Mit Hammer-Augenblick ziehen die Arrows den Zahn

Der Wendepunkt im Spiel. Manuel Lehniger (#31) und Johannes Fischer (#9) stoppen den Ballträger in dessen eigener Endzone. Ergebnis: Safety, 2 Punkte und Ballbesitz für die Arrows.Mit einem 25:13 Erfolg bei den Neckar Hammers starteten die Stuttgart Silver Arrows am Samstag erfolgreich in die American Football Oberliga Saison und konnte dabei den Aufsteiger in seine Schranken verweisen. Knackpunkt im Spiel war sicher der Safety mit dem anschließenden Return-Touchdown beim Free-Kick, mit dem die Arrows das Spiel drehten und den Hammers den Wind aus den Segeln nahmen. Nun kommen am Sonntag die Backnang Wolverines zum ersten Heimspiel der Saison in das Stadion Festwiese. Kickoff ist dann um 15 Uhr.

Dass wenige Sekunden in einem Spiel entscheidend sein können, hat sich am Samstag beim Spiel der Stuttgart Silver Arrows bei den Neckar Hammers eindrucksvoll bewiesen. Und dass Fehler oft bestraft werden auch. Die Hammers hatten gerade die Arrows gestoppt und wollten von der eigenen 20 Yard Linie ihrerseits den Angriff in Szene setzen. Der erste Versuch war aber unglücklich, denn der Center hatte das Kommando seines Quarterbacks (QB) missverstanden und den Ball gesnappt, bevor dieser dazu bereit war. So segelte der Ball am verdutzten QB vorbei und konnte erst an der 2 Yard Linie vom Hammers Running Back (RB) gesichert werden.

Die Hammers versuchten sich mit einem Laufspiel aus der präkeren Situation zu befreien, doch Johannes Fischer und Manuel Lehniger schlugen schon im Backfield beim RB ein. Dafür wurde die Defense der Arrows mit einem Safety und zwei Punkten belohnt. Zusätzlich erhielten sie nach dem Free-Kick das Angriffsrecht. Oder hätten es erhalten sollen, aber Steve Watchueng ließ es erst gar nicht dazu kommen, sondern trug den Kick postwendend zum Touchdown zurück. Mufflers Zusatzkick saß und plötzlich führten die Arrows 18:13 nach der Pause und gaben die Führung in der zweiten Halbzeit nicht mehr ab.

Dabei war der Start einmal mehr etwas holprig bei den Arrows. Zuerst tauschte man mehrere Befreiungsschläge aus, dann kamen die Gastgeber endlich ins Rollen und brachten mit einem QB-Sneak die ersten Punkte aufs Scoreboard und die Arrows ins Hintertreffen. Nach einem Austausch von Sacks mit Ballverlust durften dann aber auch die Arrows jubeln. Michael Dierberger bediente Max Hüther über 27 Yards zum Touchdown. Beim anschließenden Zusatzkick misslang aber der Snap und Thomas Kübel-Sorge versuchte zu retten, was zu retten war, sein Pass wurde jedoch abgeklatscht. Mit dem 6:7 aus Sicht der Arrows wurden erstmals die Seiten gewechselt.

Der nächste Angriff der Arrows führte dann zu einem 29-Yard-Field-Goal durch Stefan Muffler und die 9:7 Führung, die aber nicht lange Bestand haben sollte. Denn die Hammers konterten mit einem langen, zeitfressenden Drive und erzielten erneut mit einem QB-Sneak die nächsten Punkte. Der Zusatzversuch wurde geblockt und so stand es "nur" 9:13. Und es waren noch 54 Sekunden vor der Halbzeit auf der Uhr. Dierberger führte seinen Angriff nochmals bis zur 30 Yard-Linie der Hammers. Muffler sollte es also erneut richten und sein Kick aus rund 48 Yards hatte auch die richtige Länge, segelte aber weit am linken Pfosten vorbei. Somit ging es mit 9:13 in die Pause.

Dann kam es zu besagtem Hammer-Augenblick und in der Folge spielten die Arrows mit der Zeit, während die Defense die Hammers ab da gut in Schach hielten. Nach einer Interception von Patrick Hefter kamen die Arrows nochmal in der Hälfte der Hammers in Ballbesitz. Der Field-Goal-Versuch von Muffler segelte dieses mal aus 40 Yards nur hauchdünn am linken Pfosten vorbei. Ärgerlich, aber zum Glück nicht spielentscheidend, denn schon beim nächsten Ballbesitz sorgte Daniel Eberhard für die Entscheidung. Sein Lauf über 43 Yards in die Endzone der Hammers (PAT Muffler) brachte den 25:13 Endstand. Danach ließen die Arrows auf der einen Seite nichts mehr zu und liefen auf der anderen Seite die Uhr herunter.

"Es freut mich, dass wir das erste Spiel gewinnen konnten", sagt ein nasser Head Coach Jürgen Doh nach der obligatorischen Gatorade-Dusche. "Aber es ist noch eine Menge Sand im Getriebe. Wir müssen ein paar Dinge abstellen, die es uns heute gegen die Hammers schwer gemacht haben." Damit will er keineswegs die Hammers schlecht reden. "Die haben gezeigt, dass wenn sie ihre Fehler minimieren, in der Oberliga sicherlich mithalten können."

Dierberger zeigte sich selbstkritisch. "Ich bin mit meiner Leistung nicht zufrieden, da gibt es noch einiges zu verbessern. Aber ich weiß, dass ich es besser kann und das werden wir mit der Offense in den nächsten Spielen zeigen." Defensive Coordinator Daniel Contreras lag erst einmal erschöpft am Boden und genoss den Sieg in Ruhe. "Ich bin einfach nur platt, aber ich freue mich für meine Jungs, dass wir einen entsprechenden Anteil am Sieg hatten."

Nun geht es am 15. April im heimischen Stadion Festwiese weiter. Zu Gast am Sonntag ist der dritte Aufsteiger im Bunde: Die Backnang Wolverines. Kickoff ist um 15 Uhr. Die Arrows freuen sind über tatkräftige Unterstützung der Fans, um die Serie an Siegen aufrecht zu erhalten und sich in der Oberliga an der Spitze festzusetzen. Mit dabei sicherlich wieder die Cheerleader von Great Orange Fire, die das Team auch in Villingen-Schwenningen lautstark unterstützt hatten.

Klaus Krauthan - 09.04.2018

Der Wendepunkt im Spiel. Manuel Lehniger (#31) und Johannes Fischer (#9) stoppen den Ballträger in dessen eigener Endzone. Ergebnis: Safety, 2 Punkte und Ballbesitz für die Arrows.

Der Wendepunkt im Spiel. Manuel Lehniger (#31) und Johannes Fischer (#9) stoppen den Ballträger in dessen eigener Endzone. Ergebnis: Safety, 2 Punkte und Ballbesitz für die Arrows. (© Klaus Krauthan)

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