Kobras gewinnen gegen Crusaders

Die Berliner sorgten gegen Chemnitz bereits im ersten Viertel für klare Verhältnisse.Auch im zweiten Duell des Samstags beim Double Header der Berlin Kobras gab es für das Chemnitzer Team nichts zu gewinnen. Am Ende gewannen die Berlin Kobras gegen die Chemnitz Crusaders mit 32:7.

Ein schlicht und einfach katastrophales erstes Viertel brachte die Chemnitzer beizeiten auf die Verliererstraße. Dabei zeigte sich vor allem eines deutlich. Wenn man nach überschaubarer Trainingsbeteiligung sich erst im Spiel aufeinander einstellen kann, geht wertvolle Zeit verloren, die dann wie hier der Gegner auch ausnutzen kann. Gleich die erste Angriffsserie verwerteten die Berlin Kobras zum Touchdown und 8:0-Führung. Während die Chemnitzer Offense dann eher den Rückwärtsgang eingelegt hatte, schlug die Berliner Offense kurze Zeit später erneut zu. Schnell war das Feld überbrückt und der zweite Touchdown zum 16:0 erzielt. Kaum in Ballbesitz gelang, folgte der nächste Nackenschlag für die von Quarterback Jan Doant (#19) angeführte Offense. Ein Fumble wurde von der Berliner Verteidigung nicht nur aufgenommen, sondern auch gleich noch bis in die Endzone zurück getragen - Touchdown und neuer Spielstand 24:0. Damit waren schon fast die Messen gelesen. Allerdings kann es im Football doch immer wieder mal anders kommen, als man vorher dachte. Die Offense der Chemnitz Crusaders nahm nun endlich Fahrt auf, am Ende fehlte jedoch etwas Präzision und Glück, um die Angriffsserie erfolgreich zu beenden. Wieder einmal setzte dann die Defense ein Signal, als Safety Manuel Kreische (#40) eine Interception gelang. Dieses Mal waren die Chemnitz Crusaders erfolgreich. Ein Pass von Quarterback Jan Doant (#19) auf Wide Receiver Nick Henschel (#81) brachte den Touchdown und die Verkürzung auf 7:24 (Extrapunkt Nick Henschel). Dann neutralisierten sich die Teams gegenseitig bis kurz vor Ende des Viertels Darius Norsei (#21) mit einer weiteren Interception und einigen zurück gelegten Yards nochmal eine weitere Chance ermöglichte. Leider war der Field-Goal-Versuch bei auslaufender Uhr nicht erfolgreich.

Die Marschrichtung für die zweite Spielhälfte war klar - den Rückstand weiter verkürzen und weitere Punkte verhindern. Letzteres gelang sehr gut, auch wenn die Berliner mit ihrer Swinging-Gate-Formation zunächst für Verwirrung sorgten, obwohl dies vorher bereits im Training thematisiert worden war. So konnten die Berlin Kobras das auch mal erfolgreich zu einem neuen ersten Versuch verwerten. Aber auch auf Chemnitzer Seite konnte Punter Martin Deckert (#1) einen seiner Punts erfolgreich in einen neuen ersten Versuch für seine Offense umwandeln. Doch Zählbares blieb aus. Die Seiten wurden ein letztes Mal gewechselt. Ein weiterer Passversuch in Richtung Endzone auf Nick Henschel (#81) endete in einer nah an einer Passbehinderung vorbei schrammenden Interception der Berlin Kobras. Das Angriffsrecht wechselte munter zwischen den beiden Teams. Eine Angriffsserie auf Chemnitzer Seite sollte dann tief in der eigenen Hälfte per Punt beendet werden. Der Snap segelte nun über Punter Martin Deckert (#1) hinweg und in die Endzone, was schlussendlich einen Safety und weitere zwei Punkte für die Gastgeber zum 26:7 bedeutete. Doch damit war es noch nicht genug. Denn die Offense der Berlin Kobras nutzte auch noch die letzten Sekunden des Spiels aus, um mit dem letzten Spielzug noch einen Pass zum Touchdown anzubringen. Mit 32:7 endete dann das Spiel.

Die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel war damit für die Chemnitz Crusaders Geschichte. Nach einem katastrophalen erstem Viertel konnten die Chemnitzer den Berlin Kobras zwar auf Augenhöhe begegnen, doch die Hypothek von 24 Punkten Rückstand erwies sich als zu groß, um noch egalisiert zu werden. In den wenigen Trainingseinheiten bis zum nächsten Spiel bei den Leipzig Hawks am 12. Mai bleibt somit noch eine Menge Arbeit für Coaches und Team zu erledigen, um wieder in das richtige Fahrwasser zu gelangen. Eine weitere Niederlage kann man sich hier eigentlich nicht mehr leisten.

Brock - 02.05.2018

Die Berliner sorgten gegen Chemnitz bereits im ersten Viertel für klare Verhältnisse.

Die Berliner sorgten gegen Chemnitz bereits im ersten Viertel für klare Verhältnisse. (© Steffen Thiele / Crusaders)

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