Ein wirklich heißes Duell
Für die neutralen Zuschauer war das Match zwischen Arizona State und den auf Rang 5 geführten Oregon Ducks eine wahre Freude. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte die Partie alles zu bieten, was man sich in einem Footballspiel wünschen kann. Wobei sich diejenigen, die das Spiel live erlebten, wohl vor allem eines gewünscht haben dürften: Sonnencreme und kalte Getränke. Denn mit fast 40 Grad im Stadion herrschten selbst in der Heimat der Sun Devils für diese Jahreszeit außergewöhnlich hohe Temperaturen.
So kam Arizona State zunächst auch besser mit den Verhältnissen zurecht und schaffte es als erstes, sich auf der Anzeigetafel zu verewigen. Doch die Oregon Ducks, die bislang eher für ihr gutes Laufspiel bekannt waren, haben mittlerweile einiges mehr zu bieten. Zwar war es Star-Running-Back LaMichael James, der mit einem langen Lauf für den Ausgleich sorgte, doch schon drei Spielzüge später zeigte dann die Defense der Ducks, was sie draufhat. Arizona States Quarterback Steven Threet kassierte beim Wurf einen Hit, konnte den Pass nicht präzise absetzen und Oregons John Boyett trug den Ball 39 Yards zum Touchdown zurück.
Nachdem die Sun Devils in der vergangenen Woche schon mit nur einem Pünktchen gegen die an 11 gesetzten Wisconsin Badgers verloren hatten, waren sie aber nicht gewillt, sich so einfach aufzugeben. Tatsächlich reichten im zweiten Quarter knappe vier Minuten, um zwei Touchdowns und ein Field Goal zu erzielen und 24:14 in Führung zu gehen. Doch es sind eben die Big Plays, die in dieser Saison die Oregon Ducks auszeichen. Sonst hätte man kaum in allen bisherigen Saisonspielen jeweils über 40 Punkte erzielen können. Zwei Drives blieben den Gästen vor der Halbzeit, beide begannen an der eigenen 20-Yard-Linie, beide endeten mit Touchdowns. Für den ersten benötigten die Ducks 83, für den zweiten sogar nur 30 Sekunden. Und diese 28:24 Halbzeitführung machte es Arizona State dann tatsächlich schwer, noch einmal ins Spiel zu finden.
Wenn man sich die Statistiken zum Spiel im Nachhinein anschaut, haben die Sun Devils vieles richtig gemacht: Zehn First Downs und 195 Yards in der Offense haben sie mehr erzielt als der Gegner. Doch da gibt es noch eine weitere Kategorie, die dem Heimteam am Ende den Sieg kostete: die Turnovers. „Es ist ganz einfach“, sagte Arizonas Quarterback Threet nach dem Spiel. „Du kannst kein Spiel gewinnen, wenn du sieben Mal den Ball verlierst.“ Für vier Interceptions war dabei er selbst verantwortlich, hinzu kamen noch drei Fumbles, die Oregon erobern konnte. So war das Ergebnis von 42:31 am Ende fast noch ein wenig schmeichelhaft für die Arizona State Sun Devils, da die Oregon Ducks bei konsequenterer Spielweise das Match früh und deutlich im dritten Viertel hätten entscheiden können.
© Garn - 26.09.2010

Steven Threet spielte gegen Oregon nicht fehlerfrei (© Getty Images)
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