CEFL-Titel souveräne Raiders-Beute

An #24 Fabian Seeber (Tirol Raiders) gab es kein Vorbeikommen.Knapp 4.000 Fans wollten in Innsbruck das CEFL-Finale zwischen den Swarco Raiders Tirol und den Koc Rams aus Istanbul sehen. Erwartungsgenäß ging der Titel mit 49:20 an den hohen Favoriten aus Österreich. Schon zur Halbzeit hatten sich die Gastgeber einen beruhigenden 28:14-Vorsprung herausgearbeitet und kamen danach nicht mehr in Bedrängnis. Den Rams muss man jedoch bescheinigen, dass sie mit dieser Leistung durchaus zur erweiterten europäischen Spitze zu zählen sind, auch wenn bis zu dem Leistungsvermögen der Topteams durchaus noch eine deutliche Lücke klafft.

Raiders Head Coach Shuan Fatah freute sich am Samstag Abend über den verdienten Sieg: "Die Rams haben sehr intelligent gespielt, aber wir haben zum Glück bei fast jedem Drive gescort und genau das macht den Unterschied am Ende des Tages. Mit dem Einzug ins Superfinale haben wir ein großes Saisonziel erreicht und jetzt kommt der nächste Schritt." Gegner werden dort Copenhagen Towers aus Dänemark sein, die überraschend die enttäuschenden Carlstad Crusaders aus Schweden mit 44:43 schlugen und sich damit ihr Finalticket sicherten.

Die Raiders starteten mit der Offense und einem schnellen Touchdown durch Sandro Platzgummer. Auch die Gäste aus der Türkei ließen sich nicht lange bitten. An der eigenen 2-Yard-Linie zündete Running Back Ja Vontae Hence den Turbo und sprintete 98 Yards in die Endzone. Die Raiders hielten ihr Offense-Tempo indem sie fast in jedem Drive punkten konnten. Quarterback Sean Shelton hatte Zeit und verteilte den Ball an seine Receiver und Running Backs. Sandro Platzgummer ließ seinem ersten Touchdown im Laufe des Spiels noch weitere drei folgen. Dazu kam Wide-Receiver Fabian Abfalter, der nach seiner Verletzung zum ersten Mal wieder spielen konnte, so richtig in Fahrt. Die folgenden drei Touchdowns der Swarco Raiders Tirol gingen auf sein Konto. "Es war ein super Spiel heute. Es war ein tolles Gefühl wieder am Feld zu stehen, darauf habe ich lange gewartet. Dass es dann gleich so einschlägt, ist unglaublich", zeigte sich Abfalter überglücklich.

Die Raiders Defense stellten sich nach dem ersten Touchdown der Koc Rams immer besser auf die Gegner ein und ließen den Türken nicht viele Chancen durchzukommen. Die Tiroler Offensive ließ sich hingegen nicht aufhalten. Fabian Abfalter mit drei und Sandro Platzgummer sogar mit vier Touchdowns teilten sich die Punkte untereinander auf. Selbst der gegen Ende einsetzende Starkregen war keine Hürde für die Spieler. Der Rasen wurde tief und das Ei rutschig. Trotzdem ließ es sich Sandro Platzgummer nicht nehmen, einen Punt-Return zu fangen und den Ball für 34 Yards in die Endzone zu bringen. Die Koc Rams erzielten durch Hence, David Whipple und Kaan Özer ihre Punkte. Der letzte PAT wurde geblockt.

Durch die vielen schnellen Touchdowns der eigenen Offense hatte die Tiroler Defense kaum Zeit zu verschnaufen, machte ihren Job aber trotzdem gut und setzte die gegnerische Offense meist stark unter Druck. Fabian Seeber war praktisch bei jedem Tackle mittendrin statt nur dabei. Folgerichtig wurde er zum MVP des CEFL Finales gewählt. "Es ist eine besondere Ehre diese Auszeichnung zu bekommen. Als Defense Spieler ist es immer eine Repräsentation der ganzen Defense. Wir arbeiten zusammen und schauen, dass wir Big Plays machen und das ist uns heute gelungen", freut sich Seeber über den Titel.

Wittig - 10.06.2018

An #24 Fabian Seeber (Tirol Raiders) gab es kein Vorbeikommen.

An #24 Fabian Seeber (Tirol Raiders) gab es kein Vorbeikommen. (© TR/Markus Stieg)

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