Kein Happy End für Comets in Stuttgart

Für die Comets hagelte es Strafen ohne Ende.Für die Allgäu Comets gab es im Stuttgarter GAZI-Stadion kein Happy End, denn 2 Sekunden vor Ende und einem letzten Spielzug sicherten sich die Scorpions den 33:30 Heimsieg. Daran konnte auch Francis Bah, der aus Irland zurückkehrte nichts ändern. An diesem Tag spielte man gegen gute Stuttgarter und sich selbst und zwei Kämpfe auf einmal sind nur schwer zu gewinnen.

1675 Zuschauer sahen das Spiel der Teams die bis dato nur einen Saisonsieg verbuchen konnten. So waren es auch die Gastgeber, die im ersten Quarter die einzigen Punkte zum 7:0 erzielen konnten. Bereits ab hier mussten die Allgäuer auf DB Colin Barrier verzichten, der zur Kontrolle ins Krankenhaus kam. Aber auch mit zwei Ballverlusten in den ersten 12 Minuten brachte man sich um den Erfolg. Der Ausgleich erfolgte dann durch Orlando Webb und Matthias Schäffeler (PAT) bevor die Defense um Peter Arentsen und Johannes Wagner mit einem Safety auf 7:9 erhöhten. Oft machte man sich das Leben selber schwer durch unnötige Strafen. Vor der Halbzeit traf es dann wieder Quarterback Cedric Townsend, der die Partie erst einmal angeschlagen zu Ende bringen musste. Dennoch warf er einen hohen Pass in Richtung Endzone und diesen sicherte sich Christian Hafels zum 7:16. (PAT Matthias Schäffeler). Doch gleich im nächsten Spielzug der Gastgeber legten sie mit einem enormen Raumgewinn nach und fanden sich an der 15 Yardlinie der Kemptener wieder. Die letzten Meter überbrückte Quarterback Sullivan selbst zum 14:16. Kurz vor der Halbzeit der nächste Paukenschlag für die Comets. DB Eric Paopao erhielt ein zweites persönliches Foul und somit war sein Arbeitstag beendet.

Die Allgäuer machten da weiter wo sie zuvor aufhörten. Allerdings im Negativen-Sinn, denn sie sammelten eine Strafe nach der anderen. Stuttgart fand nach einem Punt dann den Weg, mit einem sehenswerten Pass, in die Endzone zum 20:16. Der Extrapunkt konnte geblockt werden. Mehr Punkte sollten im dritten Spielabschnitt nicht fallen. Im letzten Viertel waren es dann die Comets, die an der Scorpions-Endzone anklopften. Diesmal richtete es Townsend selbst: er nahm die Füße unter die Arme und ließ sich nicht mehr stoppen. Auch die Two-Point Conversion auf Christian Liebold zum 20:24 gelang. Es folgten zwei kurze Ballwechsel. Marco Fieber mit der Interception für die Comets und gleich im ersten Spielzug der Fumble. Diese Chance liesen sich die Gastgeber nicht nehmen und erhöhten per Pass auf 27:24. Cedric Townsend spielte nun wie ausgewechselt. So erzielte er ein wichtiges First Down und im Anschluss ein schöner Handoff an Francis Bah, der bis kurz vor die Endzone kam. 24 Sekunden waren hier noch auf der Uhr. Dann der Fake von Townsend auf Bah und der Pass auf Running Back Matthias Schäffeler, der sich zum Touchdown kämpfen konnte. Diesmal scheiterte man an den geplanten 2 Punkten und es stand 27:30. den Stuttgartern blieben im Anschluss noch 9 Sekunden und sie standen bereits an der 28 Yardlinie der Comets. Der erste Pass wurde in der Endzone nicht gegangen und so blieben noch zwei Sekunden. Man mag es kaum glauben, aber mit einer Hail Mary, wie Green Bay Packers QB Aaron Rodgers in der letzten Saison, kam der Ball trotz drei Verteidiger in der Endzone zum 33:30 Sieg der Scorpions an.

Head Coach Brian Caler nach dem Spiel: "Es war ein toller Job der Jungs. Sie spielten hart und zusammen. In der Defense mussten so viele Jungs vom Feld und egal wen man fragte, jeder sprang für den anderen ein und gab alles. Auf diesen Willen der Jungs bin ich wirklich stolz.
Die Strafen und Turnovers haben uns heute den Sieg gekostet."


Ein großer Dank gilt den Fans, die mittlerweile mit dem Stuttgarter Fanclub eine wahre Freundschaft pflegen und ihr Team immer anfeuerten. Bereits nächste Woche kommt es zum Heimspiel gegen die Munich Cowboys.

John - 19.06.2017

Für die Comets hagelte es Strafen ohne Ende.

Für die Comets hagelte es Strafen ohne Ende. (© Ralf Krengel)

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