Das war wohl nix für Nebraska
Drei Minuten vor dem Ende keimte bei den Nebraska Cornhuskers noch einmal so etwas wie Hoffnung auf, die Partie gegen die Texas Longhorns doch noch gewinnen zu können. Eric Hagg hatte nach einem Punt-Return über 95 Yards den ersten Touchdown für die bis dato an fünfter Stelle geführten Cornhuskers erzielt. Nach acht Vierteln war es Nebraska endlich mal wieder gelungen, gegen die Longhorns einen Touchdown zu erzielen. Doch in den verbleibenden drei Minuten liefen die Hausherren dann den vergebenen Chancen hinterher und mussten sich zum vierten Mal in Folge dem Rivalen geschlagen geben. Dieses Mal mit 13:20.
Die Cornhuskers waren und sie der Lieblingsgegner der Longhorns. Neun von zehn Partien konnte Texas gegen Nebraska erfolgreich gestalten. Darunter auch das Meisterschaftsspiel der Big 12 in der vergangenen Saison. Die Cornhuskers hatten also durchaus noch eine Rechnung mit dem Rivalen offen, waren vor dem Spiel auch klar favorisiert. Doch während des Spiels wollte dann so gar nichts an die vermeintliche Favoritenrolle erinnern. Immer wieder ließen die Passempfänger der Hausherren die eigentlich sicheren Pässe fallen, vergaben so auch drei fast schon sichere Touchdowns.
Während sich vor dem Spiel nahezu alles darum dreht, wie gut Nebraskas Taylor Martinez sein würde und seine Chancen auf den Gewinn der Heisman Trophy mit einem Sieg und einem guten Spiel gegen Texas steigen würden, war es während der Partie ein ganz anderer, der die Aufmerksamkeit auf sich zog. Texas-QB Garrett Gilbert tat an diesem Tag alles, dass die Longhorns weiterhin der Alptraum der Cornhuskers bleiben würden. Dabei waren es weniger seine Fähigkeiten als Passgeber denn mehr seine läuferischen Leistungen. Denn Gilbert lief für 71 Yards Raumgewinn – und zwei Touchdowns.
Insgesamt bleiben die Longhorns mit 271 Yards Raumgewinn eher durchschnittlich, schafften es aber mit ihrer Defense, die Hausherren immer wieder zu stoppen. RB Taylor Martinez kam mit einem Schnitt von 147 Yards Raumgewinn pro Spiel in die Partie. Im dritten Viertel wurde er durch Zac Lee ersetzt. Bis dahin hatte er bei 13 Versuchen gerade einmal 21 Yards erlaufen. Das Abmelden von Martinez und die zahlreichen Strafen und Fehler führten dann zwangsläufig zur Niederlage für Nebraska. Durch ihren Erfolg in Lincoln schafften es die Longhorns nicht nur, dass sie nach zwei Niederlagen in Folge nun endlich wieder einen Sieg landen konnten, sondern minderten die Chancen von Nebraska, endlich mal wieder in National Championship Spiel einziehen zu können.
© Hundt - 17.10.2010

Cornhuskers-Coach Bo Pelini (re.) gratuliert Mack Brown von den Texas Longhorns zum Sieg (© Getty Images)
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