Cool runtergespielt

RB Trent Richardson war die treibende Kraft in Alabamas Angriff beim 27:11-Erfolg bei Penn State.Wie gut ist Alabama wirklich? Der 27:11-Erfolg bei Penn State hatte natürlich weitaus größere Aussagekraft als das lockere Warmspielen gegen Kent State in der Woche zuvor, aber ein wirklich harter Gegner waren die Nittany Lions nicht - auch wenn Head Coach Nick Saban dem Gegner später artig Respekt zollte. „Meiner Meinung nach ist Penn State eine bessere Mannschaft als vor einem Jahr. Sie sind in der Abwehr an der Linie sehr gut, ihre Abwehr kann sich wirklich behaupten“, sagte Saban mit Blick auf das Spiel der Beiden vor einem Jahr, als Alabama mit 24:3 gewann. Das war nett, aber die diesjährige Partie lief ähnlich einseitig wie die vor einem Jahr. Trotz der zwischenzeitlichen 3:0-Führung der Nittany Lions hatte man nie den Eindruck, als könnte die dieses Mal als Sieger vom Platz gehen. Penn States Head CoachJoe Paterno war denn in seinem Urteil über die Leistung seiner Mannschaft auch wesentlich härter als Saban. „Ich denke nicht, dass wir in irgendeinem Bereich gut gespielt haben. Ich bin enttäuscht darüber, dass wir im Spiel nicht die Dinge gemacht haben, die wir im Training gemacht haben“, so Paterno.

Das größte Manko des Teams ist die Quarterback-Position. Die Leistungen von Rob Bolden und Matt McGloin waren so schwach, dass der Angriff nur zweimal mehr als eine handvoll Spielzüge lang auf dem Feld stand - beim ersten Ballbesitz, der nach in 16 Spielzügen „erquälten“ 54 Yards das 3:0 brachte, und beim letzten (14 Spielzüge, 71 Yards), mit dem man kurz vor Spielende Ergebnis-Kosmetik betrieb. Alabama hatte anfangs tatsächlich etwas Mühe mit Penn States Abwehr, aber beim zweiten Ballbesitz (elf Spielzüge, 69 Yards) gelang das 7:3 (5-Yard-Pass von QB A.J. McCarron auf TE Michael Williams), beim dritten das Field Goal zum 10:3, und in der Schlussminute der ersten Halbzeit schloss RB Trent Richardson einen Angriff, der nach einem Fumble der Gastgeber an der Mittellinie begonnen hatte, im zehnten Spielzug mit einem 3-Yard-Touchdown-Lauf zum 17:3 ab.

Danach verwaltete Alabama die Führung nur noch, zeigte in der zweiten Halbzeit in der Offensive auch nicht mehr viel. Die beste Angriffsserie des Titelanwärters nach der Pause (elf Spielzüge, 50 Yards) brachte knapp fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels das 20:3, und im vierten Viertel legte man fünf Spielzüge nach einem Fumble der Nittany Lions an Alabamas 35-Yard-Linie noch einen Touchdown zum 27:3 nach (13-Yard-Lauf von Richardson, einen Spielzug nach einem 30-Yard-Lauf von RB Eddie Lacy).

Hoch - 12.09.2011

RB Trent Richardson war die treibende Kraft in Alabamas Angriff beim 27:11-Erfolg bei Penn State.

RB Trent Richardson war die treibende Kraft in Alabamas Angriff beim 27:11-Erfolg bei Penn State. (© Getty Images)

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