LSU zu schnell für Oregon
Die physische Überlegenheit an der Line of Scrimmage war der entscheidende Faktor beim 40:27-Erfolg von LSU gegen Oregon im Top-Spiel des ersten Spieltages. Ebenso wie im Finale der letzten Saison konnte Oregon seine größte Stärke, die Schnelligkeit seiner Top-Angreifer, gegen ein Team aus der SEC nicht nutzen, weil die Offensive Line der Ducks das Duell mit den gegnerischen Verteidigern klar verlor. Es gelang nur selten mal, Löcher in die „Front Seven“ von LSU zu reißen, und vor allem die blitzschnellen DEs Sam Montgomery und Barkevious Mingo zerstörten mit ihrer Schnelligkeit nicht nur Pass-Spielzüge sondern tackelten die Ballträger bei Läufen oft schon im Backfield. „Mit einer Abwehr, die so spielt, können wir viele Spiele gewinnen“, lobte Head Coach Les Miles seine Defensive, die nach der letzten Saison ihre beiden besten Spieler, CB Patrick Peterson und ILB Kelvin Sheppard, verloren hatte, darunter aber kein bisschen litt. Und auch Oregons Head Coach Chip Kelly zog vor der den Hut. „Wenn du gegen ein Team spielst, das so gut spielt, dann gelingen dir nicht viele lange Läufe. Viele Gegner schaffen gegen sie keine langen Läufe“, sagte Kelly zur Wirkungslosigkeit seiner beiden schnellen RBs LaMichael James und Kenyon Barner.
Auch in die andere Richtung zog Oregon den Kürzeren. Die Ducks mussten ihre drei besten Defensive Linemen und ihre beiden besten Linebacker der letzten Saison ersetzen. Dazu kam die interne Sperre von CB Cliff Harris (disziplinarische Gründe). Das war des Guten zu viel. Obwohl man permanent mit acht Spielern an der Line of Scrimmage agierte, konnte man sich gegen LSUs routinierte Offensive Line auf Dauer nicht durchsetzen und das Laufspiel der Tigers nicht in Schach halten. Und Harris-Ersatz Terrance Mitchell ließ einen Touchdown seines Gegenspielers zu und kassierte im vierten Viertel auch noch eine - wenn auch fragwürdige - Strafe wegen Pass Interference in der Endzone.
Der Angriff brannte ohne den intern gesperrten QB Jordan Jefferson (Ermittlungen wegen angeblicher Körperverletzung) und ohne den ebenfalls intern gesperrten potenziell besten Wide Receiver, Russell Shepard (Verstoß gegen NCAA-Regeln), zwar kein Feuerwerk ab, aber Jefferson-Ersatz Jarrett Lee machte ein fehlerfreies Spiel und streute den einen oder anderen schönen Pass ein, etwa den 10-Yard-Touchdown-Pass auf WR Rueben Randle zum 16:13 in der letzten Minute der ersten Halbzeit, und den Rest besorgten die RBs Spencer Ware (99 Yards, ein Touchdown) und Michael Ford (96 Yards, zwei Touchdowns). Eine Vorentscheidung fiel im dritten Viertel als LSU zunächst fünf Spielzüge nach einem Fumble von Oregons RB De’Anthony Thomas an der eigenen 24-Yard-Linie das 23:13 erzielte (5-Yard-Lauf von Ford) und den Tigers nach einem weiteren Fumble von Thomas an der eigenen 41-Yard-Linie beim Kickoff Return sechs Spielzüge später der Touchdown zum 30:13 gelang (1-Yard-Lauf von Ware).
© Hoch - 04.09.2011

WR Rueben Randle erzielt in der letzten Minute der ersten Halbzeit den Touchdown zum 16:13 für LSU gegen Oregon. (© Getty Images)
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