Hornets auf dem richtigen Weg

Zuerst gab es ungewohnte Töne für die Fans der Hanau Hornets, denn Pressesprecher Achim Korn musste Stadionsprecher Holger Weishaupt, der im Stau stand, in den ersten 10 Minuten der Partie vertreten. Nach dem Spiel freute sich Physio Kerstin Blümler, "das war eine Saison, die einfach nur Spaß gemacht hat“, strahlte sie nach Spielschluss über das ganze Gesicht. Mit einem am Ende klaren 32:10 siegten Hanaus Footballhornissen im letzten Saisonspiel gegen die Fulda Saints und kommen somit auf eine 6-4-Bilanz, die den dritten Tabellenplatz bedeutet.

Gegen den mit nur siebzehn einsatzfähigen Spielern angereisten Absteiger mussten die Hornets jedoch lange für den Sieg kämpfen. „Fulda hat uns alles abverlangt. Das war alles andere als ein Spaziergang. Toll, dass die Jungs angetreten sind – das hätte in dieser Situation nicht jedes Team getan“, zeigte sich dann auch Hornets-Pressesprecher Achim Korn vom Auftritt der Osthessen überzeugt.

„Fulda hat gut mitgehalten und zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgesteckt. Die Saints haben es geschafft, uns aus dem Takt zu bringen, wir haben aber schnell wieder ins Spiel zurückgefunden. Wir haben dann unsere Chancen wieder konsequenter genutzt und das Spiel, das beileibe kein Selbstläufer war, für uns entscheiden können“, verteilte Head Coach Michael Myers nach der Begegnung Komplimente an Fulda, das mit einer starken kämpferischen Einstellung in Hanau auflief.

Im ersten Viertel lief vor 551 Zuschauern zunächst alles nach Plan. Die Hornets wieder mit einem variablen Auftritt in der Offense. Ein 26-Yard-Pass von Smith auf Pascal Mahr und ein Extrakick von Phillip Staarfänger bringt die erwartungsgemäße 7:0-Führung für die Hausherren.Dann drehen jedoch die Gäste auf. Immer wieder können sie die Hornetsangriffe stoppen. Hanau versucht es mit einem 48-Yard-Field-Goal, scheitert jedoch knapp. Im Gegenzug endet ein Fuldaer 30-Yard-Lauf in der Hanauer Endzone zum 7:7-Ausgleich. Hanau kontert mit einem ähnlichen Spielzug. Smith bedient Alexander Höhl mit einem 30-Yard-Pass, der setzt per Lauf noch weitere 30 Yards zur 13:7-Halbzeitführung für die Gastgeber drauf. Kurzfristig stottert der Angriffsmotor der Hornissen nach der Pause, kommt dann aber kurz vor Ende des dritten Viertels wieder in Gang, als sich Victor Limonta Bell zum 19:7 in die Hanauer Endzone tankt. Pascal Mahr und Kevin Posey erzielten danach noch weitere Hanauer Touchdowns, denen Fulda nur ein Field Goal entgegen setzen konnte.

Offensecoach Thommy Erdmenger fand nicht nur den Sieg gegen Fulda positiv, sondern die gesamte Saison: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Seit fünf Jahren war dies die erste Saison, die die Hornets mit einem positiven Punkteverhältnis abschließen konnten. Wir haben siebzig Prozent Rookies ins Team eingebaut. Die Jugendspieler haben toll eingeschlagen. Hier entwickelt sich was“.

„Den Trainern ist es gelungen, ein echtes Team zu formen. Wir haben keine Primadonnen mehr, keine Stars und keine Spieler mit irgendwelchen Allüren. Jeder ist für jeden da – und das sieht man auch auf dem Platz. Wir hatten Rückschläge, die wir aufgearbeitet haben. Die Jungs haben die ganze Saison über hart gearbeitet und die Früchte geerntet. Jetzt machen wir das, was wir auch gut können – und feiern erstmal ´ne Runde“, schließt Pressesprecher Korn.

Wittig - 11.08.2015

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