Utes entzaubern Dion Lewis & Co.
Utah unterstrich seine Heimstärke und sorgte für die erste Überraschung der Saison 2010. Mit Hilfe eines 21-Yard-Field-Goals schlugen die Utes den Big-East-Favoriten und 15. der Preseason Top 25 Pittsburgh mit 27:24 nach Verlängerung - der 18. Heimsieg in Folge für die Utes. „So hart es ist, das Spiel so knapp zu verlieren, wir haben einfach nicht gut genug gespielt, um zu gewinnen. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, so das selbstkritische Fazit von Pittsburghs Head Coach Dave Wannstedt, dessen Team mancher gar als „Dark Horse“ im Kampf um die Plätze im National Championship Game sah. Einer der angesprochenen Fehler war besonders kostspielig. Im ersten Spielzug der Verlängerung, in die sich die Panthers nur mit einem Kraftakt im vierten Viertel gerettet hatten (ein 44-Yard-Touchdown-Pass und zwei Field Goals in den letzten zehn Minuten, das zweite Field Goal bei auslaufender Spielzeit), wurde ein Pass von QB Tino Sunseri an Utahs 15-Yard-Linie abgefangen. Die Gastgeber machten es anschließend besser. In sechs Spielzügen arbeiteten sie sich von der 25-Yard-Linie bis an die 4-Yard-Linie vor und erzielten dann das Field Goal.
So schön die Selbstkritik von Wannstedt war, entscheidender war, dass Utah die zwei wichtigsten Aufgaben, vor denen es in dieser Partie stand, nahezu perfekt gemeister hat. Die Abwehr musste, wenn man eine Chance haben wollte, Pittsburghs RB Dion Lewis, einen der Top-College-Neulinge der letzten Saison, in Schach halten. Das gelang. Lewis erzielte zwar einen Touchdown, zum 7:0 nach drei Minuten im zweiten Viertel (fünf Spielzüge nach einem Fumble von Utah an der eigenen 28-Yard-Linie beim Punt Return), holte insgesamt mit 25 Läufen aber nur 75 Yards, gerade mal drei Yards pro Lauf. Die vorrangige Aufgabe im Angriff war es, QB Jordan Wynn vor Pittsburghs DE Greg Romeus, einem der Top-Pass-Rusher im College Football, zu schützen, und diese Aufgabe übernahm mit OT John Cullen ausgerechnet ein Mann, der sein erstes Spiel bestritt. Und auch das klappte. Romeus konnte Wynn kein einziges Mal auch nur ansatzweise unter Druck setzen. Die Folge: Wynn warf drei Touchdown-Pässe, darunter einer über 61 Yards zum Zwischenstand von 24:13 acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit.
© Hoch - 03.09.2010

QB Jordan Wynn führte Utah mit drei Touchdown-Pässen zu einem überraschenden 27:24-Erfolg gegen Pittsburgh. (© Getty Images)
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