Kurioser Shootout-Sieg in New Orleans

Erzielte den entscheidenden Touchdown: Defensive End Cameron JordanHat die spielfreie Woche das Momentum der New Orleans Saints zerstört, fragte ein NFL-Kolumnist vor dem Heimspiel gegen die Detroit Lions. Die klare Antwort: Nein. Mit 52:38 wurden die Lions nach Hause geschickt. In einer der wildesten Partien der jüngeren NFL-Geschichte war es vor allem die Saints-Defense, die ein deutliches Ausrufezeichen setzte und den Gästen fünf Ballverluste abtrotzte, von denen drei direkt in Touchdowns umgemünzt wurden. Vor dem anstehenden Auswärtstrip gegen die Packers galt das Spiel gegen Detroit für New Orleans als 'must-win' und zugleich wichtige Standortbestimmung. Obwohl die Saints nach einer zwischenzeitlichen 45:10-Führung nochmal mächtig ins Schlingern gerieten, stehen sie erstmals seit 2013 mit einer positiven Bilanz da und könnten nach Aaron Rodgers' Schlüsselbeinbruch nächste Woche in Green Bay sogar favorisiert sein.

Dass die in der Vergangenheit so viel gescholtene Saints-Defense erneut zum Matchwinner avancierte, ist eine der großen Storys des sechsten Spieltags. Der ohnehin angeschlagene Lions-Quarterback Matthew Stafford stand permanent unter Druck, hatte mit drei Interceptions und zwei Fumbles den miesesten Tag seit seiner Rookie-Saison (2009). Oft wurden seine Pässe bereits an der Line of Scrimmage abgefälscht. Mit zwölf 'tipped passes' verpassten die Saints sogar nur knapp den NFL-Rekord (14). Bereits beim ersten Ballbesitz leistete sich Stafford einen folgenschweren Fehler. In der eigenen Endzone stehend hielt Stafford den Ball zu lange und fing dann, nachdem er mehrere Sekunden keine freie Anspielstation hatte ausmachen können, auch noch an zu improvisieren und versuchte aus der Pocket zu laufen. Defensive End Alex Okafor bestrafte dies mit einem Quarterback Sack, Stafford verlor dabei den Ball und Safety Kenny Vaccaro eroberte ihn in der Endzone zum 7:0 für die Hausherren. Bei der folgenden Angriffsserie zeigte die Saints-Abwehr wieder das über Jahre von ihr gewohnte Gesicht, als Wide Receiver Golden Tate schlechtes Tackling gnadenlos ausnutzte mit einem spektakulären 'Catch and run' über 45 Yards. Die Saints waren von dem Ausgleich unbeeindruckt: Running Back Mark Ingram fand eine Lücke in der sonst so stabilen Lions-Abwehr und sprintete 51 Yards in die Hälfte der Lions, kurz darauf vollendete Wide Receiver Ted Ginn zum 14:7. Das Laufspiel der Saints hatte im ersten Spiel ohne Adrian Peterson (der zu Beginn der Woche an Arizona abgegeben worden war und in seinem Cardinals-Debüt ebenfalls glänzte) sein bestes Spiel der Saison. Und das gegen eine Lions-Defense, die bisher 3,3 Yards pro Laufversuch und in der ganzen Saison keinen Lauf länger als 18 Yards zugelassen hatte. Insgesamt kamen Ingram und Rookie Alvin Kamara auf 35 Läufe für 189 Yards.

Zu Beginn des zweiten Viertels musste Stafford gegen einen völlig ungeblockten Linebacker Craig Robertson einen weiteren 'Strip-Sack' hinnehmen; immerhin konnte Stafford mit seinem Tackle den Touchdown verhindern. Den markierte kurz darauf Ingram zum 24:7. Die Lions lieferten als Antwort darauf lediglich ein Field Goal von Matt Prater - und hatten in der Defense weiterhin keine Antwort auf Brees & Co. Head Coach Sean Payton fing nun sogar an in die Trickkiste zu greifen - etwas, wofür der 53-Jährige einst gefürchtet war. Ein wagemutiges 'Option Play' beim 4&1 wurde mit einem neuen First Down durch Kamara belohnt. Im folgenden Spielzug brachte ein Flea-Flicker-Pass auf Wide Receiver Brandon Coleman weitere 20 Yards. Die Lions-Defense war zu diesem Zeitpunkt völlig neben der Spur und aus der Puste, Ingram walzte in die Endzone zum 31:10. Die Lions marschierten in den Schlusssekunden vor der Halbzeitpause zwar noch tief in die gegnerische Red Zone, anstatt jedoch mit einem Field Goal zu verkürzen, wurde Tight End Darren Fells beim vierten Versuch an der 1-Yard-Linie gestoppt.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Stafford nicht ins Spiel. Als Rookie-Cornerback Marshon Lattimore eine Interception zum 45:10 zurücktrug, sprachen die TV-Kommentatoren von FOX bereits davon, Stafford auszuwechseln, um ihn vor einer unnötigen Verletzung zu bewahren. Doch auch die Saints-Offense wirkte ab da wie verhext: Just als FOX eingeblendet hatte, dass die Saints in 294 Snaps diese Saison noch keinen einzigen Ballverlust zu beklagen hatten und der NFL-Rekord in Reichweite sei, landete ein Brees-Pass in den Händen von Lions-Cornerback Darius Slay. Auch Ingram leistete sich kurz darauf einen Fumble, Stafford verkürzte in Koproduktion mit Fells auf 24:45. Als dann noch Rookie Jamal Agnew einen Punt Return zum Touchdown zurücktrug, hatten die Comeback-Könige aus Detroit das Momentum im Superdome klar auf ihrer Seite.

Bei den Saints war nun vollkommen der Wurm drin: Brees kassierte an der eigenen 1-Yard-Linie eine weitere Interception, Defensive Tackle A'Shawn Robinson musste nur noch zwei Schritte zum Touchdown machen. Plötzlich stand es 45:38, das Publikum im Superdome unter Schock. Die Saints schafften die fünfte Angriffsserie in Folge keinen First Down, mussten punten, nagelten Stafford jedoch an der 1-Yard-Linie fest. Es war nun an der Saints-Defense, den eigentlich bereits sicher geglaubten Sieg einzutüten. Und das tat sie. Unglaublich aber wahr, fast so als folgte das Spiel einem geheimen Skript, passierte Stafford - sonst wie auch sein Gegenüber einer der sichersten Spielmacher der NFL - der gleiche Fauxpas wie kurz zuvor Brees: Defensive End Cameron Jordan pflückte Staffords Pass aus der Luft und brachte diesen in der Endzone unter Kontrolle zum 52:38. Damit waren die Lions, die trotz des zwischenzeitlichen 10:45-Rückstands bis zum Letzten gekämpft haben, geschlagen. Fünf Turnovers von Stafford waren letztlich "too much to overcome".

Thoben - 15.10.2017

Erzielte den entscheidenden Touchdown: Defensive End Cameron Jordan

Erzielte den entscheidenden Touchdown: Defensive End Cameron Jordan (© Getty Images)

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