RB Saquon Barkley verstärkt die Giants

Saquon Barkley überzeugte auch am LaufstegHinter den Giants liegt eine katastrophale Saison, die mit drei Siegen meilenweit hinter den Erwartungen zurückblieb. Sowohl Head Coach als auch General Manager mussten gehen – wenn man den Fans glauben kann, dann war das einer der wenigen positiven Aspekte des Seuchenjahres.

Ein weiterer positiver Aspekt war jedoch, dass man sich damit den zweiten Pick im Draft sichern konnte. Mit dem holte man sich im Stadion des Divisionsrivalen Dallas Cowboys dann Running Back Saquon Barkley; die Giants hatten sich im Vorfeld lange bedeckt gehalten, in welche Richtung der Pick gehen würde.

Auch ein Trade war lange Zeit im Gespräch und man hatte das Gefühl, dass die Giants nur auf das richtige Angebot warteten, um nach hinten zu traden und mehrere Picks im Gegenzug zu bekommen. Schließlich wollte ein neuer Quarterback verpflichtet werden, das Running Game war letzte Spielzeit nahezu nicht existent, die O-Line eine der schlechtesten der Liga und auch an tauglichen Linebackern fehlte es. Viele Baustellen, die man am ehesten mit einer Vielzahl von Picks hätte schließen können.

Eigentlich will man mit Eli Manning als Starter noch einen Anlauf in Richtung Super Bowl nehmen, aber der ist mittlerweile auch schon gut 37 Jahre alt und vermittelte in den letzten Jahren nicht mehr den Eindruck eines erfolgreichen Anführers einer auf dem Papier potenten Offense.

Als er jedoch letzte Saison nach einer langen Starterserie von 2004 bis zum November 2017 auf die Bank gesetzt worden war, war der öffentliche Aufschrei so groß, dass Coach Ben McAdoo schließlich gehen musste – genauso wie General Manager Jerry Reese.

Saquon Barkley von Penn State gilt als der mit deutlichem Abstand beste Running Back seiner Draftklasse und wurde im Vorfeld genauso gehypt wie Leonard Fournette im Vorjahr und Ezekiel Elliott 2016.

Er besitzt beste körperliche Voraussetzungen und zeigte Bestleistungen in allen für einen Running Back wichtigen Kategorien. Er ist ein "Nord/Süd" Runner und zögert nicht lange, wenn er eine Möglichkeit für einen Antritt in Richtung Endzone ausmacht. Dabei lässt er Verteidiger reihenweise aussteigen und seine Fähigkeit, kleinste Lücken zu erspähen und auszunutzen, hebt ihn deutlich vom Rest der Running Back Klasse hervor. Dazu schafft er es auch an der Seitenlinie Ballerina-gleich mit perfekter Balance Extra-Yards zu kreieren.

Auch wenn er selten in Pass-Block Situationen eingesetzt wurde, so meisterte er dies auch problemlos.

Abseits des Feldes hat er einen absolut untadeligen Ruf, was ihn durchaus auch von den beiden oben genannten Backs unterscheidet.

Wenn man überhaupt eine Schwäche feststellen konnte, dann ist es die Angewohnheit, auch einmal rückwärts zu laufen, um dann den gegnerischen Verteidigern auszuweichen und anschließend für positiven Raumgewinn zu sorgen. Das klappte auf dem Collegeniveau hervorragend; in der NFL könnte dies jedoch aufgrund der wesentlich größeren Athletik der Verteidigungen dazu führen, dass er auch einmal Raumverlust einfährt.

Sicher ist es die Frage, ob es angesichts der Erfolge von spät gedrafteten Running Backs in den Vorjahren – wie zum Beispiel Alvin Kamara oder auch Kareem Hunt – und einer tiefen Running Back Class nötig ist, einen Running Back so früh zu ziehen. Wenn man die Frage bei den Giants mit ja beantworten konnte, dann ist Saquon Barkley der absolut beste Mann dafür.


Jetzt sind mit Pat Shurmur ein erfahrener Head Coach und Dave Gettleman ein langjähriger General Manager an Bord, um die Franchise um den supertalentierten, aber mit seinen Aktionen abseits des Felds des Öfteren negativ auffallenden Wide Receivers Odell Beckham Junior wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen.

Die poröse O-Line wurde in der Offseason mit ex-Patriots Left Tackle Nate Solder (garantierte 34,8 Millionen im Vier-Jahres-Vertrag über 62 Millionen Dollar) und Guard Patrick Omameh (ex-Jaguars / 3 Jahre für 15 Millionen) kostenintensiv aufgebessert.

Jetzt muss nur noch Barkley einschlagen, damit die Giants wieder die Kurve in Richrtung Playoffs kriegen können.



Carsten Keller - 27.04.2018

Saquon Barkley überzeugte auch am Laufsteg

Saquon Barkley überzeugte auch am Laufsteg (© Carsten Keller)

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