Wilson & Co. demontieren Nebraska
Wisconsin meisterte das vermeintlich schwerste Spiel in seinem Programm mit Bravour. Gegen Nebraska kamen die Badgers zu einem in dieser Höhe nie erwarteten 48:17-Erfolg. Gespannt gewesen war man vor dem Spiel vor allem darauf, zu sehen, ob sich Quarterback-Neuzugang Russell Wilson auch gegen eine starke Abwehr so in Szene würde setzen können wie in den ersten vier Spielen gegen von vornherein klar schwächere Gegner. Das Ergebnis: Er kann. Anfänglich konnte Nebraskas Abwehr noch Druck auf Wilson ausüben, aber seine Qualitäten sowohl als Passer als auch als Läufer waren dann doch zu viel für die Abwehr der Cornhuskers. „Wenn es im College Football zurzeit einen besseren Spieler gibt, dann will ich den sehen. Russell wirf den Ball im Laufen genauso gut wie wenn er in der Pocket steht“, schwärmte Head Coach Bret Bielema von seinem Angriffssführer.
Trotz der starken Leistung am Samstag wäre Bielema aber gut beraten, etwas auf die Euphorie-Bremse zu treten, denn zum einem stehen durchaus noch einige unbequeme Gegner auf dem Programm, und zum anderen trugen Ballverluste des Gegners maßgeblich dazu bei, dass das Ergebnis so deutlich ausfiel. Natürlich sind Ballverluste oft gleichermaßen das Ergebnis guter Abwehraktionen wie die Folge von Fehlern des Angriffs, aber sie bleiben Aktionen, die einem Spiel oft eine abrupte Wendung geben können. So war es auch in diesem Spiel. Nebraska war zunächst durchaus ebenbürtig und war zweimal (mit 7:0 und 14:7) in Führung gegangen. Die Oberhand gewann Wisconsin mit Hilfe dreier Ballverluste in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten. Beim Spielstand von 14:13 für Nebraska endete der vierte Ballbesitz der Cornhuskers im dritten Spielzug mit einer Interception an Wisconsins 46-Yard-Linie, nach der die Gastgeber sechs Spielzüge später den Touchdown zum 20:14 erzielten (36-Yard-Pass von Wilson auf WR Jared Abbrederis). Nebraskas anschließender Ballbesitz wurde im fünften Spielzug durch die zweite Interception unterbrochen (an Wisconsins 26-Yard-Linie plus 11-Yard-Return von FS Aaron Henry). Die Folge war ein weiterer Touchdown für die Badgers (46-Yard-Pass von Wilson auf WR Nick Toon) fünf Spielzüge später. Dass man Sekunden vor der Pause noch einen Field-Goal-Versuch (50 Yards) vergab, rundete diese schlimmen fünf Minuten für die Cornhuskers ab.
Es kam aber noch schlimmer. Im ersten Spielzug der zweiten Halbzeit folgte die dritte Interception, dieses Mal an Wisconsins 48-Yard-Linie (plus 10-Yard-Return). Anschließend ging’s für Nebraska in sieben Spielzügen zum nächsten Touchdown (10-Yard-Lauf von Wilson) zum 34:14. Danach war verständlicherweise bei Nebraska die Luft raus, und erst jetzt wurden die Auftritte von Wisconsins Angriff für Nebraskas Abwehr zur Demütigung. Beim zweiten Ballbesitz der zweiten Halbzeit überbrückten die Badgers in 14 Spielzügen 81 Yards und verbrauchten mehr als sieben Minuten Spielzeit, beim dritten Ballbesitz waren es 13 Spielzüge, 73 Yards und knapp achteinhalb Minuten verbrauchte Spielzeit. Abgeschlossen wurden beide Angriffsserien mit Touchdown-Läufen von RB Montee Ball (vier Yards zum 41:14 und 15 Yards zum 48:17), insgesamt 151 Yards mit Läufen holte und vier Touchdowns erzielte.
© Hoch - 02.10.2011

RB Montee Ball war beim 48:17-Sieg gegen Nebraska einer der herausragenden Akteure bei Wisconsin. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
Colorados Junior Left Guard Alex Lewis hat gestern offiziell bekannt gegeben, dass er ab der nächsten Saison für die Nebraska Cornhuskers auflaufen wird. Der 130 Kilogramm schwere Lineman begann seine Karriere als Tackle, wurde aber später auf diversen Positionen, vor allem als Guard, verwendet.
Lewis ist auch durch seinen Familienstammbaum...alles lesenEnttäuschende Draft für Huskers7-Jähriger erzielt TouchdownThere is no place like Nebraska
Michigans Head Coach Brady Hoke hat sich am Montag kräftig aus dem Fenster gelehnt. Vor der Michigan Sportkommission in Grand Rapids hat Hoke den traditionellen Konkurrenten Notre Dame hart kritisiert: „Wir haben in den letzten Jahrzehnten eine unglaubliche und einmalige Rivalität zwischen Michigan und Notre Dame erlebt. Nun will sich Notre Dame...alles lesenComebackversuchRobinson aufs CoverSouth Carolina gewinnt Outback Bowl
Pittsburgh gegen Penn State – das war einmal eine der großen Rivalries im US College Football. Insgesamt spielten beide Hochschulen seit 1893 genau 96 Mal gegeneinander. Während der letzten Jahrtausendwende brach diese Serie ab und soll nun nach dem Willen der beiden Athletic Direktoren auf eine neue Basis gestellt werden. Eine entsprechende...alles lesenO'Brians Mission geht weiterPenn States RechnungenBrief an die NCAA
Amelia Island ist nicht nur die südlichste Insel der Sea Islands, die entlang der Ostküste der USA von South Carolina nach Florida verlaufen, sondern auch ein netter Ort, um das ACC Frühjahrstreffen durchzuführen.
Und weil zur Familie der Atlantic Coast Conference auch die Gruppe der Football Coaches gehört, wurde die Gelegenheit genutzt,...alles lesenWas wird am 25. April aus Björn Werner?Clemson siegt im HerzschlagfinaleBeste Saison seit 1915 für Vanderbilt
Bereits rund 24 Stunden vor Veröffentlichung der neuen „College Football Hall of Fame Class of 2013“ sickerte nach der Bekanntgabe der 77 Anwärter ein normalerweise gut gehütetes Geheimnis an die Öffentlichkeit, so dass die National Football Foundation (NFF) einen Namen auf ihrer ansonsten gut gehüteten Liste kurzfristig via ESPN mitteilen...alles lesenBjörn Werner unlimitedBjörn Werner in NFL Draft 2013Wolken über Kalifornien
Mit der Statur eines Tight End und den Lauffähigkeiten eines Running Back sollte Kelvin Benjamin eigentlich einer der größten Stars der Seminoles werden. Unzählige Aktionen auf dem Trainingsplatz fanden die Beachtung und Anerkennung seiner Teamkollegen. Der Hype um seine Person scheint nie ganz abzureißen. Sein Potenzial scheint so groß, dass seine...alles lesen50 Spieler zum NFL Combine eingeladenErster Sieg seit 2000Hokies gewinnen ereignislosen Bowl
Den GFL Auftakt haben die Hamburg Blue Devils eindeutig gegen die favorisierten Dresden Monarchs mit 0:40 verloren. Mit ihrem tiefen Kader, den gut aufeinander eingestellten Neuzugängen Jeff Welsh und Trevar Deed, beziehungsweise der besseren Taktik auf dem schwierig zu spielenden Gelände, dominierten die Sachsen über drei Viertel den Spielverlauf...alles lesenJets schlagen GriffinsJulian Dohrendorf wieder in KielUS Safety verstärkt Huskies
ESPN America wird ab August 2013 nicht mehr in Deutschland empfangbar sein. Das Gerücht stand monatelang im Raum, im April hatten Mitarbeiter des Senders in Deutschland noch Hoffnung auf eine Wende, sprich eine Übernahme des Europa-Geschäfts von ESPN durch einen neuen Investor. Auf eine entsprechende Erfolgsmeldung warteten aber sowohl die Mitarbeiter als auch Deutschlands Football-Fans in den letzten Tagen vergeblich....alles lesenDer 90. GeburtstagDer Teufel trägt CrimsonLunt verlässt Oklahoma State