Zuviel riskiert - Passau scheitert erneut knapp

Trotz Dult und Domlauf fanden am Sonntag über 300 Fans den Weg nach Passau Oberhaus und wollten das Football-Ostbayernderby in der Regionalliga Süd zwischen den Passau Pirates und den Burghausen Crusaders miterleben. Wie bereits im ersten Heimspiel gegen München entwickelte sich auch diese Partie zu einem wahren Krimi mit Herzschlagfinale. Nachdem sich die beiden Teams über die gesamte Spielzeit einen Schlagabtausch mit ständig wechselnden Führungen lieferten, musste der letzte Spielzug die Entscheidung bringen. Die Pirates scheiterten aber mit dem Pass in die Endzone und bleiben weiter ohne Sieg. Mit 47:42 setzten sich die Gäste aus Burghausen knapp durch.

Bei perfektem Footballwetter gewann Passau den Münzwurf und entschied sich für die Wahl in der zweiten Halbzeit. Damit startete zuerst der Gast aus Oberbayern mit der Angriffsformation. Mit dem erwarteten soliden Laufspiel bewegte sich Burghausens Offense über den Platz. Doch an der gegnerischen 25-Yard-Linie stoppte ein Fumble, der von der Passauer D-Line erobert wurde diesen ersten Drive. Im direkten Gegenzug entschied sich Passaus Spielmacher Andrew Griffin aber wieder tief in der eigenen Hälfte den vierten Versuch auszuspielen und scheiterte damit. Ein zweites Mal ließen sich die Kreuzritter nicht bitten. Mit einem 7-Yard-Touchdown-Lauf brachte Ingo Schönstetter die Gäste in Führung.

Die Pirates schlugen aber unmittelbar zurück. Ein grundsolider Drive über 80 Yards, abgeschlossen durch einen 17 Yard-Touchdown-Pass auf Luis Hannsler brachte den Ausgleich. Ein guter Return beim Kickoff brachte Burghausen gleich wieder in die Hälfte der Gastgeber. Diesmal bewies Quarterback Justin Southern, dass er das Ei auch platziert werfen kann. Aus 8 Yards Entfernung fand er seinen Receiver in Passaus Endzone. Aber mit Luis Hannsler haben auch die Pirates einen hervorragenden Kickreturner. Mit einem Return bis zur gegnerischen 30 legte der ehemalige Zehnkämpfer selbst den Grundstein für die nächsten Punkte.

Zu Beginn des zweiten Viertels schaffte die Pirates Defense, die auf ihren Kapitän Florian Schneider verzichten musste, das Laufspiel der Crusaders zu stoppen. Ein 40 Yard-Pass, erneut gefangen von Luis Hannsler brachte erstmals die Hausherren mit 21:14 in Front. Auch den nächsten Burghauser Angriff konnte Passaus Verteidigung stoppen und baute wenig später die Führung durch einen 5 Yard-Touchdownlauf von Thomas Beismann auf zwei große Scores aus. Erneut gelang den Chemiestädtern ein guter Kickoffreturn und mit einem kurzen Lauf in die Endzone verkürzte Sebatian Mattschek zum 28:21 Pausenstand.

Nach der Halbzeitshow der Pirates Brides Cheerleader um Isabel Sicklinger ging der Schlagabtausch munter weiter. Luis Hannsler gelang ein 60 Yard-Kickreturn und gleich mit dem ersten Scrimmageplay der zweiten Hälfte fand Andrew Griffin Alexander Tschovikov für einen 40 Yard-Touchdown-Pass. Burghausen konterte aber mit einem soliden Drive über 79 Yards, abgeschlossen mit einem 10 Yard-TD-Pass von Southern. Allerdings diesmal ohne Extrapunkt. Nun waren die Pirates wieder am Zug. Diesmal musste die Offense aus verhältnismäßig ungünstiger Feldposition starten. Ein schöner Pass auf Max Flaig sorgte erstmal für Luft. Die wurde aber gleich im nächsten Spielzug dünn.
Unter starkem Druck der Burghauser Defense wollte Andrew Griffin den Ball noch wegwerfen, fand als dankbaren Abnehmer aber einen Linebacker des Gegners. Von der Passauer 35-Yard-Linie hatte der Angriff der Crusaders kaum Mühe sich in die Endzone vorzuarbeiten. Coach Andi Englbrecht setzte jetzt natürlich auf die 2-Punkt-Conversion. Die wurde von der Defense um Thomas Ochmann aber gut verteidigt und so behielt Passau mit 35:33 die Führung. Im nächsten Drive wollte die Piratesoffense dann schon den erneuten Ausbau der Führung erzwingen. Wieder spielten sie einen vierten Versuch in der eigenen Hälfte aus und scheiterten.

So standen die Kreuzritter kurz vor dem letzten Seitenwechsel nur noch ein halbes Yard vor der Passauer Endzone. Mit dem ersten Play des vierten Viertels war es dann passiert. Ingo Schönstetter tankte sich durch die Mitte zur 35:40 Führung für Burghausen. Von der eigenen 30-Yard-Linie schlugen die Pirates wieder zurück. Einen Screenpass auf die linke Seite fing Simon Sipple und machte sich auf und davon. Mit seinem sechsten Extrapunktkick des Nachmittags, vertrat er zudem Luca Barthmann souverän und holte die Führung mit 42:40 zurück. Das Fehlen des etatmäßigen Kickers machte sich aber beim nächsten Kickoff bemerkbar. Durch eine 15-Yardstrafe ohnehin nur von der 20 ausgeführt und gut zurückgetragen, verschaffte das Special Team der Crusaders zweieinhalb Minuten vor dem Spielende quasi einen Matchball an der Passauer 32. Um noch zurückschlagen zu können verbrauchten die Pirates in dieser Phase alle ihre Auszeiten.

Coach Englbrecht auf der Gegenseite bestach durch kluges Zeitmanagement. Er ließ bei einem ersten Versuch und Goal to go Quarterback Southern sogar noch abknien um Zeit von der Uhr zu nehmen. 27 Sekunden vor dem Ende lag dann Burghausen wieder mit 47:42 vorne. Im Football eine halbe Ewigkeit. Und die Pirates sollten zurück kommen. Im dritten Versuch fand Quarterback Griffin seinen Lieblingsreceiver Hannsler und der war nicht zu stoppen und lief in die Endzone. Der Riesenjubel auf Oberhaus kam aber zu früh! Hannsler war an der 11-Yard-Linie ins Aus getreten. Noch 4 Sekunden auf der Uhr und der Matchball auf Seiten der Pirates. Snap, Pass in die Endzone auf Simon Sipple, unvollständig!

Der Jubel nun natürlich auf der Gegenseite und ein entsprechend enttäuschter Head Coach Andrew Griffin: "Wir haben es selbst in der Hand gehabt. Genau für solche Situationen liebe ich Football, wenn alles auf den einen Spielzug ankommt. Diese Niederlage muss ich auf meine Schultern nehmen. Wir müssen uns auf solche Situationen besser vorbereiten." Dazu haben die Pirates nun rund vier Wochen Zeit. Die ungewöhnlich lange Spielpause wird den Eintracht-Footballern jetzt aber richtig gut tun um ihre Wunden zu lecken. Die Trainer haben ihren Spielern deshalb auch für diese Woche trainingsfrei gegeben. Dann gilt es wieder Fahrt aufzunehmen und endlich den ersten Sieg in der Regionalliga einzufahren. Nah genug dran waren die Pirates auch diesmal.

Wittig - 07.05.2018

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