Ungewöhnliches Ende
Alles lief gut für die New Mexico State Aggies bei ihrem Gastspiel bei Utah State - zumindest eine Halbzeit lang. Zuerst lief QB Matt Christian selber in die Endzone, um dann kurze Zeit später mit einem TD-Pass auf Todd Lee nachzulegen. Und auch K Tyler Stampler erledigte seine Aufgaben präzis und steuerte im zweiten Quarter sein längstes Field Goal in seiner bisherigen Karriere bei. Über 46 Yards segelte der Ball sicher zwischen die Pfosten und NMSU konnte mit einer beruhigenden 17:10-Führung in die Halbzeitpause gehen.
Doch noch im dritten Viertel konnten die Utah State Aggies den Ausgleich erzielen und in der Angriffsmaschinerie von New Mexico State war nun erheblich "Sand im Getriebe" festzustellen. Konnte man in der ersten Halbzeit noch einen Raumgewinn 220 Yards verbuchen, sollten in der Zweiten nur noch 76 weitere hinzukommen - genau das Gegenteil bei den Gastgebern, mussten diese sich vor der Pause mit 155 Offense-Yards begnügen, sollten dann noch fast 200 hinzukommen.
Klar, dass Utah State unter diesen Prämissen das Spiel drehen konnte und knapp drei Minuten vor Schluß mit 27:20 in Führung gehen konnte. Doch noch Bestand Hoffnung für die Gäste. zwar bekam man den Ball nur an der eigenen 12-Yard-Linie, doch danach lief der Drive für NMSU relativ rund. Gut eine Minute vor Schluß stand man an der 27-Yard-Line von Utah State, konnte jedoch dort einen vierten Versuch und drei Yards zu gehen nicht erfolgreich verwerten. Das darauf folgende Kuriose Ende: Utah State kniete dreimal ab, hatte dann aber noch acht Sekunden auf der Uhr - folglich entschloss man sich auf eher ungewöhnliche Art und Weise die verbleibende Zeit zu verbrauchen. QB Diondre Borel eilte nicht nach vorne, sondern straks in die eigene Endzone - Safety New Mexico State. Doch der gewünschte Effekt war erreicht, die Uhr war ausgelaufen und Utah State konnte den 27:22-Erfolg bejubeln.
© Wittig - 10.11.2010

Diondre Borel lief in die eigentlich falsche Richtung - und sicherte damit den Sieg von Utah State (© Getty Images)
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