Zimmermann MVP der EM 2010
Als wertvollster Spieler der Europameisterschaft 2010 in Frankfurt wurde QB Dennis Zimmermann von der EFAF ausgezeichnet. Zimmermann hat sich diese Auszeichnung mit seinen Leistungen aus den Spielen gegen Finnland und Frankreich verdient. Vor allem gegen die Finnen war seine Einwechslung die Initialzündung, die die Partie noch zu Gunsten der Deutschen Mannschaft drehte.
Fast schon ein wenig peinlich ist Zimmermann die ganze Aufmerksamkeit. „Ich brauche eigentlich nach dem Spiel immer eine gute halbe Stunde, um einen klaren Kopf zu bekommen und wieder herunterzukommen. Ich bin nicht der Typ dafür nach dem Sieg auf das Feld zu rennen und meine Freude herauszuschreien“, so Zimmermann auf seine ruhige Art auch nach solchen Ehrungen hin angesprochen.
Zufrieden ist der Quarterback, der schon auf nationaler und internationaler Ebene zahlreiche Erfolge vorweisen kann, mit seiner Leistung im Turnier. Als Starter wurde Zimmermann gleich beim Auftakt gegen Österreich aufgeboten. „Das hat auch bis zum 10-0 sehr gut funktioniert. Doch Österreich hat hervorragende Coaches, die es verstehen sich schnell auf die Spielsituation einzustellen. Sie hatten sich gut auf mich eingeschossen, daher war es genau richtig Jo Ullrich einzuwechseln und auf eine No-Huddle Offense umnzustellen. Das hat gut funktioniert und uns am Ende den Sieg gebracht“, erzählt Zimmermann. So sieht er auch das Eröffnungsspiel als entscheidendes Spiel der EM, quasi als vorweggenommenes Finale. „Deutschland und Österreich waren die stärksten Mannschaften bei der EM. Hätte Österreich in der Gruppe B gespielt, dann hätten wir uns erst im Finale gesehen“, analysiert er den Gegner.
Gegen Finnland durfte dann zunächst Ullrich seine Chance suchen, da dieser gegen Österreich eine gute Leistung geboten hatte. Doch der Motor des Deutschen Angriffs stotterte die gesamte erste Halbzeit und dieses Mal war es Zimmermann, der Ullrich ablöste und das Spiel drehte. So wurde er schon nach diesem Spiel zum MVP der Deutschen Mannschaft gewählt. „Eigentlich hätten es aber viele Spieler verdient gehabt. Ohne die O-Line und die Receiver kann auch ich nichts ausrichten“, gibt Zimmermann das Lob gerne weiter.
Ein schwieriger Brocken war auch Finalgegner Frankreich, doch dieser lag Zimmermann und seinen Receivern. Immer wieder war es das Passspiel, das gegen den Nachbarn zum Erfolg führte und den Running Backs um Danny Washington Freiräume verschaffte. Erst als das Spiel schon entschieden war, durfte auch Ullrich noch aufs Feld und den 26-10 Sieg nach Hause bringen. „Jo mit seiner Erfahrung und ich sind ein gutes Tandem. Wir sind unterschiedlich von der Spielanlage her, aber dennoch kommen wir beide gut mit dem System von Brad Arbon zurecht. Von den Fähigkeiten her ergänzen wir uns sehr gut, das ist auch eine Stärke der Deutschen Mannschaft, sollte es mal nicht so laufen“, sagt Zimmermann abschließend.
© Schüler - 01.08.2010

Dennis Zimmermann wird beim Empfang der Nationalmannschaft im Römer geehrt (© Schüler)
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