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Titelverteidigung für USA

Team USA wird Weltmeister und feiert vo 20.000 Zuschauern mit Konfetti und Feuerwerk.Kanada gegen die USA. Zwei Footballnationen auf Augenhöhe im Finale der vierten Weltmeisterschaft. Das war der Traum und Wunsch wohl nicht nur vom Organisationskomitee sondern auch der überwiegenden Mehrheit der 20.000 Fans im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Doch der amtierende Weltmeister aus den Vereinigten Staaten zeigte sich dabei vor allem im zweiten und dritten Viertel als Spielverderber. Beim ersten Titelgewinn der Vereinigten Staaten vor vier Jahren von Japan immerhin noch in die zweifache Verlängerung gezwungen, ließen die US-Boys in diesem Endspiel keinen Zweifel aufkommen, dass nur sie für den Titelgewinn in Frage kommen. Am Ende wurde Kanada regelrecht deklassiert und mit 50:7 in die Schranken verwiesen. Zum MVP des Endspiels auf Seiten des alten und neuen Weltmeisters wurde RB Henry Harris ernannt. Auf Seiten der Kanadier wurde DB Sammy Okpro wertvollster Spieler des Finals.

Von Beginn an agierten die Sportler aus dem Mutterland des Footballs konzentriert und aggressiv gegen den Nachbarn aus dem Norden. Nur einer Holding-Strafe hatten es die Kanadier zu verdanken, dass RB Henry Harris mit seinem Sieben-Yard-Lauf nicht den ersten Touchdown der Partie erzielte. Eine Griff ins Gesichtsgitter bei RB Nate Kmic durch DB Julian Hamel sorgte aber nahezu postwendende wieder dafür, dass Team USA wieder kurz vor der Endzone der Nachbarn stand. Zwei Spielzüge benötige Kmic, der nicht umsonst der Rekordhalter für die meisten Laufyards in einer Saison im College-Football hält, um seine Mannschaft in Führung zu bringen.

Im ersten Drive der Kanadier hätte WR Scott Wahlberg die Chance gehabt, sein Team schnell den Ausgleich zu bescheren. Hätte. Denn der Passempfänger des WM-Neulings ließ den schon sicheren Ball durch die Hände gleiten. So mussten sich die Herausforderer nach nur drei Versuchen mittels Punt vom Ball trennen. Die Mannschaft der Vereinigten Staaten agierte immer wieder, während Kanada nur reagieren konnte. Dass die Schiedsrichter vor dem Punt dem Team der Vereinigten Staaten noch eine klare Interception verwehrten, schob die sportliche Hinrichtung der Kanadier nur auf.

Die 37:7-Führung zur Halbzeitpause war durchaus verdient, wurde aber erst möglich, als eine Schiedsrichterentscheidung das kanadische Team um den Lohn der Früchte brachte. Denn nachdem die kanadische Mannschaft das erste Viertel nahezu verschlafen hatte, keimte auf Seiten der Ahornblätter Hoffnung auf, als QB Michael Faulds im zweiten Spielabschnitt sein Team bis in die Red Zone der US-Amerikaner geführt hatte. Faulds selbst machte sich dann auf den weg, die restlichen sieben Yards zu überbrücken. Dabei verlor der Spielmacher allerdings kurz vor der Goalline den Ball. Die Schiedsrichter entschieden auf Touchback, da der Ball angeblich über die Goalline gerollt sei. Dies erklärte zumindest der dänische Hauptschiedsrichter. Doch die Halbzeitanalyse des ORF machte deutlich, was zuvor schon einige vermutet hatten: Der Ball ging deutlich vor der Goalline ins Aus. Somit hätten die Kanadier eigentlich weiterhin das Angriffsrecht inne gehabt – und so auch die Möglichkeit gehabt hätten, den Ausgleich zu erzielen.

Doch da auch Footballspiele nie im Konjunktiv stattfinden, kam was kommen musste. Während das Team der Vereinigten Staaten diese Fehlentscheidung als eine Art Weckruf nutzte und mit dem Gegner nur noch Katz und Maus spielte, wirkten die Kanadier wie vor den Kopf gestoßen. Am deutlichsten waren die Nachwirkungen des virtuellen Hits bei K/P Lirim Hajrullahu zu sehen. Zunächst sorgte der Spezialist bei einem Punt aus der eigenen Endzone für einen Safety, da er ohne ersichtlichen Grund abkniete. Als das kanadische Team sieben Sekunden vor der Pause dann noch mal etwas Hoffnung schöpfte, da RB David Stevens für den Anschlusstouchdown sorgte. Doch Hajrullahu hatte dann seinen nächsten Blackout, kickte den Ball direkt in die Hände eines US-Spielers, der in der vordersten Reihe stand. QB Cody Hawkins ließ sich sieben Sekunden vor der Pause die Chance nicht nehmen und sorgte mit einem tiefen Pass auf WR Ricardo Lenhart für das 37:7.

Neben QB Cody Hawkins entwickelten sich in der Offense die beiden Running Backs Nate Kmic und Henry Harris zum Alptraum der kanadischen Defense. Die Verteidiger der Kanadier wurden zu Slalomstangen degradiert. Am Ende hatten sowohl Kmic als auch Hawkins zwei Touchdowns erlaufen, Harris durfte sich über einen Ausflug in die Endzone der Ahornblätter freuen, profitierte im dritten Quarter allerdings von einer erneuten Fehlentscheidung der Schiedsrichter. Denn bevor Harris das Lederei in die Endzone streckte, war er mit dem Knie bereits am Boden.

Die Hoffnung, dass Kanada zu beginn der zweiten Halbzeit vielleicht doch noch einmal ins Spiel kommen würde, wurde rasch von der Defense der US-Boys zunichte gemacht. Denn der zweite Passversuch von QB Michael Faulds wurde von DB Jordan Lake abgefangen. RB Nate Kmic zeigte erneut sein Klasse und markierte seinen zweiten Touchdown des Abends – und damit das 43:7. Beim anschließenden PAT zeigten die Vereinigten Staaten zum ersten Mal eine Art von Schwäche und vergaben den Kick. Doch auch so war das Finale der vierten Football-Weltmeisterschaft schon entschieden. Der Titelverteidiger konnte es sich nicht nur leisten, ein paar Gänge herunter zu schalten, sondern auch wirklich alle Spieler zum Einsatz zu bringen. Der Effizienz und dem Spielfluss der US-Amerikaner tat dies keinen Abbruch. Während sich bei den Kanadiern die Zahl der persönlichen Fouls und der verpassten Tackles stetig erhöhten, konnte Team USA routiniert seinen Gameplan herunterspielen.

Hundt - 16.07.2011

Team USA wird Weltmeister und feiert vo 20.000 Zuschauern mit Konfetti und Feuerwerk.

Team USA wird Weltmeister und feiert vo 20.000 Zuschauern mit Konfetti und Feuerwerk. (© Kratky)

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