David Tepper bleibt auf Statue sitzen

Die riesige Jerry Richardson Statue bleibt am Stadion stehenDer Verkauf der Carolina Panthers samt Eigentum von Teameigentümer und Ex-Spieler Jerry Richardson an David Tepper ist abgeschlossen; der Vertrag enthielt eine Klausel, die für Verwunderung sorgte und der neue Owner gab in seiner ersten Pressekonferenz gleich Anlass zur Verwunderung.

David Tepper, ein milliardenschwerer Hedge Fund Manager und zuvor noch Teil der Minderheitseigentümer bei den Pittsburgh Steelers, hatte im Mai den Zuschlag bekommen und war von der NFL als neuer Eigentümer gebilligt worden. Jerry Richardson hatte im Dezember erklärt, dass er das Team verkaufen will, als Anschuldigungen vielfältiger Art gegen ihn bekannt wurden.

Ausgelöst wurde eine Untersuchung der NFL durch einen Artikel des US-Sportmagazins Sports Illustrated, in dem Richardson sexuelle Belästigung und rassistische Diskriminierung vorgeworfen worden waren. Nach Abschluss ihrer Ermittlungen hatte die NFL eine Geldstrafe in Höhe von 2,75 Millionen Dollar verhängt, die an karitative Zwecke gehen soll, die den Opfern derartiger Verhaltensweisen helfen.

Richardson hatte 1993 insgesamt 206 Millionen Dollar für das Recht, eine Franchise zu eröffnen, bezahlt. Mit seinem Verkauf geht der einzige Owner, der früher selbst in der NFL gespielt hatte (bei den Baltimore Coltes 1959/60).

Die Carolina Panthers wechseln jetzt für insgesamt 2,275 Milliarden Dollar den Besitzer, von denen Jerry Richardson alleine 1,1 Milliarden einstreicht. Der Vertrag enthielt zudem ein Detail, das im Rahmen der Antrittspressekonferenz von David Tepper bekannt wurde: Die samt Sockel mehr als fünf Meter hohe Statue von Jerry Richardson am Nordeingang des Stadions muss dort stehen bleiben.

Die Statue des Künstlers Todd Andrews war vor zwei Jahren zum 80. Geburtstag Richardsons enthüllt worden; damals hieß es, dass Richardson sie nicht in Auftrag gegeben hatte, sondern "überrascht" worden wäre. Jetzt ließ er sich jedoch festschreiben, dass sie nicht abgebaut wird, was Tepper auf der Pressekonferenz sichtlich unangenehm war.

Die Statue bleibt als Vermächtnis des Verkäufers und diese Klausel darf durchaus als Mittelfinger an Stadt, Fans und nicht zuletzt die NFL verstanden werden, die ihn vermutlich zum Verkauf seiner Franchise, die er gerne als sein Lebenswerk bezeichnet hatte, gedrängt hatte.

Eine Entschuldigung an die vornehmlich Frauen, die durch seine Verhaltensweisen geschädigt wurden, suchte man nämlich vergeblich, seit die Vorwürfe bekannt geworden waren.

Tepper erklärte dann gleich, dass er das ein oder andere künftig anders handhaben wird als sein Vorgänger: "Es wird keine Verschwiegenheitserklärungen bei mir geben. Wenn ich etwas unglaublich Dummes mache, dann sollen die Leute ruhig darüber reden. Ich möchte ein offenes Miteinander haben, wo sich alle wie in einer Familie fühlen."

Darüber hinaus äußerte er, dass man überlege, die Trainingsspielfelder, die aktuell noch neben dem Stadion liegen, womöglich andernorts neu bauen würde; zum einen schaffe man so Platz für (hochpreisige und hoch rentable) Erweiterungen am Stadion und zum anderen bringe man die Einrichtungen wieder auf den neuesten Stand. Hier wäre man hinter andere Franchises zurückgefallen.

Für Verwunderung sorgte er, als er im Zusammenhang mit den Meldungen über fallende TV-Einschaltquoten erklärte, dass dies mit der Legalisierung von Sportwetten – ein Thema, das er vorher schon angesprochen hatte, weil deswegen Fans im Stadion fehlen könnten – zusammenhängen würde.

Eine Sichtweise, die er wohl nahezu exklusiv hat, aber das kann man einem Teamowner durchaus zugestehen.

Dafür nimmt ihm die Jerry Richardson Statue niemand mehr. Gewollt oder ungewollt.


Carsten Keller - 12.07.2018

Die riesige Jerry Richardson Statue bleibt am Stadion stehen

Die riesige Jerry Richardson Statue bleibt am Stadion stehen (© Carsten Keller)

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