Raiders nutzen Gunst der Stunde nicht
Es war alles auf dem Silbertablett für die Oakland Raiders serviert: Die Jets hatten am Nachmittag verloren, die Broncos befanden sich gegen die Chiefs auf der Verliererstraße. Ein Sieg über die San Diego Chargers und man wäre sogar AFC-West-Champ, doch die Raiders nahmen das Geschenk nicht an. Vor heimischer Kulisse verloren man mit 26:38 und darf nun dass 10-jährige Playoff-Ade-Jubiläum feiern.
Es hätte ein versöhnender Abschluss werden können einer Alles in Allem verkorksten Saison. Doch nicht die Raiders spielten wie ein Team, das die große Chance auf die Playoffs hat, sondern die Chargers. In San Diego hatte man wohl vergessen, der Mannschaft Bescheid zu sagen, dass man schon aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden ist. Das Team im QB Philip Rivers spielte groß auf, als ginge es für sie um Alles oder Nichts. Rivers, der in den letzten Spiel nicht überzeugen konnte und arg in die Kritik geraten war, zeigte, dass er zu den besseren seiner Zunft gehört. Doch er muss sich hinterfragen, warum erst jetzt, wo man selber ohne Chance war. Anscheinend war der zuvor aufgebaute Druck für ihn eine zu schwere Last. Nun, da man selbst keine Chance hatte und die Last von seinen Schultern genommen war, spielte er wie in seinen besten Tagen. Am effektivsten war er, wenn die Raiders sich immer wieder auf Schlagdistanz heran gekämpft hatten. So fiel die Vorentscheidung zu Gunsten der Chargers fiel Mitte des vierten Viertels, als die Chargers an der eigenen 1-Yard-Linie starten musste. Zu diesem Zeitpinkt stand es 26:31 und wenn es den Raiders gelänge, die Chargers zu stoppen, wäre alles möglich gewesen. Doch Rivers dachte nicht daran. Erst fand RB Mike Tolbert eine große Lücke in der Abwehr der Raiders, dann schickte Rivers mit einem 43-Yard-Pass seinen WR Michael Floyd Richtung Endzone. Mit diesem Touchdown brach man den Raiders sozusagen das Genick.
© Gohlke - 02.01.2012

QB Philip Rivers war mit seinen drei Touchdown-Pässen der Matchwinner des Spiels. (© Getty Images)
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