Kaum Gegenwehr für die Steelers
So locker hätten sich die Steelers ihr letztes Saisonspiel in Cleveland nicht vorgestellt. Gegen völlig überforderte Browns siegten die Steelers ohne viel Mühe mit 41:9 und sicherten sich somit eine wohlverdiente Pause und das anschließende Heimrecht in den Playoffs gegen die Jets oder die Colts. Schon zur Pause war beim Stand von 31:3 alles entschieden. Insgesamt ist es der 20. Divisionssieg für die Steelers seit 1970.
„Wir haben unsere Mission erfüllt. Wir wollten unbedingt diesen Sieg einfahren und die Division für uns sichern. Darüber hinaus sind wir sehr stolz auf diesen Erfolg und froh über die zusätzliche Woche Pause, welche wir dringend brauchen“, zog Tomlin zufrieden das Fazit. Was ein paar Tage mehr Pause bedeutet, spürten die Browns am eigenen Leib.
Die Steelers wirkten nach ihrer vorherigen Donnerstagspiel frisch und ausgeruht. Bereits mit dem dritten Spielzug der Partie, ein 56-Yard-Pass von Ben Roethlisberger auf WR Mike Wallace gingen die Steelers in Führung und bauten diese anschließend kontinuierlich aus. „Ich habe gesehen, dass die Browns nur einen Safety tief gestellt hatten und Mike in perfekter Position war. Das war natürlich ein toller Start für uns“, beschrieb Roethlisberger die Situation. Vorausgegangen war eine Interception von S Troy Polamalu, der allerdings nur eine Halbzeit lang spielte. Insgesamt eroberten die Steelers drei Pässe von Browns-QB Colt McCoy, allesamt in der ersten Halbzeit.
McCoy hatten den erwarteten schweren Stand, weil die Defense der Steelers keine Gelegenheit ausließ, den Rookie mit den unterschiedlichsten Abwehrmanövern zu verwirren, und dies auch meistens erfolgreich. Hinzu kam, dass die Unterstützung seiner Mitspieler in vielen Fällen zu wünschen übrig ließ. Seine Receiver ließen etliche seiner mitunter präzisen Pässe schlicht fallen. Und so kam, was kommen musste, die Steelers fuhren einen scheinbar anstregungslosen Sieg ein. Tomlin sieht dennoch noch Luft nach oben: „Das war das erste Spiel der Saison, wo wir annähernd unsere Leistung abgerufen haben. Wir haben allerdings auch noch einige Fehler gemacht. Das können wir besser.“
In ihren ersten sechs Angriffsserien erzielten die Steelers fünf Touchdowns und ein Field Goal. Beim Stand von 38:3 ging Roethlisberger und mit ihm viele Stammspieler vom Feld. Den Rest der Partie konzentrierten sich die Steelers darauf, das Spiel und den Gegner zu kontrollieren. Kurz vor dem Ende wurde McCoy belohnt, als WR Brian Rosbiskie mit seinem Fang für den einzigen Touchdown der Browns in dieser Partie sorgte.
© Korber - 03.01.2011

#7 QB Ben Roethlisberger (© Getty Images)
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