Eiskalt erwischt

DB Jamaal White (Nr. 33, Berlin Rebels) vs. WR Max Zimmermann (Nr. 17, Potsdam Royals) Die Potsdam Royals besiegen die Berlin Rebels auswärts mit 31:20 und fügen den Charlottenburgern die erste Saisonniederlage zu.

Lokalderbys haben bekanntlich immer ihren eigenen Charakter. Das, wie meistens, sonnenüberflutete Stadion Wilmersdorf war mit 1283 Besuchern sehr gut besucht und man war gespannt darauf, wie die Potsdam Royals ihre schmerzliche Heimniederlage gegen die Cologne Crocodiles verkraftet haben und ob die Rebels sich in der oberen Tabellenhälfte würden festsetzen können.

Um es vorwegzunehmen, die Gäste waren zu jeder Zeit motiviert bis in die Haarspitzen, den Hausherren fehlte über das gesamte Spiel irgendwo der Biss. Wann immer man für die Mannschaft von Head Coach Kim Kuci einen Vorteil ausmachen konnte, verwandelte sich dieser wegen irgendeines Fehlers sofort ins Gegenteil.

Eines muss man den Trainern des Aufsteigers attestieren: Sie erkannten blitzschnell die Schwachstellen der Hauptstädter und nutzten diese gnadenlos. Devise des Offensivspiels des Gastteams war es, den Ball weit weg von Rebels Defensive Back Jamaal White zu halten. Diese Rechnung ging voll auf, Whites Teamkamerad auf der anderen Seite des Feldes DB Gino Chongo war mehrfach überfordert, ganz gleich, welchen Wide Receiver er vor sich hatte.

Im Eröffnungsdrive der Royals bewegten Quarterback Austin Gahafer und Running Back Tyvis Smith den Ball bis in die Red Zone der Gastgeber und der zweite Pass auf WR Frederik Myrup Nielsen führte nach acht Yards zu den ersten Punkten für die Königlichen. Einziger Wermutstropfen: Potsdams Kicker erwischte keinen guten Tag, Patrick Felber verwandelte lediglich einen PAT. Die übrigen Drives des ersten Spielabschnitts endeten jeweils mit Punts.

Warum die schwarz-silbernen, ob der bekannten Anfälligkeit der Brandenburger bei tiefen Pässen, es viel zu selten durch die Luft versuchten, mag im Fehlen von WR Alexander Tounkara Kone begründet sein. Stattdessen bekleidete RB Sean Richard des öfteren diese Position und das erfolgreich. Folgerichtig erzielte dieser auch zu Beginn des zweiten Viertels den Ausgleich nach Pass über 32 Yards von QB Terrell Robinson. Kicker Phillip Friis Andersen legte einen Punkt zur zwischenzeitlichen Führung zum 07:06 nach.

Dieses zweite Viertel war überaus turbulent. Den von White forcierten Potsdamer Fumble konnten die Rebels nicht zu Punkten nutzen und die Royals sich nach Andersens Punt nicht aus der Red Zone befreien. Deren Punt aus der eigenen Endzone berührte ein Spieler des Receiving Teams. Somit behielten die Gäste ihr Angriffsrecht, mussten sich aber kurz danach von diesem verabschieden. Chongo stand goldrichtig, fing eine Interception und bereitete Andersens 42-Yard-Field-Goal zum 10:07 vor. Im Gegenzug glänzte Nielsen mit einem 52-Yard-Catch, bei dem er von DB Philip Stegemann, gerade so an der 24-Yard-Linie zu Boden gebracht werden konnte. Gahafers anschließender Pass von dieser Stelle aus wurde von WR Max Zimmermann in der Endzone der Rebels aus der Luft gepflückt. Da auch der erste Versuch einer Conversion von David Saul missglückte, blieb es beim Zwischenstand von 12:07 aus Sicht der Gäste. Zwei Pässe Robinsons auf WR Jason Harris beförderten den Ball in die Red Zone der Gäste, ein QB-Sack und eine Spielverzögerung später fanden sich die Gastgeber an der 35-Yard-Linie ihres Kontrahenten wieder. Anderson ließ sich davon nicht beeindrucken und ließ mit dem Field-Goal-Versuch aus 52 Yards die Führung erneut wechseln zum Halbzeitstand von 13:12 für die Rebels.

Diese waren zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst in Ballbesitz und versuchten, mit Läufen und kurzen Pässen in Scoring Position zu kommen. Durch individuelle Fehler ging es aber 20 Yards rückwärts und der Punt erreichte gerade so die Mittellinie. WR Paul Zimmermanns Catches führten zu zwei neuen First Downs für die in rot gekleideten Gäste, Davis brachte den Ball bis an die Red Zone der Charlottenburger. Nielsen mit seinem zweiten Punkterfolg, diesmal nach Catch für 22 Yards, bedeutete das zwischenzeitliche 13:18. Bereits zwei Spielzüge später stand es 19:18. Smith für 13 Yards und Richard für 50 Yards als RB über die linke Außenbahn, ließen die Laufverteidigung der Royals nicht gut aussehen. Warum Kuci anschließend nur zum PAT aufstellen ließ, ist nicht nachzuvollziehen. Der 20. Punkt war der letzte, den die Rebels am Samstagnachmittag erzielten.

Der nächste tiefe Pass Gahafers auf Max Zimmermann über 45 Yards sorgte für den letzten Führungswechsel und brachte Vogts Team somit auf die Siegerstraße. Im Schlussabschnitt ließ Nielsen mit einem 25-Yard-TD seinen dritten Streich folgen. Felbers PAT zum 20:31 war dann schon der Endstand. Die Rebels mussten nun aufs Ganze gehen und hatten etwas Pech, dass das offensichtliche Offside der Potsdamer Defense beim 4. und 3 nicht geahndet wurde. Damit war die vorletzte Gelegenheit verstrichen, aber eine gab es noch. Nach dem anschließenden Punt der Royals ließ Kuci im vierten Versuch allerdings nur zum Field-Goal-Versuch antreten und zeigte somit, dass ihm das dadurch maximal mögliche Unentschieden genug war. Der Versuch ging am linken Goalpost vorbei und die Royals mussten nur noch abknien.

Thomas Sellmann - 20.05.2018

DB Jamaal White (Nr. 33, Berlin Rebels) vs. WR Max Zimmermann (Nr. 17, Potsdam Royals)

DB Jamaal White (Nr. 33, Berlin Rebels) vs. WR Max Zimmermann (Nr. 17, Potsdam Royals) (© Dirk Pohl)

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