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„Steinzeitliches Meisterwerk“

LSU hatte im Duell der beiden besten Defenses dieser Saison bei Alabama knapp die Nase vorn.Das „Game of the Century“ hielt, was man sich von ihm versprochen hatte - zumindest wenn man nicht zu denen gehört, die die Qualität eines Football-Spiels an der Anzahl erzielter Punkte messen sondern sich noch daran erinnern, das Football eher eine Kombination aus Schach spielen und Kratzen und Beißen um jeden Zentimeter Boden ist. Der 9:6-Erfolg nach Verlängerung von Ranglisten-Spitzenreiter LSU beim Zweiten Alabama erinnerte an den Kampf zweier Schwergewichtsboxer, von denen keiner stark genug ist, um den anderen auf die Bretter zu zwingen. LSUs Sieg war denn auch, um bei der Box-Metapher zu bleiben, eher einer nach Punkten und nicht durch KO. Nach dem Ende dieses „steinzeitlichen Meisterwerkes“, wie ein Kommentator die Partie bezeichnete, gab es selbst beim Sieger weniger Triumph-Geschrei als viel mehr Respekt vor dem Gegner und Erleichterung darüber, dass die „Knüppelei“ vorbei war. „Gratulation an Alabama. Was für eine Leistung, was für eine großartige Mannschaft sie haben, und Coach Saban leistet hier großartige Arbeit. Es wäre eine Ehre für mich, wenn wir (in dieser Saison) noch einmal auf sie treffen würden“, sagte LSUs Head Coach Les Miles kurz nach Spielende - und brachte damit sogleich eine mögliche Neuauflage dieses Duells im National Championship Game ins Gespräch, was denkbar ist, aber wohl eher nicht passieren wird.

LSU war nicht unbedingt die bessere Mannschaft, und angesichts von vier vergebenen Field-Goal-Möglichkeiten von Alabama und einer Interception an LSUs 1-Yard-Linie bleibt der Eindruck „hängen“, dass die Tigers nicht zuletzt dank der Fehler des Gegners als Sieger vom Platz gingen. „Wir haben in einigen Situationen einfach nicht präzise genug gespielt und haben einige der Chancen, die wir hatten, nicht genutzt“, ging auch die Analyse von Alabamas Head Coach Nick Saban in diese Richtung. Da ist was dran, aber etwas differenzierter darf man das schon sehen. Den glücklosen K Cade Foster muss man in sofern in Schutz nehmen, als Field-Goal-Versuche aus 44, 50 und 52 Yards durchaus auch daneben gehen können, was auch für den geblockten Versuch von Zweit-Kicker Jeremy Shelley aus 49 Yards gilt. Dazu kommt, dass im Duell der beiden Top-Defenses dieser Saison das beste Defensive Backfield im College Football für zwei der Highlights des Spiels sorgte. Kurz vor Ende des dritten Viertels fing CB Morris Claiborne einen Pass an Alabamas 48-Yard-Linie ab, erreichte mit seinem Return die 15-Yard-Linie und legte damit den Grundstein zu Drew Allemans 30-Yard-Field-Goal zum 6:6 in der ersten Minute des vierten Viertels. Und bei Alabamas nächsten Ballbesitz war es einfach eine ganz starke Aktion von SS Eric Reid, mit der dieser einen Trickspielzug der Gastgeber mit einer Interception beendete.

Im sechsten Spielzug dieses Angriffs an LSUs 28-Yard-Linie bekam WR Marquis Maze in der so genannten „Wildcat Formation“ den Ball vom Center zugespielt, täuschte einen Lauf an und warf dann einen Pass über die Mitte auf TE Michael Williams, der zunächst völlig frei stand. Reid kam aber gerade noch rechtzeitig heran und landete in einer unübersichtlichen Situation kurz vor der Goal Line mit dem Ball in den Händen am Boden. „Ich war bei meinem Gegenspieler, aber dann sah ich den Tight End frei stehen. Ich sah den Ball in der Luft und wusste, ich muss ihn kriegen“, sagte Reid zu der Szene. Die Auswahl dieses Spielzuges wurde später durchaus kritisch hinterfragt, zumal Sabans Spieler in den fünf Spielzügen zuvor recht zügig von der eigenen 23-Yard-Linie an LSUs 28 gelangt waren und RB Trent Richardson im fünften 24 Yards geholt hatte. Saban sah die Wahl dieses Spielzuges aber nicht als so ungewöhnlich. „Gut, der Spielzug hat eigentlich funktioniert. Maze hat einen guten Pass geworfen, und wir hatten die Möglichkeit, den Ball zu fangen, aber wir haben den Spielzug nicht konsequent genug zu Ende gebracht“, so Saban.

Die Kombination aus eigenen Unzulänglichkeiten und starken Szenen der gegnerischen Abwehr setzte sich für Alabama auch in der Verlängerung fort. Die Gastgeber kamen zuerst an den Ball. Nach einem erfolglosen Pass des über die ganze Spielzeit in seinen Pässen oft unsauberen QBs A.J. McCarron im ersten Spielzug fing sich Alabama eine 5-Yard-Strafe wegen eines Wechselfehlers ein. Und nach einem weiteren erfolglosen Pass im zweiten Spielzug warf ein Quarterback Sack von DE Sam Montgomery Alabama bis an die 35-Yard-Linie zurück. Bei 20 zum First Down fehlenden Yards blieb Saban keine andere Wahl als Foster erneut auf’s Feld zu schicken. Der verschoss dann aus 52 Yards Entfernung. LSU riskierte danach nichts. Nach vier Läufen, die die Tigers von der 25-Yard-Linie bis an die 8-Yard-Linie brachten, traf K Drew Alleman aus 25 Yards zum Sieg.

Hoch - 06.11.2011

LSU hatte im Duell der beiden besten Defenses dieser Saison bei Alabama knapp die Nase vorn.

LSU hatte im Duell der beiden besten Defenses dieser Saison bei Alabama knapp die Nase vorn. (© Getty Images)

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