Bengals verlieren erneut

Chris IvoryDie Cincinnati Bengals können einfach nicht mehr gewinnen. Gegen den Titelverteidiger gab es eine überraschend hart umkämpfte 30:34-Niederlage, die fünfte Heimniederlage in Folge und die neunte in dieser Saison insgesamt. Dies ist die zweitlängste Niederlagenserie in der Geschichte der Bengals mit der sie derzeit auch den zweiten Draft Pick in der kommenden Draft „erobert“ haben.

Dabei fiel die Entscheidung zugunsten der Saints extrem spät. Erst 34 Sekunden vor dem Spielende sicherte sich der Meister durch einen 4-Yard-Pass von Drew Brees auf WR Marcus Colston den eigentlich klar erwarteten Erfolg. Die Bengals leisteten dabei aber wieder einmal tatkräftige Unterstützung. Die Saints, noch mit 27:30 in Rückstand, standen an der 7-Yard-Linie der Bengals und vor ihrem vierten und letzten Angriffsversuch. Ein Field Goal hätte die Partie in die Verlängerung geschickt.

Die Saints entschieden sich, wie schon so viele Mannschaften vor ihnen, an die Linie zu gehen, aber keinen Spielzug anzugeben, in der Hoffnung, ein Spieler der Bengals würde ins Abseits springen. Dieser Bauerntrick funktioniert üblicherweise schon seit 30 Jahren nicht mehr. Gegen die Bengals schon. DT Pat Sims tat ihnen den Gefallen, wurde zum Buhmann des Abends und sorgte so für den First Down und den anschließenden Touchdown.

Dies war aber letztendlich nicht allein entscheidend für die Niederlage, wie auch Head Coach Marvin Lewis bemerkte: „Wenn der Gegner sich jeden Yard hart erarbeiten muss, spielt man erfolgreicher. Das haben wir heute nicht geschafft. Wir haben zu viele Big Plays zugelassen. So ist es extrem schwierig, erfolgreich zu spielen.“

Tatsächlich sah die Defense der Bengals über weite Strecken nicht gut aus. Ein 55-Yard-Lauf durch RB Chris Ivory, ein 52-Yard-Pass auf TE Jimmy Graham oder ein 42-Yard-Pass auf WR Marques Colston, um nur einige Spielzüge zu nennen, brachten die Bengals immer wieder ins Hintertreffen.

Dass es dennoch vor allem in der zweiten Hälfte ein spannendes und ausgeglichenes Spiel wurde, lag an der Offense der Bengals, welche in der zweiten Spielhälfte jede Angriffsaktion der Saints erfolgreich konterte. Denn als RB Chris Ivory mit der ersten Angriffsserie der zweiten Spielhälfte durch einen kurzen Lauf auf 20:6 für die Saints erhöhte, da schien die nächste Niederlage der Bengals schon besiegelt zu sein. Doch QB Carson Palmer, bisher ein Schwachpunkt, trieb sein Team immer wieder an. So schlossen die Bengals jede Angriffsserie der zweiten Hälfte mit einem Erfolg ab. Dumm nur, dass die Saints meistens gleich mit einem Big Play konterten.

Korber - 06.12.2010

Chris Ivory

Chris Ivory (© Getty Images)

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