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"Langfristig gesehen werden wir erfolgreich sein"

Sportdirektor Markus Döbler sieht langfristig Erfolg in allen AbteilungenDie Herren-Mannschaft in der Krise, die Jugend im Aufbau, die Flag-Footballer als sportliches Aushängeschild. Die Berlin Bears bieten derzeit alle Facetten auf, die man als Verein zeigen kann. Doch auch wenn es sportlich unterschiedlich läuft, so ist man beim ehemaligen FLE-Ligisten aus Neukölln durchaus zuversichtlich, dass es in naher Zukunft in allen Abteilungen stetig nach Oben gehen wird. Sportdirektor Markus Döbler stand jetzt Rede und Antwort.

FA: Wie haben sich die ersten sechs Monate der Saison 2011 aus Ihrer Sicht dargestellt?

Döbler: Es gab Höhen und Tiefen in den ersten sechs Monaten, wie jedes Jahr. Wir haben in diesem Jahr eine riesige Entwicklung durchlaufen, die auch angestrebt war. Unsere wichtigste Aufgabe war es, unsere Jugendabteilung wieder in Schwung zu bringen, da waren wir sehr erfolgreich. Wir haben es geschafft, eine A-Jugend zu etablieren und sind erfolgreich. Die Entwicklung in der B-Jugend nimmt stetig zu, das Interesse an unserer Jugend steigt von Tag zu Tag, nur so soll es weitergehen in den nächsten Jahren. Einfach nur toll, ich bin begeistert.

Wir haben dieses Jahr noch viel vor mit unserer Jugendabteilung - wenn alles klappt, werden wir im August nach langer Zeit wieder ein Jugend-Sommer-Camp anbieten, wo für ein Wochenende alteingesessene Coaches den Jungs und Mädels die Fundamentals des American Football beibringen werden.

Des Weiteren sind wir in der Planung, zum Saisonabschluss in Hanau noch eine Kleinigkeit zu Organisieren, aber diese Sache ist noch nicht fest. Was allerdings fest steht ist, dass wir einen Bus gebucht haben, der uns zum diesjährigen German Bowl nach Magdeburg bringen wird, um die besten Teams Deutschlands spielen zu sehen. Also steht uns noch ein ganz schöner Brocken Arbeit bevor, der organisiert werden muss.

FA: Wie sieht es im Männer-Bereich aus?

Döbler: Bei unseren Flag-Männern sieht es sehr gut aus: drei Siege, eine Niederlage. Wer die Krone haben will, muss an uns vorbei und das hat die letzten vier Jahre auch nicht geklappt, also gehe ich davon aus, dass wir um Platz Eins mitspielen werden. Super Leistung bis jetzt von unseren Jungs und Mädels.

Sie wollen natürlich wissen, was bei unseren Tacklern los ist, das war mir klar. Kurz und knapp - ein Formtief. Wir haben uns ganz klar mehr vorgenommen in diesem Jahr und die Niederlagen, besonders gegen Cottbus und Rostock, kamen für uns sehr überraschend. Aber wer die Bears kennt, weiß, dass wir immer wieder aufgestanden sind und bis zum Schluss gekämpft haben. Und was da gerade so abgeht in der Regionalliga, hätte sowieso keiner erwartet.

FA: Da muss ich aber nochmal genauer nachfragen, nach fünf Spielen vorletzter Platz, bei dem Potenzial an Spielern und als Geheimfavorit der Liga kann man damit doch nicht zufrieden sein?

Döbler: Wir sind auch nicht zufrieden, das heißt aber nicht, dass wir aus den Fehlern die wir gemacht haben nicht lernen werden. Wir hatten am Anfang des Jahres einen Kader, der großes erhoffen ließ, aus diesem sind aber in den letzten Monaten diverse Leistungsträger nicht mehr in der Mannschaft - durch Verletzungen, Beruf oder Fehlbesetzungen, und das alles muss kompensiert werden. Wir haben sehr viele junge und neue Spieler, die früher ran mussten als geplant war. Spieler, die eigentlich in anderen Mannschaftsteilen Monate lang trainiert hatten, mussten in der Offense oder Defense aushelfen. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber solche Sachen bringen natürlich die ganze Planung unserer Coaches an die Grenzen des Machbaren. Wir müssen uns nach diesen Niederlagen aufrappeln, das Geschehene hinter uns lassen, uns neu motivieren und die Bears-Power wieder auf den Platz bringen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein. Ich glaube fest an diesen Verein und diese Mannschaften, wir sind "Steh auf Kids", Neuköllner Jungs, was soll ich mehr sagen.

FA: Sie sind ja auch schon seit Jahren Coach, wie sehen Sie die Entwicklung der amerikanischen Spieler im Deutschen Football.

Döbler: Nach meiner persönlichen Meinung ist es positiv. Ich glaube, dass es gut ist, Amerikaner einzusetzen, aber es sollte erst ab der Regionalliga erlaubt sein. Ich bin davon überzeugt, dass amerikanische Spieler (gut ausgebildete amerikanische Spieler) uns weiter voran bringen können, aber in den unteren Ligen sollte darauf verzichtet werden. Man sollte die Spieler in den unteren Ligen langsam und stetig ausbilden und sie Stück für Stück an das höhere Niveau heran bringen und nicht zulassen, dass sich Vereine den Aufstieg erkaufen können. Die Basis erhalten, schützen und nicht durch Spielereinkäufe diese Liga beeinflussen, das ist meine Meinung. Aus eigener Erfahrung kann ich ihnen sagen, dass es in GFL 2 nicht reicht, drei oder vier Amerikaner im Team zu haben. Das mag in der Regionalliga noch gut funktionieren und eine Mannschaft kann durchmarschieren und aufsteigen. Aber wenn die Basis des Teams nicht an Niveau zulegt, wird das Team nicht eine Chance haben in einer höheren Liga zu bestehen.

Man sollte lieber das Geld in Coaches investieren. Man sollte den Vereinen in den unteren Ligen ans Herz legen, das Geld langfristig zu investieren, um die Ausbildung der Spieler zu fördern. Das kann meiner Meinung nach nur der richtige Weg sein.

Für die Vereine in den oberen Ligen sind Amerikaner ein Muss. Erst mal für die Steigerung des Niveaus im Training und im Spiel. Den Spielern zu zeigen - Männer, die Schonzeit ist vorbei, jetzt müßt Ihr alle noch eine Schippe drauf legen und Euch weiterentwickeln. Härter, disziplinierter und fokussierter trainieren, Theorie pauken und sich Videos anschauen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die amerikanischen Spieler dem deutschen Football ein gewaltigen Schub gebracht haben und dass sich viele deutsche Spieler von diesen Jungs das Eine oder Andere abgeschaut und gelernt haben.. Es darf aber nicht ausarten, die Regelung in der BSO, so wie Sie jetzt besteht, finde ich gut.

FA: Es hat sich auch eine Menge im Bears-Vorstand getan, so wie ich gehört habe?

Döbler: Genau, wir haben eine neuen Vorstand bei den Bears. Mathias Moik hat die Führung der Berlin Bears übernommen und hat jetzt als Präsident die Fäden in der Hand. Er wird tatkräftig durch seinen langjährigen Freund Dennis Salchert als Vize-Präsident Football unterstützt. Im Bereich Jugend haben wir Susanne Baumgart-Uhl, die als Vize-Präsidentin Jugend sich um alle Belange unserer kleinen kümmert. Und die Flagabteilung übernimmt unser Björn Hansen als Vize-Präsident Flag-Football. Die Kasse und die Geschäftsstelle obliegt unserem Zahlengenie Maria Barthelmes.

Als Unterstützung sind da noch Michael Grade als Sportwart, Alexander Zimmermann als Jugendwart und Michael Zilles als Flagwart.

FA: Wie wirkt sich das auf die Zukunft der Bears aus?

Döbler: Na, ich hoffe positiv. Sie brauchen noch ein bisschen Zeit, um die ganzen Abläufe kennen zu lernen, aber wir sind in allen Bereichen doppelt besetzt, das bringt große Vorteile. Langfristig gesehen werden wir erfolgreich sein.

© Hundt - 06.07.2011

Sportdirektor Markus Döbler sieht langfristig Erfolg in allen Abteilungen

Sportdirektor Markus Döbler sieht langfristig Erfolg in allen Abteilungen (© Hundt)

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Tollense Sharks - Berlin Bears

15:00 Uhr

15.06.

Leipzig Lions - Berlin Bears

16:00 Uhr

20.07.

Berlin Bears - Leipzig Lions

16:00 Uhr

03.08.

Berlin Bears - Frankfurt Red Cocks

16:00 Uhr

11.08.

Magdeburg Virgin Guards - Berlin Bears

16:00 Uhr

24.08.

Berlin Bears - Tollense Sharks

16:00 Uhr

31.08.

Frankfurt Red Cocks - Berlin Bears

16:00 Uhr

14.09.

Spandau Bulldogs - Berlin Bears

15:00 Uhr

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