Zufriedene Gesichter nach Camp
Die letzte Trainingseinheit im Vorbereitungscamp in Strausberg ist absolviert. Das letzte Meeting ist gehalten. Die Taschen sind gepackt. Für die Junioren-Nationalmannschaft beginnt am frühen Freitagmorgen die im wahrsten Sinne des Wortes „heiße Phase“. Denn um 7.20 Uhr verlässt der Iberia-Flieger mit der Nationalmannschaft an Bord Berlin, um das Team via Madrid in das südspanische Sevilla zu bringen. Mit Temperaturen, die nur knapp unter der Grenze von 40 Grad Celsius liegen werden, sowie der österreichischen Junioren-Nationalmannschaft als erstem Gegner bei der Europameisterschaft erwartet das Team gleich einen entsprechend heißen Auftakt.
Doch im Lager der deutschen Mannschaft ist man optimistisch, wenn es um die erfolgreiche Titelverteidigung geht. Das Trainingslager in Strausberg verlief nahezu optimal. Kein Spieler hat sich während der acht Trainingseinheiten verletzt und die Trainer konnten somit die Mannschaft ohne große Hindernisse auf das Turnier in Sevilla einstellen. „Das Camp ist sehr gut gelaufen. Wir hatten auch sehr viel Glück, was das Thema „Verletzungen“ betrifft. Dementsprechend haben wir die Zeit auch positiv nutzen können“, freut sich Jean-Marc Tappy, Leistungsportdirektor Jugend des AFVD.
Auch das Wetter trug trotz einiger Kapriolen auch zu einer guten Vorbereitung bei. Bei den Vormittagsspielen am kommenden Sonntag sowie am darauf folgenden Donnerstag werden Temperaturen um die 25 Grad erwartet. Ähnliche Temperaturen wurden auch in Strausberg erreicht. Hinzu kam außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit, so dass sie Spieler nicht nur durch die Trainingseinheiten belastet wurden, sondern auch sich auch gleich auf die klimatischen Bedingungen einstellen konnten.
Zwei Trainingseinheiten pro Tag sowie Videoschulungen und Teammeetings trugen in den vergangenen vier Tagen zur Vorbereitung auf eine erfolgreiche Europameisterschaft bei. Natürlich klappte nicht sofort alles wie am Schnürchen, was aber auch angesichts der Vielfältigkeit des Kaders nicht zu erwarten war. Zwar kommen allein 17 Spieler von den Teams aus Düsseldorf und Köln, rund die Hälfte des Kaders spielt bei einem Team in Nordrhein-Westfalen, doch auch die Spieler aus Feldkirchen, Holzgerlingen oder Pforzheim müssen ebenso integriert werden wie die Akteure aus Stuttgart, Rothenburg oder Berlin.
„Die Jungs haben sich vom ersten Tag an gut entwickelt. Sie haben sich konditionell und taktisch auf das Turnier vorbereitet“, erklärt Defensive Coordinator Andreas Reichel nach der letzten Trainingseinheit. „Ich denke mal, dass wir mit einer guten Defenseleistung in das Turnier gehen werden.“ Bereits nach kurzer Zeit konnte Reichel gemeinsam mit seinen Assistenztrainern das Defense-System installieren, so dass man zügig das Tempo und die Intensität der einzelnen Trainingseinheiten steigern konnte.
„Wir haben den großen Vorteil, dass wir sehr gut strukturiert und sehr gut durchgeplant das Training gestalten konnten. Für uns als Offense ist es natürlich super, dass wir immer gegen eine sehr schnelle und sehr gut gegoachte Defense spielen können“, zog Offensive Coordinator Max von Garnier Bilanz. „Die letzten Trainings- und Videoeinheiten haben uns dann auch gezeigt, dass wir auf einem Nenner sind.“
Nach dem Flug nach Sevilla geht es bereits am Freitagnachmittag mit einer weiteren Trainingseinheit weiter. Und auch der Samstag soll noch genutzt werden. „Für uns geht es dann darum, weiter unseren Rhythmus zu finden und uns zu akklimatisieren“, sagt Max von Garnier.
© Hundt - 25.08.2011

Die deutsche Junioren-Nationalmannschaft ist optimal auf die EM vorbereitet (© Hundt)
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