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Sensationssieg der Cardinals

Jimmy Lee Malone (Cardinals) war kaum zu stoppenSo nannten es die Einen, die Anderen und die Panther selbst nannten es eine Blamage. Gemeint ist der erste Sieg der Assindia Cardinals überhaupt in dieser GFL-Saison und das im dreizehnten Spiel und ausgerechnet im NRW-Derby bei den Panthern.

Dabei haben die Gäste die Partie in einem hochklassigen und dramatischen Spiel gegen den Tabellendritten, die Düsseldorf Panther, mit 17:24 für sich entscheiden können. Die Panther traten nach zwei Siegen und dem Sieg aus dem Hinspiel selbstbewusst auf und aus dem Umfeld wurde schon geunkt, dass es eigentlich nur eine Frage sei, wie hoch der Sieg der Gastgeber ausfallen würde. Aber es sollte anders kommen. Die Cardinals nutzten den ersten Ballbesitz des Spiels, um in Führung zu gehen. Nach einem sehenswerten Kickoff Return von Louis Lee war es Tobias Lupp, der mit einem Field Goal aus 20 Yards die 0:3 Führung erzielte.

Kurze Zeit später wurden auf Essener Seite Erinnerungen aus den bisherigen Spielen wieder wach. Ein Pass von Benjamin Sarver konnte vom Cardinals-Receiver nicht gefangen werden und der in die Luft springende Ball wurde von den Panthern dankbar aufgenommen. Der Return-Lauf endete kurz vor der Cardinals-Endzone, doch die Cardinals Defense hielt und die Panther mussten ebenfalls mit einem Field Goal durch Markus de Haer abschließen.

Im zweiten Viertel eroberten sich die Essener die Führung zurück. Die Cardinals Offense kämpfte sich bis wenige Zentimeter vor die Panther-Endzone und Cardinals Quarterback Benjamin Sarver lief die fehlende Distanz selbst. Nach dem erfolgreichen PAT von Tobias Lupp stand es 3:10 für Essen. Die Panther versuchten noch vor der Halbzeit den Ausgleich zu erzielen, doch hielt die Defense der Cardinals.

Im dritten Viertel konnten die Panther zum 10:10 durch Estrus Crayton ausgleichen. Doch weder diese Punkte, noch der spätere Ausgleich zum 17:17, nach der erneuten Cardinals Führung, konnte die Essener aus der Spur bringen. Das Team kämpfte und merkte, dass ihr Kampf an diesem Tag auch belohnt werden würde. Weiterhin voll konzentriert und mannschaftlich geschlossen gingen die Cardinals im letzten Spielabschnitt zu Werke. Nach dem erneuten Ausgleich der Panther waren noch gut sechs Minuten zu spielen. Mit abwechslungsreichen Lauf- und Pass-Spiel überbrückten die Essener das Feld. Den Blick stets auf die Spieluhr gerichtet, wollte man nach der Angriffsserie doch so wenig wie möglich Zeit auf der Uhr lassen, um den Panthern die Möglichkeiten eines erneuten Gegenschlags zu nehmen. Der Plan ging auf. Rund zwei Minuten vor Ende der Partie gingen die Cardinals mit 17:24 durch Jimmy Lee Malone in Führung.

Die Cardinals Defense kämpfte verbissen gegen die Panther, die auf ihr erfolgreiches Pass-Spiel setzten. Doch ist das Pass-Spiel auch riskanter und Essens Shaquill Smith krönte seine Leistung mit der dritten Interception an diesem Tag. Nachdem er den Ball unter dem lautstarken Jubel des Teams und der mitgereisten Essener Fans abgefangen hatte, kamen die Cardinals somit wieder im Ballbesitz und ließen die Zeit auslaufen.

„Es war ein tolles Spiel. Ein Derby, das tollen Football, Emotionen und Spannung pur geboten hat. Die Mannschaft hat sich den Sieg absolut verdient. Besonders gefreut hat es uns für Raffael Kahlert, der nach dem Weggang von Jürgen Lengling die Koordination der Offense übernommen hat. Raffael musste vor Saisonbeginn mit nur 24 Jahren viel zu früh seinen Helm aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen und übernahm zunächst als Trainer die Offensive Line. Dass er trotz seines jugendlichen Alters viel Know How hat und dies auch mit dem Team umsetzen kann, hat er an diesem Tag bewiesen“, so Cardinals Präsident Wilfried Ziegler. „Das soll aber keineswegs die Leistung der anderen schmälern. Es war eine absolut tolle Teamleistung, die die Vorfreude auf das kommende Wochenende, wenn die Mavericks aus Mönchengladbach in Essen gastieren, noch steigert.“


Tillmann - 29.08.2011

Jimmy Lee Malone (Cardinals) war kaum zu stoppen

Jimmy Lee Malone (Cardinals) war kaum zu stoppen (© Tillmann)

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