Burghausen in letzter Sekunde

Luis Hanssler (Passau Pirates) holte vier Touchdowns - doch es reichte wieder nicht zum Sieg für Passau.Im Ostbayernderby am vergangenen Sonntag ging es für beide Teams schon um viel. Die Burghausen Crusaders konnten mit einem Sieg bereits (fast) vorzeitig den Klassenerhalt feiern, während die Passau Pirates mit einem Sieg das Abstiegsgespenst, zumindest vorerst, verscheuchen wollten. Logischerweise konnte nur ein Wunsch in Erfüllung gehen. Mit 48:45 setzten sich hauchdünn die Gastgeber durch und können nun mit einer 4-3-Bilanz relativ optimistisch in die Zukunft schauen

Die Mannschaft von Coach Andrew Griffin steht dagegen nun endgültig im Abstiegskampf. Gemeinsam mit den Neu-Ulm Spartans steht Passau sieglos am Tabellenende. Die beiden Spiele gegen die Mannschaft von Daniel Koch werden wohl über den Absteiger aus der Regionalliga entscheiden. Keine Zeit also für die Pirates, den bisher verpassten Chancen nachzutrauern. Bereits am nächsten Samstag muss gegen die Spartans nun der erste Sieg her.

Dass die Kreuzritter vor der Kulisse der längsten Burg Europas sich nach der knappen 47:42-Niederlage im Hinspiel auch auf heimischen Boden keine Blöße geben wollten, wurde bereits im ersten regulären Spielzug deutlich. Mit dem ersten Ballbesitz gingen die Hausherren gleich tief und erzielten den ersten Touchdown des Nachmittags. Bei den Pirates hingegen stotterte der sonst so zuverlässig laufende Offense-Motor. Nach Touchback beim Kickoff musste sich die Offense nach nur drei Versuchen wieder vom Angriffsrecht verabschieden. Nach dem Punt standen die Crusaders aber dennoch tief in der Hälfte der Dreiflüssestädter. Diese Chance ließ sich die Mannschaft von Head Coach Andreas Englbrecht nicht entgehen und erhöhte per Lauftouchdown auf 14:0. Erst im nächsten Drive fand Passaus Quarterback Andrew Griffin seine enteilte Lieblingsanspielstation Luis Hanssler für einen 80-Yard-Touchdown-Pass. Luca Barthmann verkürzte mit dem Extrapunkt auf 7:14 aus Sicht der Piraten.

Die folgende Angriffsserie der Oberbayern stoppte Passaus Safety Florian Schneider, der einen Pass von Scott Doherty abfing und bis an die eigene 45 zurücktragen konnte. Mit Läufen von QB Griffin selbst und Pässen auf Luis Hanssler und Sebastian Krauss arbeiteten sich die Pirates bis in die Red Zone der Crusaders vor. Dort verloren sie aber bei einsetzendem Hagel den Ball und die Kreuzritter eroberten das Angriffsrecht zurück. So blieb es nach dem ersten Viertel bei der knappen Burghauser Führung.

Diese bauten die Hausherren aber dank ihres Laufspiels bereits zu Beginn des zweiten Viertels weiter aus. Immer wieder erliefen die Crusaders neue First Downs und am Ende auch in die Passauer Endzone. 20:6. Ein guter Kickoffreturn von Luis Hanssler bereitete den Gegenschlag vor. Wieder war es dann der ehemalige Zehnkämpfer selbst, der einen langen Pass von Griffin fangen und bis in die Endzone tragen konnte. Auch wegen der mittlerweile schwierigen Platzverhältnisse setzten die Kreuzritter nun wieder auf ihr Laufspiel. Passaus Defense um Thomas Ochmann konnte zwar gut dagegen halten, aber in den entscheidenden Situationen gelang es Burghausen immer die notwendigen Yards zu machen. Mit einem First and Goal an der 1-Yard-Linie waren dann die nächsten Punkte besiegelt. Die kamen dann aber überraschender Weise durch die Luft mit einem schnellen Screenpass nach außen. Kurz vor der Halbzeitpause schlugen die Pirates nochmal zurück. Eine Roughing the Passer Strafe brachte die Dreiflüssestädter bei ausgelaufener Uhr noch in Field Goal-Distanz. Gewohnt sicher verwandelte Luca Barthmann den Kick zum 27:17 Halbzeitstand.

Der große Respekt vor Passaus Angriffsmaschinerie wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich. Mit einem Onsidekick versuchte Burghausen das Angriffsrecht gar nicht erst abzugeben. Eine weitere 15 Yardstrafe brachte die Pirates gleich in die Hälfte der Gastgeber. Doch gleich im ersten Versuch gelang es den Crusaders Passaus Quarterback zu intercepten und so blieb die Chance ungenutzt. Nach einem 50-Yard-Pass standen die Mannen von Coach Englbrecht schon wieder in Passaus Red Zone. Nach Touchdown-Pass und 2-Punkt Conversion war die Ausbeute diesmal 8 Punkte. Mit einem 18 Punkte Rückstand waren die Pirates nun richtig gefordert und standen bereits mit dem Rücken zur Wand. Nach einer Strafe beim Kickoff mussten sie sich sogar von der eigenen 8 nach vorne kämpfen. Und bei dem Druck, den jetzt auch die Burghauser Defense aufbaute, war es ein Kampf um jeden Zentimeter.

Über einen ausgespielten vierten Versuch gelang es Andrew Griffin aber, sich aus der Umklammerung zu befreien. Gleich darauf blies der Spielmacher mit einem 65 Yard Touchdown-Pass auf Sebastian Krauss zur Attacke. Ein eroberter Fumble eröffnete den Pirates wenig später die nächste Chance. Wieder war die Anspielstation Sebastian Krauss, doch der verlor den Ball noch vor der Endzone. Das freie Leder schnappte sich aber Luis Hanssler und trug es für die nächsten 6 Punkte in die Endzone. Mit einem 2 Punkt Extraversuch über Thomas Ochmann verkürzten die Freibeuter auf 35:32 und waren wieder dran. Jetzt war auch Passaus Verteidigung hellwach und schickte den Burghauser Angriff nach nur drei Versuchen wieder vom Feld. Bereits in der Burghauser Hälfte gestartet spielte Andrew Griffin Hanssler diesmal wieder direkt an. Touchdown Pirates und mit dem Extrapunkt die 39:35 Führung.

Das letzte Viertel musste in diesem erneuten Krimi also die Entscheidung bringen. Und beide Teams kämpften nun mit offenem Visier. Als Burghausen knapp in der Passauer Hälfte beim Ausspielen des vierten Versuchs scheiterte, hatten die Pirates die besseren Karten in der Hand. Doch Griffins zweite Interception des Nachmittags ließ diese Chance ungenutzt. Burghausen konterte wieder mit konsequentem Lauf und holte sich mit dem Zwischenstand von 42:29 die Führung zurück. Wieder versuchten es die Kreuzritter mit dem Onsidekick, doch wieder hatten am Ende die Passauer den Ball. Und wieder folgte der Führungswechsel. Pass von Griffin auf Krauss, Extrapunkt geblockt, 45:42 für die Pirates und noch gut 3 Minuten auf der Uhr. Burghausen wollte nun nicht zu schnell punkten und setzte wieder auf den Lauf. Mit geschicktem Zeitmanagement gelang es Coach Englbrecht mit den letzten Sekunden den siegbringenden Touchdown zu erzielen. Wieder hatten die Pirates aufopferungsvoll gekämpft, aber am Ende den Sieg knapp verfehlt.

Wittig - 18.06.2018

Luis Hanssler (Passau Pirates) holte vier Touchdowns - doch es reichte wieder nicht zum Sieg für Passau.

Luis Hanssler (Passau Pirates) holte vier Touchdowns - doch es reichte wieder nicht zum Sieg für Passau. (© PP/Markus Steiner)

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