Die Dominanz der Renegades hält an
Bei optimalen äußeren Bedingungen bis zum Ende des letzten Spiel des Turniers, konnte die fünfte Ausgabe des in Biel stattfindenden Lakeland Juniors Bowls ausgetragen werden. Die Teams aus Zürich, Winterthur, Luzern und dem Gastgeber Bienna Jets boten teilweise sehr ausgeglichene Spiele und zeigten noch einmal ihr Können. Trotz der „Ausgeglichenheit“ überragten wie in der Voranalyse bereits prophezeit, die Renegades und die Warriors. Diese beiden Teams trafen bereits in der zweiten Partie aufeinander, welche die Stadt Zürcher knapp mit 6:0 für sich entscheiden konnten. Ab diesem Zeitpunkt konnten die Warriors nur noch auf die Lions und Jets hoffen, dass diese dem Meister noch ein Bein stellen würden, um den Turniersieg zu realisieren. Aus Sicht der Warriors blieb es bei der Hoffnung, denn weder die Lions noch die Jets waren in der Lage die Renegades zu schlagen, welche, wenn auch nicht in Bestbesetzung angetreten, dennoch für diese Beiden eine Nummer zu groß waren. So endete auch die fünfte Ausgabe des Lakeland Bowl mit einem Sieg der Zürich Renegades vor den Winterthur Warriors, dem Gastgeber aus Biel und den Lions aus Luzern.
Bienna Jets vs. Luzern Lions
Das Spiel begann für die Jets extrem harzig und mit einem Fumble im zweiten Spielzug, ehe sich der Angriff der Jets fangen konnte. Dank der One-Man-Show von Etienne Schori, gelang es den Bielern mit 6:0 in Führung zu gehen und diese Führung auch in die Pause zu retten. Nach dem Wiederanpfiff gelang es dem Bieler Angriff vermehrt größeren Raumgewinne zu erzielen und man konnte Mitte der zweiten Hälfte die Führung auf 12:0 ausbauen. Die Defense blieb zu diesem Zeitpunkt fast fehlerfrei, bis sich die Lions auf ihr bis dahin nicht praktiziertes Passspiel fokussierten und so den verteidigenden Jets etwas mehr Mühe bereiteten die Angriffsbemühungen der Lions zu stoppen. Kurz vor Ende der Partie erzielten die Lions ihren ersten TD zum 8:12-Anschluss und versuchten mit einem Onside–Kick gleich wieder in Ballbesitz zu gelangen. Der Ballgewinn wurde auch realisiert, aber aufgrund eines Formationsfehlers bei den Lions musste der Kickoff wiederholt werden und die Jets waren bei diesem Versuch in der Lage den Ball zu kontrollieren und gewannen damit ihr erstes Spiel mit 12:8.
Bienna Jets vs. Winterthur Warriors
Im zweiten Spiel stand mit den Warriors ein alt bekannter Gegner auf dem Feld, welcher in der abgelaufenen Saison eine zu große Hürde darstellte für den Bieler Nachwuchs. Von Beginn an übernahmen die Warriors das Spieldiktat, begünstigt durch das etwas konfuse Auftreten der Jets. Trotzdem dauerte es bis Mitte der ersten Hälfte, ehe die Warriors mit 7:0 in Führung gehen konnten. Die Seeländer fingen sich nun ein wenig auf und stemmten sich nun vermehrt gegen die Angriffswellen der Warriors und konnten das Spiel einigermaßen ausgeglichen gestalten. Allerdings reichte dies nicht aus, um die Warriors von ihrem zweiten TD abzuhalten und mussten damit die 14:0-Führung eingestehen. Der darauffolgende Kickoff hatte es in sich, nach dem Orlando Gabi den Ball bis an die eigene 40 Yard Linie getragen hatte, war es plötzlich Schori, welcher mit dem Ball in seinen Händen unwiderstehlich in die Endzone der Warriors lief und den Spielstand auf 6:14 verkürzen konnte. Die zweite Halbzeit war ein einziges hin und her, beide Teams waren sichtlich bemüht das Spiel an sich zu reißen, was dem Spiel eine spannende Note verleite. Symptomatischerweise war es dann die Defense der Warriors, welche mit einer Interception und einen Safety das Spiel zu Gunsten der Warriors entschied, die das Spiel schlussendlich mit 23:6 gewannen.
Bienna Jets vs. Zürich Renegades
Das letzte Spiel war für die Bienna Jets eine erste Feuertaufe, was sie in der kommenden Saison zu erwarten haben und zeigte den neuen Spielern der Jets, welche ihre ersten Partien an diesem Turniertag bestritten, wo es hingehen sollte. Die Renegades, welche nicht in Bestbesetzung antraten, waren aber bisher für alle Teams mindestens ein Quäntchen zu stark und kamen ungeschlagen in diese letzte Partie, was bei einigen Bieler Junioren zusätzlich zur physischen Überlegenheit der Zürcher zu Unbehagen führte. Nach ein paar Minuten war aber die „Furcht“ einem gesunden Selbstbewusstsein gewichen und man konnte den Zürchern mehrheitlich Parole bieten ohne allerdings große offensive Akzente zu setzten. Es war hauptsächlich die Defense der Seeländer, welche es den Renegades schwer machte zu Punkten zu gelangen. Mitte der ersten Halbzeit war es aber dann so weit und die Renegades gingen mit 6:0 in Führung.
Die doch anstrengenden vorangegangen Spiele machten beiden Teams zu schaffen und führte auf beiden Seiten zu etlichen Konzentrationsfehlern, welche von der jeweiligen Defense sofort ausgenutzt werden konnten. Den Jets gelang es trotz fokussierter Anstrengung nicht zu punkten und sie mussten sogar gegen Ende der Partie noch einen zweiten TD zum Schlussstand von 0:12 eingestehen.
Resultate:
Bienna Jets vs. Luzern Lions 12:6
Winterthur Warriors vs. Zürich Renegades 0:6
Bienna Jets vs. Winterthur Warriors 6:23
Luzern Lions vs. Zürich Renegades 0:32
Luzern Lions vs. Winterthur Warriors 8:15
Zürich Renegades vs. Bienna Jets 12:0
Tabelle:
1.) Zürch Renegades 6:0
2.) Winterthur Warriors 4:2
3.) Bienna Jets 2:4
4.) Luzern Lions 0:6
© Wittig - 23.09.2011

Gegen die Lions konnten die Jets einen Sieg einfahren. (© Jets/Stenger)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
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