Universe dominiert Fehlerfestival

Der vorletzte Spieltag der Regular Season hielt für die Kontrahenten aus Frankfurt und Ingolstadt einiges bereit. Für die "Men in Purple" ging es darum die Vizemeisterschaft und das damit verbunde Playoff-Heimspiel weiter zu festigen, während die Ingolstadt Dukes ihre Playoff-Ambitionen am Leben halten wollten. Das Hinspiel in Bayern konnten die Frankfurter mit 42:17 deutlich für sich entscheiden. Auch diemsal brauchten die 3.729 Zuschauer im Stadion am Bornheimer Hang nicht zu schwitzen. Mit 48:3 ging der Sieg diesmal noch deutlicher an die Frankfurter.

Nicht ganz unerwartet, wie Michael Wittmann, Defensive Coordinator Ingolstadt Dukes, bestätigte: "Wir wussten schon was uns erwartet. Wir haben insgesamt 22 Verletzte und haben uns wenig ausgerechnet, von daher spiegelt das Ergebnis durchaus die Kräfteverhältnisse wieder." Freuen konnte sich dagegen Dustin Illetschko, Linebacker Samsung Frankfurt Universe, über die Leistung der eigenen Verteidigung: "Es läuft echt ganz gut für uns als Defense. Wir wollen in den Playoffs unbedingt zu Hause spielen. Wir haben eine tolle Mannschaft und funktionieren als Gemeinschaft sehr gut."

Turbulenter hätte ein Spiel wohl nicht beginnen können. Erst verlor der Frankfurter Quarterback Jaleel Awini den Ball, bevor im darauffolgenden Spielzug der Ingolstädter Spielmacher Keith Hilson ebenfalls fumbelte und die Frankfurter zurück in Ballbesitz brachte. Die ersten drei Spielzüge bestanden damit aus einem Sack und zwei Fumbles. Nur wenige Augenblicke später mussten die "Men in Purple" punten, beim Return verloren die Dukes erneut den Ball und die Frankfurter bekamen den Ball an der 5-Yard-Linie der Bayern, schafften es jedoch nicht in die Endzone und so musste ein Field Goal von Andre Feuerherdt zur 3:0 Führung genügen. Im nächsten Drive der Lilanen zeigte sich einmal mehr die große Stärke der Frankfurter Offense - die Haxen von Quarterback Awini, wie die Ingolstädter wohl sagen würden. Der US-Amerikaner zündete den Turbo und überbrückte die letzten 15 Yards in die Endzone selbst zum 10:0 (PAT Feuerherdt).

Ein weiteres bekanntes Bild der Saison sind die Bälle gegnerischer Quarterbacks in den Händen von Universe Safety Joshua Poznanski. Bereits seine achte Interception verbuchte der Nationalspieler bei einem Passversuch von Keith Hilson und brachte so seine Offense in eine hervorragende Ausgangsposition. Doch weiter ging das muntere Festival der Ballverluste. Erst fand Awini die Arme eines Verteidigers, bevor im nächsten Spielzug Keith Hilson direkt in die Hände von Cornerback John Tidwell warf, der das Spielgerät zum Touchdown returnierte und so auf 17:0 stellte (PAT Feuerherdt). Der nächste Touchdown resultierte dann wieder aus einer Laufleistung von Awini, der mit dem Extrapunkt von Feuerherdt auf 24:0 erhöhte. Dass es der Mann aus Colorado auch auf dem "klassischen" Weg durch den Pass kann, bewies er kurz vor Ende der Halbzeit, als er George Robinson in der Endzone bediente und damit auf 31:0 stellte (PAT Feuerherdt). Mit dem Halbzeitpfiff kamen auch die Dukes noch einmal aufs Board und verkürzten per Field Goal auf 3:31.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Einen soliden Drive der Dukes machte Joshua Poznanski durch seine zweite Interception zunichte. Im weiteren Verlauf dominierten die Defensivreihen beider Teams. Die nächsten Punkte fielen folglich auch durch ein Field Goal von Feuerherdt, der damit auf 34:3 erhöhte. Auf der Quarterback-Position übernahm dann Sonny Weishaupt für Awini. Und er fügte sich gleich gut ein. Einen langen Pass verwertete Andre Feuerherdt in der Endzone und auch den Extrapunkt erledigte der Receiver selbst zum 41:3 Für eins der wenigen Highlights der zweiten Hälfte sorgte dann wieder die Universe-Defensive in Person von Jonas Riess. Auch er pflückte einen Ball von Hilson aus der Luft und sorgte damit für die bereits achtundzwanzigste Interception der "Men in Purple" – Ligaspitze! Für die nächsten Punkte sorgte dann wieder Weishaupt mit seinem Pass auf Dixon zum 48:3 Endstand (PAT Feuerherdt).

Wittig - 21.08.2017

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