Netter Abend für Kansas
Auch die dritte Partie der New Mexico State Aggies ging ohne jegliche Chance verloren. Beim Gastspiel in Lawrence bei den Kansas Jayhawks durften die Aggies am Ende über eine 16:42-Niederlage quittieren. Wie so oft in dieser Saison war für die Gäste schon zur Halbzeit "die Messe gesungen". Dreimal besuchte RB D.J. Beshears in der ersten Hälfte die Endzone. Erschreckender werden für NMSU diese drei Scores dann auch noch, wenn man sich bewusst macht, dass Beshears mitnichten ein "alter Hase" ist, nein, der Sophomore erzielte beim ersten Drive der Jayhawks mit seinem 10-Yard-Lauf in die Endzone seine ersten persönlichen Punkte. Das er danach noch einen 96-Yard-Kickoff-Return und einen 7-Yard-Lauf zum Touchdown verwandelte, machte die Sache für den Nachwuchsmann dann natürlich so richtig rund.
Von den Gästen war dagegen nichts zu sehen. RB Seth Smith rushte für mickrige 52 Yards, machte aber immerhin den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 7:7, der aber nur wenige Sekunden hielt, da Beshears mit seinem Kickoff-Return sofort wieder die alte Rangordnung herstellte. NMSUs Junior Quarterback Matt Christian hielt sich mit 147 Passing Yards einigermaßen achtbar, wenn auch eine Quote von 60% erfolgreichen Passversuchen nicht unbedingt auf eine folgende Profikarriere schließen läßt. Der routinierte Marcus Allen fing vier Pässe für 89 Yards, darunter einen zum Touchdown im letzten Quarter, was immerhin dazu führte, dass die Aggies diesen Spielabschnitt mit 9:7 gewannen und mit einem Minierfolgserlebnis die Heimreise nach Las Cruces antreten konnten.
Ansonsten spielte aber nur Kansas und bereitete sich und den 46.719 Zuschauern einen netten Abend. Zweimal James Sims und ein Score von Tim Biere machten spätestens in der zweiten Halbzeit alles absolut klar und deutlich. Insgesamt holten die Jayhawks 501 Yards in der Offensive heraus und die eigene Defense gewährte dem Gast lediglich 275 Yards Raumgewinn, sodass auch von der statistischen Seite her niemals irgendwelche Zweifel am eigenen Sieg bestanden. Lediglich die Special Teams hatten den einen oder anderen Aussetzer, sodass die Gäste aus sieben Kickoff-Returns beachtliche 239 Yards herausholten konnten. 219 davon holte allein Taveon Rogers, der damit einen neuen Rekord für die New Mexico State Aggies aufstellte.
Kansas Head Coach Turner Gill war trotzdem recht zufrieden: "Ich denke, die meiste Zeit haben wir gut gespielt. D.J. Beshears hat seine Sache sehr gut gemacht, ich ziehe meinen Hut vor ihm, aber vor allem auch vor unserer Offensive Line, die wirklich einen hervorragenden Job gemacht hat. Nun beginnen unsere Spiele in unserer Conference und ich freu mich darauf. Auch wenn dort die Spiele eher schwererer werden als diesmal. Auf jeden Fall ist es gut, dass wir heute gewonnen haben, dass gibt Selbstvertrauen für die Spiele in der Big 12, zumal gleich nächste Woche mit den Baylor Bears ein kniffliger Gegner auf uns wartet."
Wieder einmal weniger begeistert war hingegen New Mexico State Head Coach DeWayne Walker: "Wir wußten natürlich, dass sie eine sehr explosive Offense haben. Aber dass sie so schnell aus den Startlöchern kommen und bereits nach 58 Sekunden scoren, damit hatten wir nicht gerechnet. Danach kamen wir zwar ein bisschen besser ins Spiel, aber sie dominierten uns doch. Dazu kam, dass QB Matt Christian eine kleine Verletzung am Finger hatte, die ihn mehr behinderte, als wir vorher gedacht hatten. Der Star auf unserer Seite war eindeutig Taveon Rodgers, der sechs Kickoffs retournierte und damit 219 Yards herausholte, die für NMSU einen neuen Rekord bedeuten. Wir werden ihn sicherlich dafür noch entsprechend ehren."
© Wittig - 28.09.2010

Turner Gill, hier noch im Outfit der Buffalo Bulls, ist seit 13.12.2009 Head Coach bei den Jayhawks (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
Viel Erfahrung hat der neue Head Coach der New Mexico State Aggies Doug Martin gesucht, um den darniederliegenden Angriff seines Teams wieder auf die Beine zu bringen. Stand heute, scheint im dies gelungen. Mit Gregg Brandon konnte man einen neuen Offensive Coordinator und Quarterback Coach verpflichten, der auf insgesamt 32 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann. Begonnen hat der jetzt 57-jährige seine Karriere...alles lesenJetzt endgültigWalker zu den JaguarsMartin zurück bei den Aggies
An Lymphdrüsenkrebs ist der ehemalige Notre Dame Spieler Asaph Daniel Schwapp im Alter von 26 Jahren verstorben. Schwapp wurde in Hartford am 26. Januar 1987 geboren und hat seinen Kampf mit der heimtückischen Krankheit am 8. Mai 1987 verloren. Bei seiner Tante und seinem Onkel wuchs Schwapp ab dem neunten Lebensjahr auf, da seine Mutter...alles lesenNotre Dame plant RenovierungIrish im Cowboys StadiumEifert im Glück
„Unser Leben währet siebzig Jahr, und wenn es hoch kommt, so sind es achtzig Jahr, und ist es köstlich gewesen, so ist es Mühe und Arbeit gewesen“. In diesen Tagen hat ein ganz großer ehemaliger College Football Coach das Vergnügen, sogar das 90. Lebensjahr zu erreichen. Ara Raoul Parseghian wurde am 21.Mai 1923 in Akron, Ohio als Sohn armenischer...alles lesenVier zum SchlussManti Te'o auch dabeiOffense konnte nicht überzeugen
Amelia Island ist nicht nur die südlichste Insel der Sea Islands, die entlang der Ostküste der USA von South Carolina nach Florida verlaufen, sondern auch ein netter Ort, um das ACC Frühjahrstreffen durchzuführen.
Und weil zur Familie der Atlantic Coast Conference auch die Gruppe der Football Coaches gehört, wurde die Gelegenheit genutzt,...alles lesenZufall, oder Absicht? Der Weg nach obenWas wird am 25. April aus Björn Werner?
Der Wettergott meint es nicht den Footballfans in Deutschland. Nachdem zuerst die Hamburg Blue Devils ihr Heimspiel absagen mussten, ordnen sich nun auch die Rhein-Neckar Bandits in die Reihe der Opfer des miesen Wetters ein: das Spiel gegen die Franken Knights fällt wortwörtlich ins Wasser. Nach der heutigen Platzbegehung überraschte das Urteil des...alles lesenDer große ShowdownFalcons reisen nicht nach HamburgMonarchs erwarten Ex-Trainer und seine...
Sieben Spiele, sieben Siege - die Vienna Vikings sind bis jetzt das Maß aller AFL-Dinge. Doch die nationalen Leistungen sind am Sonntag nebensächlich - das Wikingerschiff macht sich auf in den Kampf um Europa. Der "First Stop" auf dem von den Wienern angedachten Weg zum Eurobowl-Titel sind die Sollerod Gold Diggers. Sicherlich eine zu...alles lesenWidrige BedingungenFast noch schief gegangenReturn of Good