauert.

Nach dem Münzwurf, den Göttingen gewann, entschieden sich die Göttinger ihre Wahl auf das dritte Viertel zu verlegen. So kam es, dass Göttingen mit einem Kickoff das Spiel eröffnete und Osnabrück den Ball zunächst empfing. Schon nach wenigen Pässen der Osnabrücker brachte der Göttinger Luc Schneider den Drive der Tigers mit einer Interception zum schnellen Ende und den Ball bis an die zehn Yard Linie der Gegner. Göttingen sollte noch nicht punkten. Gleich im ersten Spielzug der Göttinger Offense in diesem Spiel kam es aufgrund eines schlechten Snaps zum Fumble, den Osnabrück recoverte.

Aber Osnabrück konnte im anschließenden Drive aufgrund einer starken Göttinger Defense nur insgesamt 15 Yard Raumgewinn produzieren, sodass sie punten und sich von Angriffsrecht trennen mussten.
Dem Göttinger Steven Woitschek (#42) gelang dann im zweiten offensiven Spielzug des Spiels direkt der Touchdown. Die Two-Point-Conversion war nicht gut. Der anschließende Kickoff der Göttinger landete in der Endzone der Tigers (Touchback) sodass Osnabrück (auch ohne Return) an der eigenen 25 Yard Linie ins Spiel startete. Doch zwei Incomplete Pässe des Osnabrücker Quarterbacks, der gleichzeitig auch Head Coach des Teams ist - man hatte sich vom Etatmäßigen Quarterback relativ schnell getrennt, nachdem klar wurde, dass dieser die erwartete Leistung nicht erbringen konnte - und ein Sack der Defense für minus 12 Yards zwangen die Tigers erneut zum Punt. Göttingen arbeitete sich anschließend von der eigenen 41 Yard Linie mit insgesamt sechs Läufen über das gesamte Spielfeld in die Endzone und erhöhte auf 12:0. Dieser Touchdown führte zur ersten, aber nicht letzten, folgenschweren Aufregung im Spiel. Beim Lauf in die Endzone gerieten der Göttingern Woitschek und ein Spieler der Tigers derart aneinander, dass sich beide auch nach Abpfiff des Spielzuges tätlich angingen. Grund hierfür war der Tackle des Osnabrücker Spielers, bei dem dieser den Göttinger Woitschek "in den Schwitzkasten" nahm, wodurch Woitschek seinen Helm verlor. Beide Spieler wurden zur Strafe vom weiteren Spielgeschehen ausgeschlossen. Die anschließende Two-Point-Conversion missglückte erneut.

Eines weiteren Spielmachers beraubt, Viktor Löwen und Urgestein Martin Grimm waren beide beruflich verhindert, wurde das Spiel der Göttinger auf die Probe gestellt: So führte der anschließende Drive der Tigers mit sechs Pässen und einem langen Lauf in die Endzone der Generals. Damit verkürzte Osnabrück auf 12:6, die Two-Point-Conversion missglückte. Dies sollten dann aber auch die letzten Punkte für Osnabrück im Spiel bleiben. Eine Antwort der Generals ließ nicht lang auf sich warten. Nach mehreren starken Läufen durch die Göttinger Orest Oribko und Arjan van der Horst, lief Oribko zum Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion erledigte Oribko auch gleich selbst. Neuer Spielstand war dann zum gleichzeitigen Ende des ersten Spielviertels 20:6 für Göttingen.

Osnabrück musste sich anschließend nach einen Drive wieder vom Feld verabschieden. Der Göttinger Arjan van der Horst ließ keine Chance verstreichen und lief im vierten Versuch 29 Yards zum nächsten Touchdown. Die Two-Point-Conversion missglückte wieder. Somit stand es nun 26:6 für Göttingen. Osnabrück konnte anschließend zwar einen First-Down erzielen, musste sich dann aber im vierten Versuch wieder vom Ball trennen. Mit nur vier Spielzügen lief Göttingen anschließend zum Touchdown und passte sich zur erfolgreichen Two-Point-Conversion. Der Spielstand erhöhte sich so auf 34:6 für Göttingen. Vor der Pause hatte Osnabrück dann noch einmal die Chance, den Spielstand zu verkürzen, was jedoch nicht gelang. Da die Generals nach dem Gewinn des Münzwurfs die Wahl in die zweite Halbzeit verlegt hatten, empfingen diese nun den Ball. Der Kickoff der Tigers ging bis in die Endzone der Generals, sodass diese an der eigenen 25 Yard Linie starteten. Zwei kurze Läufe und ein langer Pass durch Oribko auf Neumann später stand es dann 40:6 für die Generals. Die Two-Point-Conversion verwandelte Oribko dann auch gleich. Neuer Spielstand war 42:6.

Es folge ein sehr langer Drive der Osnabrück Tigers, mit dem sie im dritten Viertel sehr viel Zeit von der Uhr nahmen und auch bis kurz vor die Endzone der Generals kamen, schlussendlich jedoch keine Punkte machen konnten. Im ersten Spielzug im vierten Viertel lief Arjan van der Horst spektakuläre 63 Yards zum nächsten Touchdown der Generals und erhöhte somit auf 48:6. Die anschließende Two-Point-Conversion verwandelte Christoph Robin Eichler zum 50:6 für Göttingen. Ab da war die Katze für Göttingen sogut wie im Sack: Osnabrück setzte sein wenig erfolgreiches Passspiel fort und belohnte die Göttinger mit ihrer zweiten Interception des Tages. Im unmittelbar darauffolgenden Spielzug der Göttinger lief Oribko erneut zum Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion fing der zwei Spielzüge vorher eingewechselte und erst mitten in der Saison zu den Göttingern gestoßene Rookie, Patrick Gosse. Der Spielstand erhöhte sich auf 58:6. Der anschießende Osnabrücker Drive endete wieder in einer Interception. Im anschließenden Göttinger Drive stand dann der im dritten Viertel eingewechselte Edwin Wohlfahrt für Oribko auf dem Platz. Dieser warf nach drei First Downs auf Christian Preuß zum 64:6 und erhöhte anschließend mit einem Lauf im Rahmen der Two-Point-Conversion selber zum Endstand von 66:6.

Schlüter - 30.07.2018

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