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Luck wankte aber fiel nicht

Die Entscheidung: Stanfords LB A.J. Tarpley sichert nach Curtis McNeals Fumble den Ball in der Endzone.„More than Luck“ - mit diesem Wortspiel war eine der Vorschauen auf das Spiel USC gegen Stanford betitelt, und gemeint war damit, dass die Erfolge, die Stanford seit letzter Saison feiert, nicht nur auf das Konto von QB Andrew Luck gehen und schon gar nichts mit Glück zu tun haben. Beides stimmt, aber beim 56:48-Erfolg nach der dritten Verlängerung bei USC zeigte sich auch, dass bei Stanford letztlich doch fast alles - im Guten wie im Schlechten - am begehrtesten Nachwuchs-Footballer der USA hängt. Um ein Haar hätte Luck die erste Niederlage seines Teams in dieser Saison zumindest mitverschuldet. Etwas mehr als drei Minuten vor Spielende warf er seinen schlechtesten Pass in diesem Spiel, und der wurde von CB Nickell Robey abgefangen und mit einem 33-Yard-Return zum Touchdown (34:27) verwertet. Dass der ausgewählte Spielzug (ein Pass aus der linken Feldhälfte auf die rechte Außenseite) nicht besonders glücklich war, hätte Luck im Falle einer Niederlage gewiss nicht getröstet. Lange in der Luft befindliche Sideline-Pässe sind besonders riskant und enden, wenn sie nicht perfekt gespielt werden, fast immer im Desaster. So wie in diesem Fall. Lucks schlechter Wurf und ein Strauchler des angespielten Receivers gaben Robey die Möglichkeit, den Pass abzufangen, und nach der Interception war niemand mehr in der Nähe, um Robeys Sprint Richtung Endzone zu unterbrechen.

Was dann folgte, zeigte sowohl Lucks Stärken als auch die der Mannschaft insgesamt. In zehn Spielzügen führte Luck sein Team unwiderstehlich von der eigenen 24-Yard-Linie aus zum Touchdown (34:34). Dabei lief zunächst alles über Luck. Fünf Pässe, vier davon erfolgreich, ein 16-Yard-Lauf von ihm plus eine 15-Yard-Strafe gegen USC brachten Stanford an USCs 13-Yard-Linie. Den Rest besorgte RB Stepfan Taylor mit drei Läufen, der letzte zum Touchdown über zwei Yards. „Eine Eigenschaft von Andrew, die man nie vergessen darf, ist, dass er der Mann mit dem größten Siegeswillen im Team ist. Er war so sauer auf sich selbst, dass er es nicht zulassen wollte, dass dieser Spielzug das Spiel gegen uns entscheiden würde“, sagte Head Coach David Shaw zu der Situation. Ähnlich äußerte sich auch Luck. „Ich war total enttäuscht von mir selbst. Für ein paar Sekunden hätte ich am liebsten ein Loch gegraben und mich darin eingebuddelt. Aber die Jungs haben an mich geglaubt. Ich war so froh, zu sehen, dass wir noch Zeit hatten“, so Luck.

Das Zittern um den Sieg war für Stanford mit dem Ausgleich aber längst noch nicht vorbei. USC stieß anschließend noch bis an Stanfords 33-Yard-Linie vor, hatte dann aber keine Zeit mehr für einen Field-Goal-Versuch - zumindest entschieden die Sciedsrichter zum Verdruss von USCs Head Coach Lane Kiffin so. In der Verlängerung konnte beide Defenses die Angriffe des Gegners nicht stoppen, so dass erst ein Fehler das Spiel entschied. Stanfords dritten Touchdown in der Overtime konterte USC mit einem 21-Yard-Pass von QB Matt Barkley auf WR Marqise Lee im ersten Spielzug. Im zweiten Spielzug wurde dann RB Curtis McNeal bei einem Lauf durch die Mitte der Ball aus der Hand geschlagen. Der Ball rollte dann in die Endzone, wo ihn Stanfords LB A.J. Tarpley unter sich begrub.

Die für Stanford weniger erbauliche Erkenntnis aus dem Spiel war freilich, dass man gegen offensivstarke Gegner auf einen Luck in Bestform angewiesen ist, weil die Abwehr insgesamt nicht stark genug ist. Dass Stanfords Stärken nicht in der Defensive liegen, das Team mit Blick auf die beiden Ranglisten-Ersten mit ihren Top-Defenses ein Anti-LSU beziehungsweise Anti-Alabama ist, weiß man, aber vor allem die Schwächen in der Laufverteidigung in der zweiten Halbzeit waren schon bedenklich. Wenn ein College-Neuling und Leichtgewicht wie USCs RB Curtis McNeal Stanfords Abwehr schon so in Not bringen kann, dann möchte man sich kaum ausmalen, was LSUs Spencer Ware oder Alabamas Trent Richardson mit ihr machen würden, sollte Stanford tatsächlich das National Championship Game erreichen und dort auf eines dieser beiden Teams treffen.

Hoch - 30.10.2011

Die Entscheidung: Stanfords LB A.J. Tarpley sichert nach Curtis McNeals Fumble den Ball in der Endzone.

Die Entscheidung: Stanfords LB A.J. Tarpley sichert nach Curtis McNeals Fumble den Ball in der Endzone. (© Getty Images)

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