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Abstiegskampf Part eins

Am vergangenen Sonntag gewannen die INJOY Hanfrieds Jena beim ersten der beiden Abstiegsthriller der Oberliga 2011 im Stadion der Kassel Titans mit 14:21. Die Titans standen bis Sonntagvormittag genauso mit sechs Niederlagen in der Tabelle wie die Hanfrieds. Allerdings hatte Jena nach einem Sieg im Saisonverlauf gegen Langen einen kleinen Vorsprung in der Tabelle. Die Voraussetzungen waren also ziemlich ausgeglichen.

Die Kassel Titans legten ein sehr gutes Laufspiel und eine sehr gute Verteidigungsleistung in den ersten beiden Spielabschnitten bis zur Halbzeit vor. Es war zwar nicht die große Varianz der Kasseler Spielzüge, aber die Durchführung war kraftvoll und genau auf die Schwachstelle der Hanfrieds abgezielt. Das bescherte Ihnen einen 14:0 Vorsprung zur Halbzeit. Wie das Halbzeitergebnis schon verrät ist auch die Offense der Jenaer mehr oder weniger erfolglos geblieben. Die Red Zone konnte zwar mehrfach erreicht werden, ein punktemäßiger Erfolg blieb aber jedes Mal aus.

In der Halbzeit konnten Head Coach Nils Bergmann, die Team Captains sowie Berater Jörg Hofmann die Spieler der INJOY Hanfrieds Jena noch einmal auf den Boden der Tatsachen zurückholen und klar machen, dass es hier um den Abstiegskampf geht. Es wurden sowohl in der Offense als auch in der Defense Adjustments vorgenommen, die den Weg in der zweiten Halbzeit maßgeblich beeinflussten.

Die Defense schien zu Beginn der zweiten Hälfte stärker als am Anfang des Spiels. Die Offense Drives der Kasseler wurden früh und mit wenig Raumgewinn gestoppt. Die Offense der Hanfrieds konnte vom vermehrten Ballbesitz profitieren und schon kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit erzielte Running Back Chris Larisch die ersten sechs Punkte für die Hanfrieds. Der Extrapunktversuch misslang leider. Spielstand also 14:6.

Die Offense der Titans schien bereits stark ermüdet zu sein, so dass es mittlerweile wenig Probleme machte, den Angriff der Gastgeber zu stoppen. Und gleich wieder konnte die Jenaer Offense den Ballbesitz in Punkte umwandeln. Kurz vor der Endzone entschied sich Quarterback Robert Barczyk dafür, selbst in die Endzone zu laufen und sicherte weitere sechs Punkte für die Gäste. Mit einer erfolgreichen 2-Point-Conversion konnte Running Back Kay Hermannsdörfer das Spiel zum 14:14 ausgleichen.

Die Defense parierte wiederum den Angriff der Kasseler Titanen und verschaffte der eigenen Offense erneut das Ballrecht. Die Jenaer erarbeiteten sich jeden einzelnen Meter auf dem Weg zur Endzone, ob mit kraftvollen Läufen oder mit schönen Pässen, wie z.B. auf Wide Reciever Stefan Lehmann. Diesmal war es Running Back Kay Hermannsdörfer, der die letzten Meter bis über die Goal Line schaffte und gemeinsam mit dem gelungenen Extrapunktversuch durch Kicker Mario Görsch auf 14:21 erhöhte.

Mit etwa 1:30 Minute Restzeit versuchten die Titans diesmal mit verstärktem Passspiel zu kontern und noch den Ausgleich zu erzielen. Trotz einiger gefangener Pässe erreichten sie nicht die ersehnte Endzone. Die Hanfrieds Verteidigung konnte in den wenigen letzten Spielzügen im vierten Quarter mit dem Rücken zur Wand den Sieg für das ganze Team sichern.

Natürlich waren die Hanfrieds sehr zufrieden mit der abgelieferten Leistung. „Wir konnten den Rückstand aus der ersten Halbzeit aufholen und sogar noch Punkte drauflegen. Das kommt nicht von ungefähr. Diese Leistung ist komplett der Moral und dem Enthusiasmus der Spieler zuzuschreiben. Wir haben als Team gesiegt und werden das auch am kommenden Sonntag tun, wenn Kassel bei uns zu Gast ist“, sagte Head Coach Nils Bergmann und empfing sehr überrascht seine Siegerdusche.

Der Abstiegskampf ist noch nicht gewonnen. Wenn die Hanfrieds im Rückspiel gegen Kassel erneut siegen, ist der Platz in der Oberliga gesichert. Wenn nicht, muss auf den Ausgang der restlichen Spiele der Titans gehofft werden.

© Brock - 01.08.2011

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