Houston Texans sind in den Playoffs
Die AFC South hat einen neuen Champion. Die Houston Texans füllen die durch den Absturz der Colts entstandene Lücke und haben dank eines dramatischen 20:19-Erfolg gegen die Cincinnati Bengals zum ersten Mal in ihrer kurzen Klubgeschichte die Playoffs erreicht. Zwei Sekunden vor dem Spielende warf Rookie-Quarterback T.J. Yates einen 6-Yard-Pass auf einen völlig frei stehenden WR Kevin Walter in die Endzone. Die Fans können sich so über die erste Playoffteilnahme eines Teams aus Houston seit 1993 freuen.
„Wir wollen nun auch das Endspiel gewinnen“, sagte DE Antonio Smith im Freudentaumel. Head Coach Gary Kubiak sah dies alles deutlich realistischer: „Das Endergebnis für die Texans ist natürlich großartig, aber das war wirklich kein gutes Footballspiel von uns. Wir haben in allen Bereichen unzählige Fehler gemacht. Es sah nicht so aus, als ob wir das Spiel noch würden gewinnen können. Aber letztendlich bin ich glücklich über das Ergebnis.“
Und tatsächlich hätten die Fehler der Texans für mehrere Spiele gereicht. Gerade in der ersten Halbzeit hatten die Bengals das Spiel fest im Griff und verwandelten eben jene Fehler in 13 Punkte auf dem Weg zu einer 16:3-Halbzeitführung. Eine Inteception, ein Fumble und ein verschossenes Field Goal führten zu zwei Field Goals von Mike Nugent und einem Touchdown von WR Jerome Simpson. Wenn sich die Bengals etwas ankreiden lassen müssen, dann ist es die mangelnde Chancenverwertung. Nur ein Touchdown aber drei Field Goals aus diesen Möglichkeiten waren einfach zu wenig. Und selbst in der zweiten Hälfte konnten sie nur noch ein weiteres Field Goal durch Nugent hinzufügen.
In dieser schlug die große Stunde des T.J. Yates. Schon früh im dritten Viertel verkürzte er durch einen Pass auf TE Joel Dreessen auf 10:16, aus Sicht der Texans. Doch auch hiernach hörten die Fehler der Texans nicht auf. Selbst ein Fumble der Texans kurz vor der eigenen Endzone konnten die Bengals nicht verwerten. Das Bemühen der Defense, den Ball sofort in die Endzone zu tragen, führte dazu, dass die Texans den Ball doch wieder sichern konnte. Eine einmalige Chance das Spiel für die Bengals zu entscheiden war dahin.
Und so kam, was kommen musste. In der letzten Angriffsserie im letzten Viertel nahm Yates die Defense der Bengals in 14 Spielzügen über 80 Yards Stück für Stück auseinander, bis zum Abschluss auf Walter in der Endzone. Der anschließenden Kick blieb reine Formsache. „Wir haben wirklich schlecht gespielt. Aber wir mussten, wenn wir die letzte Serie erfolgreich abschließen, dann haben wir das Spiel gewonnen und dies haben wir geschafft. Das ist wirklich ein spezieller Tag für die Texans“, meinte Yates auf der Pressekonferenz, auf der die Spieler nun schon standardmäßig mit den frisch bestickten Mützen des neuen AFC South Champion auftraten.
© Korber - 12.12.2011

T.J. Yates machte einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung. (© Getty Images)
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