Rams empfangen Patriots im Wembleystadion
Die New England Patriots und die St. Louis Rams kehren im Oktober nach Europa zurück. Am 28. Oktober 2012 findet die einzige diesjährige Partie der als ‚International Series‘ titulierten alljährlichen Saisonspiele der NFL im Londoner Wembleystadion statt. Zum zweiten Mal nach 2009, als sie den Tampa Bay Buccaneers eine 35:7-Packung verpassten, sind die ‚Pats‘ in der britischen Metropole zu Gast. Die Rams, damals noch in Los Angeles beheimatet, spielten zuletzt 1990 gegen die Kansas City Chiefs im Berliner Olympiastadion in der ‚Alten Welt‘ und waren 1989 in Tokio und 1987 in London zu Preseason-Spielen gewesen.
Künftig kommt das Team aus Missouri, das erst vorige Woche Jeff Fisher als neuen Head Coach vorgestellt hat, aber regelmäßig an die Themse: Die Rams werden bis 2014 alljährlich eines ihrer ‚Heimspiele‘ im Wembleystadion austragen. „Das Echo der britischen Fans auf die NFL-Spiele im Vereinigten Königreich war ganz außerordentlich“, erläuterte NFL-Commissioner Roger Goodell, „Wir sind zuversichtlich, dass die Rams, wenn sie in den nächsten drei Jahren jeweils Gastgeber eines Spiels hier sind, der Popularität unseres Sports jenseits der US-Grenzen einen weiteren Schub geben.“
Nach ihrem Meeting am 11. Oktober hatten die 32 Besitzer der NFL-Teams die Liga beauftragt, für die nächsten fünf Jahre, also bis 2016, normale Saisonspiele in Großbritannien anzusetzen und Anzahl der Spiele, Austragungsort€ und teilnehmende Teams festzulegen. Daraufhin hatte die NFL Freiwillige gesucht, die für bis zu fünf dieser Spiele ‚Gastgeber‘ sein wollten und die Rams haben nun bis 2014 den Zuschlag erhalten. Der Verzicht auf ein Heimspiel pro Saison will nicht allzu schwer, obwohl die Fans in St. Louis bereits öffentlich beklagen, dass mit der Begegnung gegen die Patriots in der kommenden Saison eines der attraktivsten Spieles jenseits des Atlantiks ausgetragen wird.
Nicht zuletzt aufgrund des sportlichen Niedergangs war der heimische Edward-Jones-Dome in den vergangenen Jahren allzu oft nur spärlich gefüllt: Seit 2003 haben die Rams nicht mehr die Playoffs erreicht, in vier der vergangenen fünf Spielzeiten gehörte das Team zu den drei schlechtesten der gesamten Liga. Wobei die öffentliche Erklärung natürlic gan anders klingt: „Das ist eine ungeheure Ehre für unsere Franchise, für die Stadt St. Louis und unsere Fans in der ganzen Welt. Wir sind begeistert von der Chance, weltweit neue Zuschauer zu erreichen, es ist ene tolle Plattform, die Stadt St. Louis London und ganz Großbritannien näher zu bringen“, erklärte E. Stanley Kroenke. Dem Besitzer der Rams gehört in London bereits der traditionsreiche Fußball-Verein FC Arsenal und er will „aus nächster Nähe schon gesehen“ haben, das die NFL „nicht nur in London, sondern in ganz Europa immer populärer wird. Bei diesem Zuwachs (an Popularität) in den nächsten drei Jahren eine Rolle zu spielen, wird unglaublich werden.“
Allerdings wird - zumindest beim ersten der drei Auftritte – wohl der Gegner noch eher ein Publikumsmagnet sein, als die Rams, die in den vergangenen drei Jahren zweimal die mit Abstand schwächste Offense der Liga hatten. Die Patriots gehören nach ihren drei Super Bowl-Siegen in den vergangenen zehn Jahren und als derzeitiger Halbfinalist zu den beliebtesten Teams bei den europäischen Fans. Speziell in Deutschland wird seit drei Jahren, seit mit dem ehemaligen Düsseldorfer Panther Sebastian Vollmer der erste NFL-Spieler unter Vertrag steht, der hierzulande das Footballspielen gelernt hat, das Wohl und Wehe von Tom Brady und Co. besonders beobachtet.
„Wir haben unsere Zeit in London bei unserem letzten Besuch sehr genossen und freuen uns, dass wir die Ehre haben, auch dieses Jahr wieder ausgewählt worden zu sein“, sagte ‚Pats‘-Besitzer Robert Kraft. „Wir freuen uns auf eine weitere erinnerungswürdige Erfahrung.“
© Nitsch - 21.01.2012

Wird Ende Oktober erneut im Londoner Wembleystadion zu Gast sein: Tom Brady und die Patriots sind Gegner der St. Louis Rams (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
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Für eine Überraschung sorgten die Minnesota Vikings, die im hinteren Drittel der ersten Runde dreimal zugriffen, der letzte Pick im Trade mit...alles lesenSanders nicht zu den Pats, Edelmann zurückSprengt Foxboro!!!Am liebsten bis zum Karriereende in New...Spiele New England Patriots
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