Warriors verlieren erneut gegen Genf

In einem durchschnittlichen Spiel bei brütender Hitze unterlagen die Winterthur Warriors bei den Geneva Seahawks mit 28:34 - dies trotz einer raschen 14:0-Führung im ersten Viertel. Doch verletzte sich der Warriors Quarterback Holt Claiborne schon früh im Spiel am Rücken und war damit bei seinen effektvollen Runs und auch beim Werfen zunehmend eingeschränkt. Noch vor Halbzeit musste er ganz vom Platz, um sich pflegen zu lassen. So verspielten die Warriors wie bereits im Hinspiel den Vorsprung und kassierten noch vor der Halbzeit den Ausgleich.

Nach dem Wiederanpfiff gelang es der Warriors-Defense den gegnerischen Angriff wenige Yards vor der Endzone zu stoppen und an Stelle von Claiborne übernahm Head Coach Evan Harrington die Spielregie. Er blieb jedoch glücklos und auch Moritz Boller, der dann die Spielmacherrolle einnahm, gelang es nicht die nötigen offensiven Impulse zu setzen. So war es immer wieder die Defense, die die Seahawks kontrollieren mussten. Dank eines Expoits von Jery Medici, der einen kurzen Pass von Boller an der 20-er Linie übernahm und in die gegnerische Endzone trug, gingen die Warriors erneut in Führung. Doch gleich im Gegenzug konterten die Genfer mit einem langen Kickoff-Return und kamen direkt nach wenigen Plays zum Touchdown-Ausgleich. Da sie danach mit dem Versuch einer 2-Point-Conversion scheiterten, stand es Ende des 3.Quarters 21:20 für die Warriors.

Deren Angriffsformation brachte danach für lange Zeit nichts Zählendes mehr aufs Feld, obwohl in der Zwischenzeit Claiborne sein Dress wieder angezogen hatte. Nun schien die Defense der Hitze und den langen Drives langsam Tribut zu zollen. Insbesondere mit dem sicheren Kurzpass-Spiel der Genfer kamen sie nicht zurecht. So liessen sie im 4. Viertel zwei Touchdowns zu und die Gastgeber gingen 34:21 in Führung. Erst rund 50 Sekunden vor Schluss gelangen den Warriors dann die letzten Punkte – eine zu späte Reaktion.

Die Niederlage ist sehr bitter, denn mit einem Sieg hätte man die Playoffqualifikation und den dritten Platz sichern können. Nun starten die Rechenspiele von Neuem, die Partie in Chur am kommenden Sonntag erlangt weitere Brisanz und Schützenhilfe aus Basel oder Lausanne könnte notwendig werden. Was bereits sicher ist: Ein Heimspiel wird es nicht mehr geben. Eine herbe Enttäuschung für die eigentlich so gut begonnene Meisterschaft, stand doch nach dem Sieg gegen die Calanda Broncos vor drei Wochen der Himmel für die Winterthur Warriors noch voller Geigen.

Auf der anderen Seiten haben die Geneva Seahawks das Abstiegsgespenst endgültig besiegt und nun sogar noch eine Chance auf einen Playoff-Platz. Allerdings müssen dazu die Spiele gegen Lausanne und Basel gewonnen werden.

Wittig - 13.06.2017

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