Phantoms ohne US-Quartett chancenlos

Für ersatzgeschwächte Wiesbadener gab es nichts zu holen.Nach dem kurzfristigen Weggang der vier US-Amerikaner Preston Raab, Tyrell Blanks, Davarous Shores und Nicholas Reyna, die die Wiesbaden Phantoms vor einigen Tagen mit der Begründung, das Team habe keinen Siegeswillen, verlassen hatten, verloren die Phantoms erwartungsgemäß gegen die starken Kirchdorf Wildcats. 6:39 hieß es am Ende im "Camp" der Phantoms. Das Fehlen der erfahrenen Importspieler auf Wiesbadener Seite war gegen die Bayern nicht zu kompensieren.

Die Niederbayern rückten in der GFL 2 damit auf den zweiten Tabellenplatz vor, da Tabellenführer Ravensburg in Gießen nur zu einem 31:31-Unentschieden kam und beide Teams jetzt 13:5 Punkte vorweisen können. Die Wildcats liegen wegen des direkten Vergleichs weiter hinter den Razorbacks. "Für uns war im Spiel gegen Wiesbaden der entscheidende Faktor die konzentrierte Vorbereitung, und die hat diesmal perfekt funktioniert", freute sich Wildcats-Head-Coach Christoph Riener uber die Disziplin im Team.

Natürlich war der Abgang aller Amerikaner bei den Hessen von Bedeutung, aber die Wildcats zogen ihr Spiel durch und ließem dem Gegner keine Chance. Madison Mangum und Jakob Mühlthaler waren wieder die Punktelieferanten, und am Ende ließen die Kirchdorfer durch einige Fouls sogar noch weitere Touchdowns liegen. Der Fokus liegt nun bereits auf das Spiel am kommenden Samstag in Nürnberg. "Hier entscheidet sich womöglich die Meisterschaft heuer", weiß Präsident Hans-Peter Klein und hofft nächste Woche auf große Unterstützung der Fans auf dem Zeppelinfeld in der Frankenmetropole.

Den einzigen Touchdown für die Phantoms erzielte schon im ersten Viertel Cordarious Mann, der sich komplett in den Dienst des Teams stellte und ebenso als Running Back ackerte wie seine Teamkameraden auf ihren jeweiligen Positionen. Nach dem katastrophalen ersten Viertelr, das Wiesbaden 6:26 verlor, griffen die Adjustments in der Defense, das Kirchdorfer Duo Clark/Mangum – bis zum Ende des Spiels sehr stark und entscheidend für den Erfolg der Wildcats – konnte nicht mehr so glänzen wie zuvor, und Wiesbadens Quarterback Niklas Wölbert kam immer besser ins Spiel.

Wölbert hatte im ersten Viertel das Vertrauen von Head Coach und Offensive Coordinator Patrick Griesheimer erhalten, Nico Netz im zweiten. "Beide Jungs sollen Spielerfahrung sammeln", so Griesheimer. Nachdem sich Kirchdorfs Manuel Obermaier in der ersten Hälfte verletzt hatte, auf dem Spielfeld liegen blieb und mit dem Notarzt abtransportiert werden musste, verzögerte sich der Beginn der zweiten Halbzeit enorm, so dass sie von den Referees auf zweimal acht Minuten verkürzt wurde. Grund: zu großes Verletzungsrisiko, sollte es gegen Ende der Partie dunkler werden. Die Phantoms verfügen über keine Flutlichtanlage...

In der zweiten Halbzeit schienen dennoch mehr Pässe der Gastgeber ihren Mann zu finden, doch die Endzone blieb den Phantoms verwehrt. So stand am Ende ein 6:39 zu Buche, das – bei näherer Betrachtung – Mut für die letzten vier Spiele der Saison macht.

Das nächste Spiel steht für die Phantoms bereits am 20. August an, wenn das Team von Head Coach Patrick Griesheimer ab 16 Uhr bei den Fursty Razorbacks gastiert. Sechs Tage später bestreitet Wiesbaden das letzte Heimspiel der Saison: Die Nürnberg Rams geben ihre Visitenkarte am Samstag, 26. August, ab 17 Uhr im Europaviertel ab.

Auerbach - 15.08.2017

Für ersatzgeschwächte Wiesbadener gab es nichts zu holen.

Für ersatzgeschwächte Wiesbadener gab es nichts zu holen. (© Michael Wiegand / Wiesbaden Phantoms)

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