Da war sehr viel mehr drin

Die Berlin Thunderbirds unterliegen den Cottbus Crayfish nach großem Kampf mit 3:13 und rutschen, nach Minuspunkten gesehen, auf den letzten Tabellenplatz der Regionalliga Ost ab.

Es war ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel, dass die nur wenigen Zuschauer am Samstagnachmittag im Stadion Britz Süd sahen. Die hochsommerlichen Temperaturen sorgten zwar verständlicherweise für einen etwas langsameren Spielablauf. Dieser nahm der Partie aber zu keinem Zeitpunkt ihre Spannung.

Diese entstand dadurch, dass die Lausitzer nie an ihre im Hinspiel gezeigte Leistung anknüpfen konnten. Weiterhin ohne ihren amerikanischen Quarterback Ryan Pahos antretend, konnte die Offense der Crayfish mit QB Pascal Schaar erneut nicht überzeugen. Auch die Defense der Gäste konnte froh sein, dass die Südberliner lediglich eine, mit vielen Footballneulingen gespickte, Rumpftruppe aufboten. Diese war natürlich nicht in der Lage, die vielen sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.

So werden es die Spieler der Thunderbirds im Nachhinein sicher ein wenig bedauern, die zwar unerwarteten, aber durchaus möglichen Punkte gegen den Abstieg nicht geholt zu haben. Der Head Coach der zweiten Mannschaft der Berlin Rebels Volker Hertzberg, der sicher keine neuen Erkenntnisse sammeln konnte, wird froh sein, dass das Team von Head Coach Martin Lutzke in der Tabelle weiter hinter seinem bleibt. Dieser kommentierte seine Sicht der Dinge wie folgt: "Die Cottbusser haben nicht mehr gemacht als nötig um zu gewinnen ... mit den Importen wäre es ein Resultat wie im Hinspiel geworden. Aber gut, alle haben ja mit Ausfällen zu kämpfen und so konnten wir einige Rookies einsetzen, die ihre Sache auch gut gemacht haben."

Lutzkes zweiter Aussage kann man in vollem Umfang zustimmen, die erste entspricht nicht dem auf dem Spielfeld gezeigten. Die Crayfish kontrollierten zu keinem Zeitpunkt das Spiel. Deren Import-RB Byron Jackson, der, aus nächster Nähe gesehen, einen angeschlagenen Eindruck machte, bekam nur wenige Spielzüge und diese zum größten Teil immer dann, wenn seine Coaches dann doch auf "Nummer Sicher" gehen wollten.

Bereits im ersten Drive der Gäste, der letztendlich aber noch ohne Punkte endete, hatten diese sehr viel Glück, als ihr Punt von einem Spieler der Thunderbirds berührt wurde und zu einem neuen ersten Versuch führte. Die Defense der Hausherren war von Beginn an hellwach, insbesondere mit dem Pass Rush hatte die O-Line der Lausitzer etliche Probleme. Mehrere QB-Sacks waren das Ergebnis sehr guter Defensearbeit der Südberliner, die auch hier ohne einige Stammkräfte auskommen mussten.

Deren Angriff packte im ersten Gegenzug bereits den von Lutzke sehr geliebten und gern gespielten Punt im dritten Versuch aus und nagelte somit die Crayfish kurz vor deren eigener Endzone fest. Aus dieser misslichen Situation konnten die sich zwar befreien, aber weiter als bis zur 30-Yard-Linie ihrer Gegner kam der Gästeangriff auch im erneut ausgespielten vierten Versuch nicht.

Der Rookie-QB der Thunderbirds machte auch bei seinem zweiten vollständigen Einsatz ein bemerkenswertes Spiel. Vor allem im Lauf zeigte er wieder, wo seine Stärke liegt. Bei seinen Pässen mussten die wenigen Fans des Aufsteigers öfter mal den Atem anhalten.

Begünstigt durch einen tiefen Block der Hausherren kamen die Gäste Mitte des zweiten Spielabschnitts zu ihrem ersten Touchdown. Jackson, nach kurzem Pass und anschließendem Lauf über knapp 30 Yards, besorgte das 6:0, Kicker Ronny Goldhammer legte noch einen Punkt obendrauf.

Die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt und bewegten den Ball bis in die Red Zone der Cottbuser. Gordon Guido Gerhardts Field Goal aus 36-Yards bedeutete das 3:7 aus Sicht der Hausherren. Zwei Interceptions, eine auf jeder Seite, beendeten die erste Halbzeit.

Cottbus eröffnete den dritten Spielabschnitt mit einem die Thunderbirds überraschenden Onsidekick und brachte sich somit in Ballbesitz. Und etwas durcheinander ging es kurz danach auch weiter. Einem Cottbuser Fumble, der von den eigenen Farben gesichert wurde, folgte ein Snap Fumble und ein Punt, dessen Return durch zurückdrängen fast noch zu einem Safety führte. Jackson bewegte den Ball dank eines Abprallers anschließend aus dem gefährlichen Bereich und ein Griff in ein Cottbuser Gesichtsgitter sorgte für weiteren Raumgewinn des Tabellenzweiten.

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts kamen die Thunderbirds nach erneutem QB-Sack und anschließendem Punt der Crayfish zum vorletzten Mal mit ihrer Offense auf das Spielfeld. An der eigenen 40-Yard-Linie war dann Endstation. Den Drive, mit dem die Lausitzer dann den Sack zu machten, bestritten Schaar und Jackson mit Ball in der Hand dann quasi allein. Jackson hatte nach seinem zweiten TD (PAT rechts vorbei) dann keine Luft mehr, kein Wunder bei der Hitze im Stadion Britz Süd.

Die letzten vier Versuche der Thunderbirds wurden gestoppt, es blieb beim 3:13 aus Sicht der Gastgeber. Diese haben nun ein Wochenende spielfrei, dann steht das erste Spiel gegen den Tabellennachbarn Leipzig Lions an.

Thomas Sellmann - 28.05.2018

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