Ducks laufen Wildcats davon
Thanksgiving – das amerikanische Erntedankfest – gilt als einer der wichtigsten Feiertage in den Vereinigten Staaten. Nicht nur, dass es am letzten Donnerstag im November dabei immer das traditionelle Truthahnessen gibt, sondern es macht sich ob der schweren Kost auch immer wieder eine gewisse Lethargie bemerkbar. Und genau diese Lethargie fürchtete Oregons Head Coach Chip Kelly so sehr, dass er seinem Team das traditionelle Bankett verwehrte. Denn schließlich will man auf dem Weg ins Endspiel um die nationale Meisterschaft nicht so kurz vor dem Ziel noch straucheln. Gestrauchelt sind die Ducks dann letztendlich auch nicht, doch anfangs waren die Enten aus Oregon doch noch etwas flügellahm. Doch am Ende konnten sich die Ducks über einen klaren 48:29-Erfolg gegen die Arizona Wildcats freuen.
Den ersten Schritt zum großen Endspiel haben die Oregon Ducks an diesem Wochenende getan. Denn der Erfolg über die Wildcats aus Arizona hat Ducks ihrem zweiten Titelgewinn in der Pac Ten einen großen Schritt näher gebracht. „Jetzt können wir endlich Truthahn essen gehen“, freute sich CB Cliff Harris nach getaner Arbeit. Wie schon so oft in dieser Saison präsentierten sich die Footballer aus Oregon auch gegen die Wildcats als ein Team, das erst in der zweiten Halbzeit so richtig auf Touren kommt und deren Spread-Offense dann auch nur schwer, ja eigentlich gar nicht mehr zu stoppen ist. „Du kannst sie vielleicht bremsen, aber stoppen kannst du sie eigentlich nie“, musste dann auch Arizonas Head Coach Mike Stoops nach der dritten Niederlage in Folge konstatieren.
Dabei zogen sich die sonnenverwöhnten Wildcats bei durchaus widrigen Temperaturen mehr als achtbar aus der Affäre. Bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt und zeitweiligen Regenfällen war durchaus zu erwarten gewesen, dass Arizona nicht konstant sein Passspiel würde aufziehen können. Doch QB Nick Foles sorgte mit 448 Yards Raumgewinn und drei Touchdown-Pässen sogar für eine neue Saisonbestleistung. Es sollte aber einfach nicht ausreichen, um die Ducks zum Stolpern zu bringen. Denn auch wenn QB Darron Thomas nur 148 Yards Raumgewinn zustande brachte, so waren es an diesem Tag die Ballträger der Ducks, die mit 389 Yards und vier Touchdowns den Unterschied ausmachten.
© Hundt - 27.11.2010

Chip Kelly (© Getty Images)
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