Wieder zu Null gewonnen

# 21 RB David McCants (New Yorker Lions)Knapp 2.700 Fans sahen bei hochsommerlichen Temperaturen im Braunschweiger Eintracht-Stadion einen erneuten deutlichen 39:0 Sieg der New Yorker Lions, die damit bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit, ihren Gegner ohne eigene Punkte vom Platz schickten.

Das Resultat der Partie hätte dabei sogar noch wesentlich deutlicher Ausfallen können, hätten da nicht diverse Strafen und Unkonzentriertheiten, den Lions einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Löwen begannen die Partie mit dem Kickoff durch Tom van Duijn und einer Verteidigung, die trotz dem Fehlen einiger wichtiger Stammspieler, umgehend den Angriff der Hamburg Huskies um deren Quarterback Quentin Williams, unter Druck setzte. Dieser aggressive, aber auch überlegte Verteidigungsstil der New Yorker Lions sollte sich das gesamte Spiel über fortsetzen und dazu führen, das die Hanseaten es nicht einmal schafften, weiter als bis an die 45 Yard Linie der Hausherren voran zukommen.

Nachdem ersten Punt der Huskies betrat der Angriff der Löwen um Spielmacher Jadrian Clark das Spiel und eröffnete umgehend den Drive mit einem langen Passversuch von Clark auf den Rückkehrer ins Lions Trikot, Wide Receiver Anthony Dablé-Wolf. Leider konnte der französische Ballfänger den Ball nicht festhalten und so mussten die Braunschweiger Fans sich noch zwei weitere Spielzüge gedulden, ehe der Publikumsliebling den ersten Ball nach seiner Rückkehr, für einen neuen ersten Versuch fangen konnte. Weitere sechs Spielzüge später bediente Jadrian Clark seinen polnischen Ballfänger Patryck Matkowski über sechs Yards zur 7:0 Führung der Gastgeber.

Doch damit nicht genug. Beim folgenden Kickoff Return verlor Hamburgs Linebacker Michael Taylor den Ball, welcher umgehend von Simon Bohlmann zu Gunsten der New Yorker Lions, an der 18 Yard Linie der Huskies gesichert werden konnte. Weitere drei Spielzüge später war der Moment dann gekommen und Anthony Dablé-Wolf erzielte nach drei Jahren erstmalig wieder einen Touchdown zum 13:0 für die Löwen, nach 8 Yard Pass von Jadrian Clark. Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Spielviertel.
Die Defense der New Yorker Lions zwang die Hamburger weiterhin kontinuierlich, nach nur wenigen Spielzügen, per Punt das Angriffsrecht wieder abzugeben.

Auf Seiten des Angriffs der Braunschweiger lief es nun etwas holpriger an. Zwar machte man weiterhin durch Pässe von Clark auf Bollmann und Dablé-Wolf, sowie Läufe von Lennies McFerren und David McCants Raumgewinn, aber ein weiterer Touchdown blieb vorerst aus. Punkte gab es aber trotzdem und das in Person von Kicker Tobias Goebel, der mit einem 30-Yard-Field-Goal die Führung für die Lions auf 16:0 ausbaute und gleichzeitig damit als erst dritter Spieler in der über 30-jährigen Geschichte des deutschen Rekordmeisters, die 800 Punkte Marke knackte. Vor ihm hatten das bisher nur Matt Riazzi (854) und Kelvin Love (930) geschafft.

Kurz vor der Halbzeitpause war es dann zum zweiten Mal an diesem Spieltag die Kombination Jadrian Clark auf Patryck Matkowski, die den Spielstand auf 23:0 erhöhte. Vorausgegangen war ein Angriffsdrive der Gäste, in dem erst Linebacker Jakob Schridde mit einem Tackle für Raumverlust gegen Hamburgs Running Back Colby Goodwyn und dann Linebacker Anthony Darkangelo mit einem Sack gegen Quentin Williams, für die entscheidenden Aktionen sorgten.

Nach der Pause setzte sich das Bild aus dem zweiten Spielabschnitt fort. Die Hamburg Huskies rannten vergeblich gegen das Braunschweiger Abwehrbollwerk an und der Angriff der Löwen beschränkte sich auf das Notwendigste, machte sich aber auch immer mehr durch unnötige Strafen das Leben selbst schwer.
So verging nahezu über die Hälfte des dritten Quarter, ehe Jadrian Clark abermals den späteren Game-MVP Patryck Matkowski, dieses Mal mit einem 11 Yard Pass zum 30:0, in der Endzone der Huskies fand. Vorangegangen war eine Schrecksekunde für die New Yorker Lions. Bei einer normalen Route verletzte sich der erst Anfang der Woche nach Braunschweig zurückkehrte Anthony Dablé-Wolf am rechten Fuß und musste verletzungsbedingt für den Rest des Spiels von der Bank aus zuschauen. Um welche Art von Verletzung es sich handelt und wie lange der französische Receiver ggf. ausfallen wird, werden die anstehende Untersuchungen zeigen. Der folgende Drive der Huskies startete gut und führte diese bis über die Mittelinie in die Hälfte der Hausherren. Doch dort hatten sie zum einen nicht mit Jakob Schridde gerechnet, der mit einem weiteren Sack seinem Namen als Quarterbackjäger alle Ehren machte und mit Passverteidiger Tissi Robinson, der eine Passversuch des Hamburger Spielmachers abfangen und dieses bis tief in die Hälfte der Huskies zurücktragen konnte. Punkte resultierten aus der tollen Defenseleistung keine, aber mit Tom van Duijn übernahm ein anderer Quarterback das Kommando im Angriff der Löwen.
Im vierten und letzten Spielabschnitt war es dann erneut die Defense der Lions, die von sich reden in Person von Gabriel Kalus machte. Der Defensive Back fing einen Pass des mittlerweile als Quarterback spielenden Moritz Maack ab und brachte den Ball bis an die drei Yard Linie der Hamburger zurück.
Die New Yorker Lions, nun unter der Führung von Mike Friese auf der Quarterback Position, erhöhten abermals die Führung durch ein 20-Yard-Field-Goal von Tobias Goebel auf 33:0.

Den Schlusspunkt des Spiels setzte Braunschweigs Wide Receiver Paul Bogdann, der mit einem
48 Yard Touchdown, nach Pass von Mike Friese, den 39:0 Endstand herstellte. Vorausgegangen war ein weitere Stopp und Punt des Angriffs der Hamburg Huskies. Damit haben die New Yorker Lions um Head Coach Troy Tomlin nun bis zum 17. Juni in der GFL Pause, wo es dann im heimischen Eintracht-Stadion, gegen die Mannschaft der Berlin Rebels (Kickoff 13 Uhr, PreGame Party ab 11 Uhr) geht.
Davor steht noch der Eurobowl XXXII am 9. Juni und die mögliche vierte Titelverteidigung in Folge, gegen die Mannschaft der Samsung Frankfurt Universe auf dem Plan.

Schlüter - 27.05.2018

# 21 RB David McCants (New Yorker Lions)

# 21 RB David McCants (New Yorker Lions) (© Zelter Media Service)

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