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Giants holen vierten Super Bowl

Der Catch des Jahres - unter starker Bedrängnis sichert Mario Manningham im vierten Quarter direkt an der Sideline einen neuen First Down für die GiantsDie New York Giants haben es wieder geschafft: Wie vor vier Jahren stellten sie im Super Bowl dem Favoriten New England Patriots ein Bein und gewannen ihren vierten Super-Bowl-Titel. In Indianapolis bezwangen die New Yorker die Patriots mit 21:17. Anders als vor vier Jahren kam ihr Erfolg diesmal aber weniger unerwartet - bereits in den Playoffs, spätestens in den Championship-Spielen, hatte sich abgezeichnet, dass die Mitte der Saison bereits fast abgeschriebenen Giants auf den Punkt genau ihre Top-Form gefunden hatten. Bei den Patriots zeigte die Formkurve indessen etwas nach unten, und als sie im ersten Viertel des Super Bowls mit 0:9 in Rückstand gerieten, war die Richtung vorgezeichnet.

Dennoch bedurfte es einer späten Glanzleistung von Eli Manning, der zum zweiten Mal in seiner Laufbahn als Most Valuable Player ausgezeichnet wurde und Bruder Peyton auch in dieser Hinsicht den Rang nun etwas abgelaufen hat, um den Sieg für New York nach Hause zu bringen. Denn die Patriots hatten noch vor der Pause den Rückstand nicht nur wettgemacht, sondern waren direkt vor der Pause auch mit einem Punkt in Führung gegangen. Nach dem 10:9 kamen sie nach der Halbzeit besonders frisch aus den Kabinen zurück, und Tom Brady dirigierte sein Team in einem ebenso beeindruckenden Drive über 79 Yards gleich wieder in die Endzone. Insgesamt hatte New Englands Star-Quarterback zu dem Zeitpunkt 16 Pässe in Folge an den eigenen Mitspieler gebracht, ein Super-Bowl-Rekord, der ihn wieder ein Stück näher an sein Vorbild Joe Montana (und Terry Bradshaw) herangebracht hatte.

Nur den vierten Titel, den die beiden Legenden der Vergangenheit ihr eigen nennen, der blieb Brady auch diesmal wieder verwehrt. Die Giants behielten die Nerven, auch wenn sie zunächst nur mit zwei Field Goals antworten konnten und so zum letzten Seitenwechsel immer noch mit zwei Punkten in Rückstand lagen. Gleich zu Beginn des letzten Abschnitts war Brady stark unter Druck, warf den Pass in Bedrängnis aber tief auf TE Ron Gronkowski in Richtung der Giants-Endzone. Chase Blackburn konnte für die New Yorker dazwischengehen und den Ball, von dem Brady sich wohl wünschen würde, er hätte ihn nie geworfen, abfangen. Der einzige Ballverlust des gesamten Super Bowls - zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für New England. Statt der angepeilten Neun-Punkte-Führung blieb es weiter dabei, dass dem Gegner schon ein Field Goal reichen würde, um die Führung zu erobern.

Von der eigenen 8-Yard-Linie aus allerdings war selbst dies für die Giants zunächst zuviel, lediglich bis knapp über die Mittellinie schaffte der Champion der NFC East es. So hatten dann Brady und die Patriots exakt die selbe Chance - mit ziemlich genau dem selben Resultat. Von der eigenen 8-Yard-Linie aus schaffte man es knapp ins Territorium der Giants - dann gingen zwei Versuche Bradys, die Field Goal Range oder gar die Endzone mit Pässen zu erreichen, schief - und auch die Patriots mussten sich noch einmal mit dem Punt begnügen.

Zu spielen waren da noch knapp vier Minuten, die Startposition für Manning und seinen Angriff war an der eigenen 12-Yard-Linie nur unwesentlich besser als zuvor. Doch nun feuerte Manning eine Bombe auf Mario Manningham ab, die sein Team sofort an der Mittellinie in Stellung brachte. Patriots-Coach Bill Belichik sah die Felle nun schon davonschwimmen und ließ die Schiedsrichter diesen Passfang überprüfen - aber Manning, Manningham und Co. durften von dieser Stelle aus weitermachen. Im gleichen Stil: Ein weiteres First Down holte das Duo, dann folgte ein weiterer First-Down-Pass auf Hakeem Nicks. Damit waren die Giants in der Red Zone der Patriots, durften darauf vertrauen, dass im Notfall Lawrence Tynes’ Kick zum Sieg reichen dürfte, mussten aber dem vorbeugen, dass Brady und die Patriots nach dem angepeilten Score zuviel Zeit übrig blieb.

Und sieh an: Selbst auf das diese Saison viel gescholtene Laufspiel der Giants war im rechten Moment Verlass, wenn auch mit kuriosen Nebenwirkungen. Ahmad Bradshaw holte sieben Yards, ein kurzer Pass im zweiten Down auf Hakeem Nicks brachte den Giants das First Down, den Patriots aber Luft zum Atmen, weil Devin McCourty Hicks ins Aus bugsieren konnte. Also blieben die Giants nun bei Bradshaw - und im zweiten Anlauf kam er zum 21:17 in die Endzone. Aber so richtig wollte er dort nicht hin, jedenfalls noch nicht zu diesem verhältnismäßig frühen Zeitpunkt. Im vorletzten Moment schien ihm zu dämmern, dass die Patriots-Defense ihm wohl ein Scheunentor als Falle geöffnet hatte und die taktisch in dieser Situation richtige Variante gewesen wäre, an der 1-Yard-Linie zu Boden zu gehen. Im allerletzten Moment besann er sich zum Glück für die Giants aber auch noch darauf, dass am wesentlichsten war, den Ball festzuhalten. Dies gelang ihm dann aber nur mit einem etwas absurd anmutenden "Plumpser" in der Endzone...

Zur Sicherheit hätte man gerne zwei Punkte mehr gehabt, doch die Patriots wehrten den Conversion-Versuch ab. 57 Sekunden können eine Menge Zeit im Football sein, vor allem natürlich, wenn der Quarterback Tom Brady heißt. Aber nach zwei Fehlversuchen aus der eigenen Hälfte, bei denen den Receivern wohl die Nerven einen Streich spielten, als sie fangbare Bälle durch die Hände gleiten ließen, erwischte Justin Tuck Brady sechs Yards hinter der Line of Scrimmage. Damit war nun das letzte Timeout (das Bradshaw den Patriots durch seinen Touchdown noch übrig gelassen hatte) dahin. Zwar fand Brady noch zweimal einen Receiver zum First Down, doch blieben nun nur noch 17 Sekunden für Hail-Mary-Pässe aus der eigenen Hälfte. Und da konnte dann auch ein Tom Brady nicht zaubern und die Jubelstürme der Giants noch stoppen.

Auerbach - 06.02.2012

Der Catch des Jahres - unter starker Bedrängnis sichert Mario Manningham im vierten Quarter direkt an der Sideline einen neuen First Down für die Giants

Der Catch des Jahres - unter starker Bedrängnis sichert Mario Manningham im vierten Quarter direkt an der Sideline einen neuen First Down für die Giants (© Getty Images)

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