Last-Minute Sieg am Genfersee

Letzten Sonntag reisten die Thun Tigers zu den Lucaf Owls nach Lausanne. Die lange Fahrt an den Genfersee schien den Spielern nicht gut bekommen zu sein. Zur Pause lagen die deutlich favorisierten Thuner klar zurück, konnten sich aber in der zweiten Halbzeit steigern und so am Ende doch noch jubeln. Hauchdünn konnte man nach einem fulminanten Comeback mit 28:27 den Sieg vom Genfersee mitnehmen.

Die Defense der Tigers konnte zwar den ersten Angriffsversuch der Gastgeber erfolgreich stoppen, doch die Offense war noch nicht im Spiel angekommen und musste ohne First-Down ebenfalls punten. Nun zeigten die Lausanner einen guten Drive und konnten mit einem Pass den ersten Touchdown erzielen (lucaf 7:0 TT; PAT good). Trotz eines guten Returns von Angelo Valentino bis in die Platzhälfte, mussten die Thuner den Ball wieder ohne ein First-Down punten. Beim anschliessenden Drive der Owls wurden bereits das erste Mal die Seiten gewechselt. Die Tigers Defense kämpfte weiter hart. Rolf Zybach gelang sogar beinahe eine Interception, doch die Lausanner konnten bis tief in die Red Zone der Tigers vordringen. Hier war aber Schluss, als sie bei einem ausgespielten vierten Versuch scheiterten.

Doch war beim Angriff der Oberländer weiterhin der Wurm drin. So kam es beim zweiten Spielzug zu einer Interception und die Gastgeber damit mit hervorragender Feldposition in Ballbesitz. Das Glück war den Eulen weiterhin hold. Ein Pass in die Endzone wurde vom ersten Spieler getippt und sein dahinterstehender Teamkollege konnte den Ball zum Touchdown fangen (lucaf 15:00 TT; 2-Point good). Die Tigers konnten nun erstmals den Ball bewegen und drangen bis in die gegnerische Platzhälfte vor. Dort war allerdings bereits wieder Schluss, so dass die Romands kurz vor der Pause erneut in Ballbesitz kamen. Beim letzten Spielzug vor der Pause wurde ein Pass als vollständig gewertet, obschon der Ball vom Boden in die Hände des Receivers sprang und so konnten die die Lausanner mit auslaufender Uhr einen weiteren Touchdown erzielen (lucaf 21:00 TT; 2-Point no good).

In der zweiten Halbzeit kam der Oberland-Express endlich ins Rollen. Die Offense zeigte zu Beginn einen schönen Drive und schloss diesen mit einem 30-Yard Pass auf Adrian Jüsy zum Touchdown ab (lucaf 21:07 TT; PAT good). Die Defense der Tigers trat nun dominant auf und konnte gar einen Fumble erobern. Die Schiedsrichter bremsten allerdings die Euphorie. Sie werteten den Spielzug als beendet, bevor der Ball freigeschlagen wurde und so blieben die Owls in Ballbesitz, waren allerdings zu einem Punt gezwungen. Nachdem beide Teams noch einmal punten mussten, kamen die Tigers an der eigenen 20-Yard Linie in Ballbesitz. Bereits beim zweiten Spielzug fand Nicolas Leibundgut mit einem Pass seien Receiver Angelo Valentino, welcher den Ball anschliessen über 70 Yards in die gegnerische Endzone trug (lucaf 21:14 TT; PAT good). Zu Beginn des letzten Viertels zeigten die Romands ein letztes Lebenszeichen und konnten ihrerseits ebenfalls mit einem langen Touchdown-Pass die Führung wieder ausbauen. Allerdings gelang es Patrick Schmid, den Zusatzpunkt zu blocken (lucaf 27:14 TT; PAT blocked).

Die Tigers starteten nach einem guten Return in der Platzmitte und benötigten diesmal nur einen Spielzug, um erneut zu punkten. Wieder war es ein tiefer Pass auf Adrian Jüsy, welcher zum Touchdown führte (lucaf 27:21 TT; PAT good). Die Lausanner hätten nun den Sack zu machen können, scheiterten allerdings erneut an der starken Defense der Thuner. Zumindest konnten sie mit einem Punt an die 5-Yard-Linie der Tigers nochmals ordentlich Druck auf die Offense der Oberländer ausüben. Diese zeigte sich davon zum Glück unbeeindruckt. Mit einer guten Kombination aus Lauf- und Passspielzügen konnte kontinuierlich Raumgewinn erzielt werden, ohne dabei die Zeit aus den Augen zu verlieren. Trotz eines Sacks und einer 10-Yard Strafe gegen die Tigers kurz vor Schluss konnte der Drive per Pass auf Adrian Jüsy mit auslaufender Uhr zum Touchdown abgeschlossen werden. Damit hatten die Tigers ausgeglichen und es blieb der spielentscheidende Zusatzversuch. Renato Romang behielt die Nerven und kickte den Ball schnörkellos zwischen die Pfosten – 27:28 Sieg für die Tigers!

Ein solches Spiel erlebt man nicht allzu oft. Trotzdem, dass die Tigers nicht eine Sekunde in Führung waren, konnten sie als Sieger vom Platz gehen. Doch auch wenn dieser Sieg vielen Spielern positiv in Erinnerung bleiben wird, hinterlässt es auch einen etwas faden Nachgeschmack. So stellt sich eindeutig die Frage, warum die Tigers nicht konstant ihre Leistung abrufen können. Im Hinblick auf die beiden letzten Spiele der Saison muss daran sicherlich noch gearbeitet werden. Ob es beim letzten Heimspiel gegen die St. Gallen Bears am kommenden Sonntag besser läuft, wird sich zeigen.

Wittig - 30.05.2018

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