Hier gab es nur Gewinner

Nur Gewinner gab es am Samstag im Stadion am Sommerdamm. Die Footballer der Rüsselsheim Crusaders trafen dort auf die "Rhein-Main Old-Stars" und dies für einen guten Zweck: die Notaufnahmeeinrichtung des städtischen Kinderheims in Frankfurt. Nur Nebensache war es, dass die "Old-Stars" diese Partie nach hartem Kampf mit 46:30 gewannen, Respekt wurde aber auch den erst 2016 wiedergegründeten Crusaders gezollt, die den "alten Männern" einen großen Kampf lieferten.

Dass alle Seiten nur gewinnen konnten, lag am Charakter dieses Benefizspiels. Für die Rüsselsheim Crusaders – 2017 Vizemeister der Verbandsliga – war es eine großartige Gelegenheit Werbung für sich zu machen und für ihre Spieler Erfahrung gegen erfahrene Gegner zu sammeln, immerhin ging es gegen eine Auswahl von ehemaligen und mitunter aktuellen Footballgrößen aus ganz Deutschland. Für die "Old Stars" stand der Spaß im Vordergrund. Gerade wer mit langjährigen Gegnern einmal zusammenspielen oder den Helm vom Nagel nehmen und etwas Spaß in seinem Lieblingssport haben wollte, der war mit seiner Anmeldung genau richtig. "Wir haben kaum trainiert und spielen dennoch ganz passabel zusammen. Im letzten Training vor dem Spiel war nur ein Verteidiger anwesend gegenüber sechs Angreifern. Viel kann man da nicht einstudieren, es geht ohnehin mehr um den Spaß und den Teamgedanken. Wobei: es wäre nicht Football, wenn beide Seiten nicht trotzdem gewinnen wollten", erklärte Lars Lich, der unter anderem für die Marburg Mercenaries und Frankfurt Universe in der German Football League spielte. "Es ist ganz schön anstrengend. Ich stand drei Jahre nicht auf dem Feld, hab mir noch das OK vom Arzt geholt, dass ich spielen kann und war dann nach zwei Spielzügen das erste Mal wieder richtig platt."

Mit Andre Mathes war ein Spieler gekommen, der nach der Jahrtausendwende bei den Rüsselsheim Razorbacks, ebenso bei den Hamburg Blue Devils, Braunschweig Lions und Berlin Adler in der Bundesliga spielte und Deutsche Meisterschaften feiern konnte. "Im vergangenen Jahr habe ich wieder bei den Calanda Broncos in der Schweiz gespielt", berichtete Mathes, der auch zu den wenigen in der NFL Europa tätigen Deutschen zählt und als Kapitän der Deutschen American Football Nationalmannschaft an Welt- und Europameisterschaften teilnahm. "Ich wohne in Rheinhessen, daher ist es für mich selbstverständlich, dass ich hier für den guten Zweck mitmache", so Mathes dazu. Einen internationalen Gast hatten die Old-Stars ebenso in ihren Reihen mit Passempfänger Csaba Majores aus Ungarn, der von Robert Haas eingeladen wurde mitzumachen.

Auch aus vielen anderen Städten des Rhein-Main Gebiets und von zahlreichen weiteren Teams aus ganz Deutschland waren Spieler gekommen und für den Spaß und den karitativen Gedanken Helm, Pads und Schuhe anzuziehen und in den "heiligen Krieg um das Lederei" zu ziehen. "Es ist toll woher die Spieler kommen und einen großen Dank müssen wir auch den Leipzig Hawks aussprechen für das Ausleihen der Trikots. Für uns zählt der Spaß und der Teamgedanke, das steht bei den Old Stars im Vordergrund", erklärte Tom Warm, der an der Organisation dieses Benefizspiels mitgearbeitet hatte.

Im August war es absehbar, dass die "Old Stars" ihr alljährliches Benefizspiel nicht gegen die Rodgau Pioneers austragen können, die in den vergangenen drei Jahren als Gegner zur Verfügung standen. "Da haben wir uns nach einem anderen Gegner umgesehen, hatten mehrere Optionen und sind am Ende bei den Rüsselsheim Crusaders mit offenen Armen empfangen worden", berichtete Warm weiter. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Rüsselsheimern, ein Lob, das die Crusaders gerne wieder zurückgaben. "Es war eine Herausforderung innerhalb so kurzer Zeit ein Spiel zu organisieren und zum ersten Mal betreiben wir auch die Verpflegungsstände, sonst macht das unser Sponsor Freeway", sagte Sandra Junker dazu.

Gerne würden die Rüsselsheimer Footballer im kommenden Jahr dieses Benefizspiel erneut ausrichten, ein Ansinnen das bei den Old Stars auf offene Ohren stößt. Wichtig wäre es den Crusaders aber wieder Anfang Oktober zu spielen, denn am Samstag kamen aufgrund der recht kühlen Temperaturen nur etwa 350 Zuschauer. "Bei besserem Wetter und wärmeren Temperaturen wären es sicher mehr geworden", so Junker, die mit den Crusaders alles daran setzte den guten Zweck in den Vordergrund zu stellen. So war ein Sponsorenraum für größere Spender eingerichtet worden, der ebenso gut angenommen wurde, weiterhin gab es eine Tombola mit gespendeten Sachpreisen. Gemeinsam wollen beide Seiten in der kommenden Woche nun sehen wieviel Geld für den guten Zweck zusammengekommen ist und dies in Kürze den Empfängern zukommen lassen.

Schüler - 29.10.2017

(© Schüler)

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