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Aachen holt auf

Durch ihren eindrucksvollen 42:7 Sieg vor 350 Zuschauern über die Münster Mammuts haben die Aachen Vampires ihre Chancen auf den Titel gewahrt. Da der Ligakonkurrent und Spitzenreiter Solingen zeitgleich sein Heimspiel gegen die Cologne Falcons verlor, haben sich die Chancen für einen Aufstieg in die Regionalliga deutlich verbessert!

Nach der langen Sommerpause taten sich die Vampires gegen die Gäste aus Münster zunächst recht schwer. Die Mammuts konnten im ersten Viertel das eine oder andere Mal mit gutem Laufspiel einige Meter gut machen, blieben letztlich aber ohne Punkte. Für die Vampire-Offense gab es im ersten Quarter nicht viel zu holen. Nur einmal sorgte sie für Aufregung als Quarterback Sam Ghassemzadeh Wide Receiver Bernhard Jesse mit einem kurzen Pass bediente. Er trug den Ball wenige Meter vor die Münsteraner Endzone, fumbelte aber dann. Folgerichtig endete das erste Quarter dann auch mit einem mageren aber gerechten 0:0.

Das zweite Quarter war dann umso ereignisreicher. Mit einem sehenswerten Lauf über 20 Meter trug der Aachener Running Back Holger Schmeing das Ei zum ersten Mal in die Münsteraner Endzone. Er war es auch, der mit dem anschließenden Punt den Extrapunkt holte. Als Kai Oebels wenig später einen schlechten Pass des Münsteraner Quarterbacks an der gegnerischen 30-Meter-Linie abfing, schien der Bann endgültig gebrochen. Unglücklicherweise verloren die Vampires den Ball wenig später bei ihrem zweiten Fumble. Beim anschließenden Drive glichen die Mammuts zum 7:7 aus.
Aber wer jetzt dachte, die Mammuts hätten dadurch Auftrieb bekommen, wurde vom Gegenteil überzeugt: Der Ausgleich war eher der endgültige Weckruf für die Vampires. Schon wenig später tankte sich Aachens Nummer 2, Phil Srzybysz, zum Touchdown in die Münsteraner Endzone. Nach dem gelungenen PAT von Holger Schmeing stand es 14:7.

Inzwischen hatte sich auch die Defense der Vampires sehr gut auf das Angriffsspiel der Mammuts eingestellt, die immer wieder versuchten, über Laufspiel Raum zu gewinnen. Die Passversuche des Münsteraner Quarterbacks waren oft mehr als risikoreich. So landete folgerichtig ein Pass in den Armen des Aachener Linbackers Jan Prein, der mit einem sehenswerten Lauf über etwa 30 Meter den Ball zum 20:7 in die Endzone trug (PAT Holger Schmeing 21:7). Der Vampires Quarterback Sam Ghassemzadeh erhöhte kurz darauf selbst zum 28:7.

Das dritte Quarter war dann sehr zerfahren. Während die Münsteraner vergeblich nach Wegen suchten, die drohende Niederlage noch zu vermeiden, litten die Aachener offenbar an einigen Konzentrationsschwächen. Fumbles und Strafen bremsten sie immer wieder aus. Dennoch schaffte Sam Ghassenzadeh, diesmal als Wide Receiver das 34: 7. Kurz danach eroberte Lasse Viethen erneut einen Fumble an der 30 Meter Linie der Münsteraner. Im Anschluss war es dann wieder Sam Ghassemzadeh, der auf 40:7 erhöhte. Den Schlusspunkt zum 42:7 setzte dann Morten Logemann, der den Pass von Tobias Jarmuzek zu einer Two Point Conversion fing.

Obwohl nach der langen Sommerpause noch nicht alles rund lief, war Offensive Coach Juri Saragazki dennoch sehr zufrieden mit seiner Mannschaft, ebenso wie Defensive Coordinator Malte Wolpert. Eine Leistung, auf der sich auf jeden Fall aufbauen lässt.

Die Zuschauer im Ludwig-Kuhnen-Stadion waren jedenfalls zufrieden mit ihren Vampires - und dem Ergebnis sowieso. Und Spaß hatten sie allemal, wurden sie doch auch in der Halbzeitpause erstmals von zwei ausgezeichneten Dancing-Shows unterhalten. Zunächst erhielten die "Wildbats" unter ihrer Trainerin Sarah Sittarz viel Applaus für ihre inzwischen sehr ausgereifte Cheerleader-Show. Und anschließend begeisterte die Hiphop-Gruppe "Torridity" mit Trainerin Natalie Lis das Publikum mit einer Choreografie, die so zum ersten Mal beim Football in Aachen gezeigt wurde.

Ein rundum erfolgreicher Tag also für die Vampires, der Spaß gemacht hat und der Lust macht auf den 2. Oktober, wenn Tabellenführer Solingen auf dem Vampire-Rasen aufläuft - vielleicht zum Endspiel um den Aufstieg.

Tillmann - 06.09.2010

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