Zu oft fehlten wenige Zentimeter

Die Hechte obenauf.Am vergangenen Samstag traten die 1844 Freiburg Sacristans zu ihrem ersten Auswärtsspiel in der Regionalliga Mitte in Kaiserslautern bei den Pikes an. Vor zwei Wochen gelang den Freiburgern zu Hause ein überzeugender Auftaktsieg gegen die Lauterer und das Team um Head Coach Volkmar Walter reiste entsprechend selbstbewusst in die Pfalz. Es sollte ein Spiel werden, das durch wenige Zentimeter entschieden wurde.

Anfangs lief alles nach Plan für die Freiburger. Die Offense setzte, wie im Hinspiel, primär auf Laufspielzüge und Fullback Danijel Pavan erzielte die Führung zum 7:0 (Zusatzkick Simon Liang). Im zweiten Viertel zeichnete sich ab, dass an diesem Spieltag jeder Zentimeter wichtig sein würde. Im vierten Versuch wurde die Offense der Breisgauer knapp vor der First-Down Markierung gestoppt und der Ballbesitz wechselte zu den Pikes. Diese münzten ihn durch einen Touchdown und eine Two-Point-Conversion in 8 Punkte um. 7:8 aus Sicht der Freiburger lautete dann auch der Halbzeitstand.

Trotz des Rückstandes waren die Sacristans überzeugt durch eine starke zweite Halbzeit den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Aber das Team musste zunächst eine bittere Pille schlucken. Der Kickoff Return zur zweiten Halbzeit wurde durch die Pikes zum 14:7 in die Endzone zurückgetragen. Dennoch trat die Offense wieder selbstbewusst aufs Feld und marschierte Yard für Yard in Richtung der Endzone der Pikes. Kurz vor dem Ziel unterlief dann der nächste Fauxpas, als die Freiburger den Ball an die Pikes verloren. Die hervorragend aufgelegte Defense bügelte diesen Fehler allerdings postwendend aus, indem Safety Moritz Rauch einen Pass abfing. Nun war die Offense der Sacristans wieder am Zug und wieder marschierte sie bis kurz vor die Endzone der Pikes. Nun sollten wieder die entscheidenden Zentimeter eine Rolle spielen. Erst wurde Receiver Micha Henßler gut zehn Zentimeter vor der Endzone gestoppt, dann gelang es Quarterback Jan Winkler im vierten Versuch nicht, den Ball über die Goalline zu befördern. Der Ballbesitz wechselte wieder zu den Pfälzer Hechten. Und wieder war es die Defense, die die Sacristans weiter im Spiel hielt. Der Quarterback der Pikes wurde in der eigenen Endzone zu Fall gebracht und die Defense punktete zum ersten Mal in dieser Saison zum 9:14.

Nach diesem Safety kam die Offense der Sacristans wieder in Ballbesitz und war entschlossen, den Sieg durch einen letzten Touchdown zu besiegeln. Doch zum dritten Mal waren es wieder wenige Zentimeter, die über Sieg und Niederlage entschieden. Ein langer Pass von Jan Winkler wurde von Micha Henßler spektakulär gefangen. Dieser lief auf die Endzone zu und die Sideline der Sacristans begann schon zu jubeln, als direkt vor der Endzone ein Verteidiger der Pikes den Ball aus den Händen Henßlers schlug. Der Ball rollte in die Endzone und wurde von den Hausherren gesichert: Ballbesitz Kaiserslautern und wieder keine Punkte für die Messdiener. Spätestens hier war die Luft raus. Die aufopferungsvoll kämpfende Defense der Freiburger musste am Ende noch einen Touchdown hinnehmen, so dass das Endergebnis mit 9:20 deutlich ausfiel.

Blieb die Erkenntnis, dass das Team nicht gegen einen übermächtigen Gegner verloren hatte. Vielmehr waren individuelle Fehler und auch eine Portion Pech verantwortlich für diese Niederlage. Dennoch: diese Probleme sind nicht unlösbar und werden unter Woche abgestellt. Denn am kommenden Sonntag (17. Mai) begrüßen die Sacristans die Pirates aus Frankfurt zum zweiten Heimspiel der Saison. Kickoff im FT-Sportpark, Schwarzwaldstraße 181 ist um 15 Uhr.

Punkte für die Sacristans: Danijel Pavan (6), Simon Liang (1), Team (2).

Ebenfalls am Sonntag bestreiten die Sacristans Juniors ihr zweiten Heimspiel in der Saison. Nach dem Sieg in Weinheim, wollen die Juniors auch gegen die SG Ravensburg Razorbacks / Neckar Hammers erfolgreich sein. Spielbeginn ist um 12 Uhr. Bereits am Donnerstag ab 10 Uhr bestreitet die U15 Flag Jugend ihr Heimturnier im FT-Sportpark und kämpft dabei um den Einzug ins Landesfinale.

Peter Lorenz - 11.05.2015

Die Hechte obenauf.

Die Hechte obenauf. (© Freiburg Sacristans Günther)

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