Defense sei Dank
Wieder einmal präsentierte sich die Offense der Steelers in einem Spiel mit sehr wenig Durchschlagskraft. Das es am Ende doch noch zu einem ungefährdeten 23:7-Erfolg über die Cincinnati Bengals reichte, war der Defense zu verdanken. S Troy Polamalu und LB LaMarr Woodley fingen zwei Pässe von Bengals-QB Carson Palmer ab und trugen diese zu Touchdowns zurück und sicherten so den Steelers den vierten Sieg in Folge und die Teilnahme an den Playoffs. Für die Bengals war es die zehnte Niederlage in Folge.
„Das war ein wichtiger Divisionssieg für uns. Natürlich haben das Spiel nur dank der Turnover und der daraus resultierenden Touchdowns durch die Defense gewonnen. Wir haben natürlich bei Weitem nicht perfekt gespielt. Aber ich bin sehr froh, das Toy Polamalu für uns spielt“, meinte Steelers-Head-Coach Mike Tomlin und fügte den Satz an, den er seit Wochen bei jeder Pressekonferenz von sich gibt: „Wir werden unsere Fehler analysieren und daraus lernen.“ Das darf dann auch mal die Frage erlaubt sein, wie viel die Steelers noch lernen wollen, bis sich eine Änderung zum Besseren ergibt. Denn wieder einmal brachte die Offense den Ball nicht in der Endzone des Kontrahenten unter, trotz zeitweiser erdrückender Überlegenheit. Zwei Mal befand man sich in aussichtsreicher Position und musste sich am Ende mit nur zwei Field Goals begnügen.
Das Spiel begann sogar mit einem Touchdown für die Bengals. Die Steelers entschieden sich ihre Defense zuerst auf das Feld zu schicken und wurden dafür bestraft. OT Andre Whitworth, zuvor als legaler Receiver ausgewiesen, beendete die erste Angriffsserie mit einen 1-Yard-Pass von Palmer zur 7:0-Führung für die Bengals. Auch danach kontrollierten die Bengals das Spiel, bis Polamalu der Partie die entscheidende Wendung gab.
Bei einem Pass auf WR Terrell Owens, sprang Polamalu zwischen diesem und dem Ball und sprintete anschließend 45 Yards in die Endzone der Bengals zum 7:7-Ausgleich. „Ich habe nur meinen Job gemacht. Ich war halt zufällig an der richtigen Stelle“, blieb Polamalu wie üblich bescheiden. S Ryan Clark wurde etwas euphorischer: „Es ist unglaublich talentiert. Er macht ein sensationelles Play nach dem Andren.“
Von da an spielten die Steelers wie ausgewechselt. Sie kontrollierten Ball und Gegner, ohne jedoch einen nennenswerten Vorsprung herauszuspielen. Diesen besorgte dann LB Woodley zu Beginn des vierten Viertels, als auch er einen Pass von Palmer in die Endzone der Bengals zur 20:7-Führung trug. „Das ist schon frustrierend. Ich kann gar nicht beschreiben, wie wir uns zurzeit als Team fühlen“, meinte ein enttäuschter Carson Palmer. WR Terrell Owens blieb nicht so diplomatisch. „Jeder weiß, dass wir viel talentierte Spieler im Team haben. Das spiegelt sich in den Ergebnissen aber nicht wieder“, war sein etwas kryptischer Vorwurf.
© Korber - 13.12.2010

Da kann man strahlen: LaMarr Woodley hat die Interception zum Touchdown zurückgetragen (© Getty Images)
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